Herzlich Willkommen auf "Geografitti"

    "Geografitti" ist ein deutschsprachiges Blog-Magazin rund um das Thema Geoinformation. Die Themenplatte reich daher von ALK über GPS bis Z-Achse. Eine ausgewogene, objektive Berichterstattung gibt es hier allerdings nicht. Geografitti ist gnadenlos subjektiv, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist vollständig den Launen seines Machers unterworfen. Deswegen geht es hier auch nicht ausschließlich um Geodaten und GIS-Lösungen, sondern zusätzlich um die Dinge, die mir sonst noch im Leben und im Alltag auffallen. Genau genommen schreibe ich einfach, was ich will. Wer darin ein Konzept erkennt, kann dies gerne tun.

    Und außerdem ist diese Webseite auch noch so eine Art Firmen-Homepage. Das hat mit der Ernährungslage zu tun: Weil man vom "Schreiben, was man will" eher schlecht leben kann, vom "Schreiben, was andere wollen" hingegen halbwegs gut, kann man den Textkoch für Redaktions- und PR-Tätigkeiten aller Art buchen. Das machen trotz meines Blogs sogar zahlreiche Kunden, denen ich an dieser Stelle den notwendigen Respekt und Dank zollen möchte: Meinen Respekt und vielen Dank.

    PolyGIS 2010: Technologie oder Marketing?

    Es gibt ein GIS-Produkt in Deutschland, dass eine etwas merkwürdige Besitzstruktur aufweist: PolyGIS. Denn nicht irgendeine PolyGIS GmbH, sondern gleich zwei Unternehmen sind mit diesem Geoinformationssystem auf dem Markt: Das Software-Büro Lothar Bubel GmbH – kurz SWBB – aus dem Saarland und die Ingenieurgesellschaft für angewandte Computertechnik mbH Leipzig, kurz IAC. Beide Unternehmen haben unterschiedliche Rechte an der Software, SWBB gehört gewissermaßen die Technik, IAC besitzt die Namensrechte und hatte bislang eindeutig den schlagkräftigeren Vertrieb. Wie es ab 1997 zu dieser sächsisch-saarländischen Kooperation kam ist eine Geschichte für sich, aber zumindest ist das Ergebnis eine ziemliche Erfolgsgeschichte: Über 1200 Kommunen in ganz Deutschland nutzen PolyGIS.

    Es ist gewissermaßen das GIS des kleinen Mannes oder wie es ein Wettbewerber mal ausdrückte. „Die PolyGIS-Leute haben Städte und Gemeinden als Kunden, deren Namen nicht mal auf unserer Vertriebskarte stehen.“ Bei den kommunalen Anwendungen ist PolyGIS jedenfalls die unangefochtene Nummer eins, was unter anderem darin begründet ist, dass die Software inzwischen rund 40 fertige Fachanwendungen kennt, die alle mit mehr oder weniger der gleichen Desktop-Oberfläche arbeiten. Kennt man eine, kennt man quasi alle. In kleinen Kommunen, wo der einzelne Sachbearbeiter von der Friedhofsverwaltung über die Grünflächen bis zum Kanalkataster schon mal mehrere Fachgebiete nebeneinander beackert ist das ein gutes Verkaufsargument.

    Allerdings ist die Zusammenarbeit der beiden Partner schon in der Vergangenheit nicht immer spannungsfrei gewesen.

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    Salat – 70er Ausgabe

    Thalmann kocht, ißt und schreibt – die Textkoch-Kolumne in “Kulinary – Kochen, Reisen und Genießen” – Es gibt sie nach rund einem Jahr und fünf Heften nicht mehr.

    Das liegt am unten stehenden Text, der jüngsten, schon nicht mehr gedruckten Ausgabe meiner Kolumne. Zu politisch für eine Koch- und Lifestylezeitschrift (!) oder auch schwulenfeindlich (!), in jedem Fall gehe das so nicht mit Westerwelle, war in etwa die Rückmeldung des Verlags. Ich solle das ändern. Wollte ich aber nicht. Qualitätsdiskussionen hätte ich mir ja jederzeit gefallen lassen, unlustige Glossen sind schließlich auch nicht in meinem Sinne. Aber auf unqualifizierte, oberflächliche Politcal Correctness reagiere ich mittlerweile allergisch.

    Urteilen Sie selbst:

    Mein Lieblings-Imbiss ist zu Gunsten einer Tapas Bar verschwunden. Keine gute Entwicklung. Der Imbiss war ein 70er Jahre Veteran und ich meine die echten 70er Jahre, nicht diese Disneyland-Version in den Lavalampen-Lounges mit Latte Macchiato für 5,20 Euro vor dem Laptop. Für die Currywurst warb man dort ohne jede Ironie mit dem unveränderten Rezept von 1973. Und dann war da noch dieser Kartoffelsalat. Auch er echte 70er Jahre: Grob, ungeschliffen und mit dezentem Bouquet für Feingeister vom Schlage eines Charles Bronson – nix für die urbane Bohéme, die jetzt dort Artischocken jongliert.

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Geogeschäfte

Erkenntnisleitendes Interesse

Meine kleine Einlassung zur Geschichte von PolyGIS, IAC und SWBB bzw. Caigos von der Intergeo im Vorjahr gehört ja zu den meistgelesenen Stücken hier im Blog. Nun ist in der Fachzeitschrift "Business Geomatics" eine .. naja .. sagen wir mal Fortsetzung oder vielleicht auch eine Art Replik erschienen, ...

