Das Dörfchen Exton in Südengland, rund 60 Kilometer nordöstlich von Southhampton gelegen, wehrt sich nach einem Bericht der Zeitung “Daily Mail” als erster Ort der Welt, mindestens aber Großbritanniens, mit einem Verkehrsschild gegen den Gebrauch von Navigationssystemen. Ständig würden Lkw-Fahrer damit durch die für sie zu enge Ortdurchfahrt gelotst und stundenlange Behinderungen verursachen. “Do not follow SAT NAV, very narrow road”, heißt es deshalb jetzt mit schwarzer Schrift auf gelbem Grund.
Die kleine Meldung macht deutlich, wie entscheidend die in den Datenbanken von Tele Atlas und Navteq enthaltenen Attribute der Straßen sind, um Routen zu berechnen. Europaweit flächendeckende Daten für Lkw-Routen, die etwa alle Streckenverbote, Tragelasten von Brücken, Kurvengeometrien (Kommt da ein 40-Tonner um die Kurve?) und Durchfahrthöhen von Tunneln kennen, gibt es derzeit nämlich nicht.
In Deutschland existierten Angaben dazu noch bis 2005 in Form des Falk Truckeratlas lediglich auf Papier und im Maßstab 1:160.000. Inzwischen haben die Firmen Bury Technologies sowie Map&Guide auf dieser Datenbasis digitale Produkte entwickelt, die als spezielle Navigationslösungen für den Lkw-Verkehr vermarktet werden.
Fremder Senf