Das Wochenende in Delft ist vorüber und die Ärztin hat eine Mandelentzündung diagnostiziert. Wahrscheinlich ein zufälliges zeitliches Aufeinandertreffen. Der ganze Kurzurlaub war unterm Strich sowieso nicht so doll. Neben dem Fehlgriff bei der Restaurantwahl am ersten Abend mussten wir feststellen, dass der gemeine Niederländer durchaus eine Schwäche für karnevaleskes Treiben hat. Eine Zwischenstation auf dem Rückweg in s’Hertogenbosch führte uns dann quasi in das Köln der Niederlande: Bunt verkleidete, zwanghaft lustige Menschen bevölkern an einem Montag komplett geschlossene Ladenzeilen in der Innenstadt und wollen mit Bonschen beworfen werden.
Zwei gestartete Geocaches konnten auch nicht gefunden werden. Die End-Locations führten beide Male zielsicher zu einem Hundeklo, in dem man nicht wirklich herumwühlen wollte. Auch schöne Wege oder Landschaften konnte bei Spaziergängen durch Hochhhaussiedlungen und Gewerbegebiete nicht erfreuen. Ich finde ja, wenn eine Gegend nichts hergibt, dann muss man da auch nicht zwanghaft einen Cache verstecken. Ich vermute, dass Menschen, die Caches in solchen Ecken verstecken, auch Karneval mögen. Damit schließt sich der Kreis: Falsches Reiseziel zur falschen Jahreszeit.
Nunja, am Meer war es ganz schön, da haben auch unsere Maskottchen mal Seeluft geschnuppert und bestimmte Schilder (siehe Fotos – anklicken!) geben Hoffnung. Den Hinweis, dass man bei Karneval nicht mitmache und deshalb auch niemand Verkleidetes ins Lokal kommt, dürfte man im Rheinland so nicht finden.



Fremder Senf