• Da steckt einer dahinter:

    "Geografitti" ist ein Blog rund um das Thema Geoinformation. Die Palette der Themen reicht von ALK über GPS bis Z-Achse. Eine ausgewogene Berichterstattung gibt es allerdings nicht. Geografitti ist subjektiv und allein Sache des Autors.
  • Der Textkoch

    Andererseits ist der Autor durchaus empfänglich für finanzielle Zuwendungen und wird sein schreiberisches Talent sowie sein fachliches Knowhow dann gerne zu ihrem Vorteil nutzen. Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, Fachzeitschriften und Institutionen die sich (wegen oder auch trotz dieser Webseite) dazu entschließen konnten. Nähere Informationen dazu finden sie vor allem unter dem Menüpunkt "Textkoch".

  • Info

    Unsere tägliche Desinformation    

    26

    Januar
    2007
    26 Januar, 2007 von in Moralapostel Antworten

    Die gute alte Tante BBC sorgt für Aufklärung. Die verunstalteten Meldungen über den Diebstahl von GPS-Systemen, die die Polizei angeblich direkt zu den Klauern gelotst haben (ich erwähnte das schon) beruhen auf der Tatsache, dass – wie bereits vermutet – keine handelsüblichen Navis gestohlen wurden (die nämlich nicht von Dritten geortet werden können), sondern so genannte Tracking-Systeme mit integriertem GPS, die laut BBC dazu genutzt wurden, Touren der Lkws einer Stadtverwaltung aufzuzeichnen bzw. aktuell an eine Zentrale zu übermitteln.
    Warum mich diese kleine, unwichtige und in mindestens zwei Zeitungen fehlerhaft übermittelte Meldung überhaupt interessiert? Sie macht an einem kleinen Detail sichtbar, wie ungenau Medien bisweilen berichten. Nicht immer sind diese Fehler für den Leser/Zuschauer erkennbar, insbesondere wenn es sich (wie meistens) nicht um sein Fachgebiet handelt. Wir werden also täglich mit zahllosen Fehlinformation versorgt, aus denen sich unser Weltbild zusammensetzt.

    An dieser Stelle deshalb mal ein kleiner Buchtipp: “Unsere tägliche Desinformation – wie uns die Massenmedien in die Irre führen” von Wolf Schneider, Journalist und langähriger Leiter einer renommierten Journalistenschule. Das Buch erschien Anfang der achtziger Jahre, noch bevor es Privatfernsehen und Internet gab. Es seziert also auschließlich klassische Medien von Bild bis FAZ und so seriöse Veranstaltungen wie die “Tagesschau”. Aber gerade darum ist es heute noch lesenswert, denn dem Autor geht es um die Mechanismen, die hinter der medialen Aufbereitung der Realität stehen. Und ich behaupte, die sind ähnlicher, als der Vergleich von “Tagesthemen” und “YouTube” auf den ersten Blick vermuten lassen. Ich nehme mal an, das Buch gibt es heute nur noch antiquarisch. Aber eine aktualisierte Neufassung würde ich auch sofort kaufen.


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