Wer immer die Gelegenheit hat, sollte sie nutzen: Gestern im Düsseldorfer Schauspielhaus die Drei-Mann-Performance “ABBA jetzt” genossen. Kein Abend für die Freunde von Plateausohlen und geschmacklosen 70er-Jahre-Hemden, wie einer der drei Herren im Frack gleich zu Anfang betonte. Also keine Show im Stil einer Abba-Cover-Band, die schon deshalb lustig sein soll, weil zwei Hrren Perücken tragen.
Dafür ein Abend, der auf musikalisch, schauspielerisch und dramaturgisch hohem Niveau zeigte, dass z.B. “Knowing me, knowing you” in Wirklichkeit ein Jazz-Standard ist und “Mamma Mia” ein Flamenco. Und wenn Herrman Prey und Bob Dylan gemeinsam “One of us” trällern, ist das auch spannend. Überhaupt wurde der Beweis erbracht, dass die Musik von Abba eigentlich für ein männliches Duo komponiert wurde und die Sache mit den beiden Frauen ein historischer Irrtum ist. Und man konnte live begutachten, dass speziell Hanno Friedrich auf der SAT1 Comedy-Schiene deutlich unterfordert ist.

Alexander Päffgen, Hanno Friedrich und Thilo Nest geben Autogramme.
Achja, es gab ein Publikums-Quiz: Wer erkennt dieses Stück nach ungefähr zweieinhalb Takten? Die Frau an meiner Seite erkannte alles und wir konnten mit einigen schwedische Fisch-Spezialitäten von Abba Seafood AB nach Hause gehen, die wir uns zusätzlich noch signieren ließen. Hier der Foto-Beweis:

Fremder Senf