StreetView war doch gestern..

Im April 2008 war ich bereits von PhotoSynth fasziniert und klar: Es war nur eine Frage der Zeit bis Microsoft das mit seinem Mapping Angeboten kombiniert. Das scheint in absehbarer Zeit der Fall zu sein. In diesem Zusammenhang einen schönen Gruß an Frau Aigner. Falls sie noch ein ...

OpenStreetMap-Tage auf der FOSSGIS 2010

Genau 22 Vorträge von jeweils rund 20 Minuten und vier so genannte Community Sessions zwischen 60 und 90 Minuten markieren das Programm für die OpenStreetMap Community auf der FOSSGIS 2010, zu der der gleichnamige Verein vom 2. bis 5. März in die Universität Osnabrück einlädt. Erstmalig gibt es ...

OHB baut sogar 14 Galileo-Satelliten

Nach verschiedenen Medienberichten hat die EU heute ihre offizielle Entscheidung verkündet, wer die erste Fuhre Satelliten für Galileo bauen darf. Wie erwartet hat die OHB System AG aus Bremen den Zuschlag erhalten. Sie soll zunächst sogar 14 der notwendigen 24 Satelliten für das europäische Navigationssystem liefern. Bislang war ...

Galileo – Kleine Presseschau

Eine offizielle Bestätigung der Nachricht, dass OHB und nicht Astrium/EADS einen ersten Auftrag zum Bau von acht Galileo-Satelliten erhält, steht noch aus. Aber in zahlreichen Medien werden schon fließig die Konsequenzen einer solchen Entscheidung diskutiert. Auffallend dabei: In französischen Medien ist das Thema viel stärker präsent, als hierzulande, ...

Astrium im Schlamassel – OHB baut Galileo

Die Satellitenbauer der EADS Tochter Astrium stecken jetzt "echt im Schlamassel." Jedenfalls hatte sich der Chef des Unternehmens laut Wirtschaftswoche auf diese Wortwahl eingelassen, unter der Bedingung, dass man nicht den vollständigen Auftrag zum Bau der Galileo-Satelliten erhält. Diese Bedingung ist offenbar eingetreten, denn es kursieren Meldungen, dass ...

Politisches

Vier Thesen zum Datenschutz

Dieser (Eigen-)Bericht über das Symposium „Rechtsfragen der Geoinformation“ ist symptomatisch für die aktuelle Diskussion zum Thema Datenschutz. So wie in dem Bericht munter allerlei Themen durcheinander geworfen werden, wirft auch die Datenschutzdebatte insgesamt und in Bezug auf geographische Daten speziell einiges durcheinander. Da springt man vom Urheberrecht zum allgemeinen Datenschutz, von dort zu INSPIRE und [...]

Googles Kugel

StreetView und der Datenschutz

Heute ist wohl StreetView-Tag, jedenfalls hat Google seine Deutschland-Pläne dazu in Berlin vorgestellt und entsprechend echot es im Medienwald. Und natürlich fehlt nie der Zusatz, das ganze Projekt sei “umstritten”. Google selbst hat dazu jetzt ein Gutachten vorgestellt, dass das Unternehmen bei Nikolaus Forgó vom Institut für Rechtsinformatik in Hannover in Auftrag gegeben hat. Danach [...]

Geografen besichtigen die Realität

Alleinstellungen

Mal wieder das Privileg genossen, Michael Goodchild zu lauschen, der heute als Keynote-Speaker der Geoinformatik 2010 in Kiel auftrat. Der mit dem Lauréat Prix International de Géographie Vautrin Lud – eine Art Geo-Nobelpreis – ausgezeichnete Wissenschaftler aus Kalifornien schafft es als einer der wenigen in dieser ganzen GIS-Mischpoke, immer noch mal einen neuen Gedanken zu formulieren. Heute [...]

Satelliten weisen den Weg

Fahrrad und Flieger

Genau so habe ich mir einen Radroutenplaner immer vorgestellt: Man gibt seinen Start- und Zielpunkt ein und wird tatsächlich über Nebenstrecken und reine Fahrradwege abseits des Verkehrs, durch Parks und Grünanlagen gelotst. Naviki leistet genau dies: Keine vorgegebenen Rundrouten, keine regionalen Grenzen (“Radeln im Münsterland” und ähnliches) und alles auch noch in einem aufgeräumten Design, [...]

Textkoch

Versuch der Enteignung

Ich weiß ja nicht, warum die Verlage so lautstark nach einem Leistungsschutzrecht krähen. Welche Leistung soll da eigentlich genau geschützt werden? Die permanente Enteigung der Autoren und Schreiber, die sich Verlage heutzutage leisten?  Nachfolgend mal ein Auszug aus einer so genannten “Freistellungserklärung”, die mir jüngst eine Agentur hat zukommen lassen. Das ist inhaltlich zunächst kein [...]

Wissen für Jauch

Wieder mal ein paar Fundstücke

Ich finde das ja ganz faszinierend: Die Verlinkung der Wirklichkeit mit Wikipedia. Semapedia ist eine Webseite, die Links zu Wikipedia-Einträge in Barcodes verwandelt.  Selbige lassen sich  als PDF ausdrucken und an entsprechenden Orten in der ganz realen Welt anbringen. Wer eines dieser neumodischen Smnartphones mit Barcode-Scanner App besitzt, kann den Code ablesen und bekommt direkt [...]