Offenbar müssen die Verbraucher und vor allem die bisherigen Anbieter sich an neue, aber bekannte Konkurrenten gewöhnen. Der Markt für Navigationssysteme erscheint attraktiv genug, damit auch Unternehmen aus anderen, sagen wir mal verwandten Geschäftsfeldern, die ehemalige Nische für sich entdecken. Die gar nicht so neuen Neulinge heißen zum Beispiel Sony oder aktuelll Nokia. Die Finnen erfinden dabei das Rad nicht neu, sondern kooperieren mit einigen der bisherigen Spezialisten. Für das erste Nokia-Produkt ohne Handy-Funktion seit den Gummistiefeln ist das Route 66 und für die Erweiterung einer schon im vorigen Jahr vorgestellten Art Tablett PC (“Internet Tablett“) nur zum Surfen über WLAN oder UMTS (also ohne die üblichen PC-Funktionen) um eine Navigationsfunktion per Bluetooth-Maus, bleibt man unter sich, das heißt in Finnland, und hat Navicore als Partner ausgeguckt.
Das ist aber am Ende wurscht, entscheidend ist, das auf den Geräten “Nokia” draufsteht. Das macht die Navigationsexperten zum Zulieferer, was möglicherweise den künftigen Trend markiert. Denn, seien wir ehrlich, gegenüber eine Marke wie “Nokia” wirken die Falks, Tomtoms” oder sogar Garmins im globalen Maßstab doch eher unbekannt. Andererseits: Neulich bei Saturn in Düsseldorf sah ich, dass sich das Unternehmen eine neue, eigens als solche bezeichnete “Navigation-Area” geleistet hat, die nicht weniger klein war, als die Abteilung Digitalkameras. Und da waren sie alle komfortabel und bunt präsentiert – nur Nokia (noch) nicht.
Die Marktentwicklung könnte ja ganz spannend zu beobachten sein.
Fremder Senf