• Da steckt einer dahinter:

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    Chinesen vor Galileo-Ausstieg?    

    10

    November
    2006
    10 November, 2006 von in Moralapostel Antworten

    Bislang galt Chinas als internationaler Partner beim Aufbau von Galileo, der sich mit rund 200 Millionen Euro daran beteiligt. Das hat intern schon zu einigen Schwierigkeiten geführt, weil man sich chinesisches Personal in europäischen Aufsichtsbehörden (z.B. für Galileo) nicht so recht vorstellen mag, zumal in allen Stellenausschreibungen der EU im Anforderungsprofil ein Geburtsort innerhalb der EU aufgelistet ist. Aber wer zahlt, darf normalerweise auch mitreden.

    Nach einem Bericht des Inquirer haben das inzwischen auch die Chinesen registriert und verfolgen jetzt eigene Pläne. Die russische Nachrichtenagentur Novosti meldet ziemlich zeitgleich ein Interesse der Chinesen, sich an dem russischen Glonass-System zu beteiligen.

    Eigentlich gibt es da nur zwei Möglichkeiten: Die Chinesen wollen wirklich aussteigen oder sie wollen ihre europäischen Verhandlungspartner ein bisschen unter Druck setzen.

    Ich persönlich würde übrigens für Rauswurf plädieren. Ich kann die ganze Euphorie bezüglich Kooperationen mit China und die Schwärmerein zahlreicher Unternehmer über den künftigen chinesischen Markt ohnehin nicht nachvollziehen. China klaut – mehr oder weniger staatlich sanktioniert – Patente, wo es nur kann. Darüberhinaus ist es das Land, das am eifrigsten die Todesstrafe vollstreckt, sich grundsätzlich einen Scheißdreck um Menschenrechte schert, in seiner Industrie einen Manchester-Kapitalismus übelster Prägung pflegt, der ohne Rücksicht auf Mensch und Material jedes Jahr Hunderttausende von Arbeitern und arbeitenden Kinder umbringt oder verstümmelt und darüber hinaus die Umwelt in einer Weise verdreckt, die hierzulande zu Haftstrafen der Verantwortlichen führen würde (hoffentlich!). Von der korrupten Justiz mal ganz zu Schweigen.

    Dagegen ist die Mafia als Geschäftspartner geradezu seriös.


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