• Da steckt einer dahinter:

    "Geografitti" ist ein Blog rund um das Thema Geoinformation. Die Palette der Themen reicht von ALK über GPS bis Z-Achse. Eine ausgewogene Berichterstattung gibt es allerdings nicht. Geografitti ist subjektiv und allein Sache des Autors.
  • Der Textkoch

    Andererseits ist der Autor durchaus empfänglich für finanzielle Zuwendungen und wird sein schreiberisches Talent sowie sein fachliches Knowhow dann gerne zu ihrem Vorteil nutzen. Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, Fachzeitschriften und Institutionen die sich (wegen oder auch trotz dieser Webseite) dazu entschließen konnten. Nähere Informationen dazu finden sie vor allem unter dem Menüpunkt "Textkoch".

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    Gentechnik kartographiert    

    27

    Februar
    2007

    Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit pflegt seit einigen Jahren ein Standortregister aller Flächen, auf denen gentechisch verändete Lebensmittel angebaut werden. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

    Eintrag im Standortregister

    Insgesamt gibt es 229 dieser etwas kryptischen Einträge. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Deshalb schreit so ein Register geradezu nach einer kartographischen Darstellung, die das Bundesamt aber nicht liefert. Nunja, das Gesetz schreibt ja nur vor, dass die Standorte veröffentlicht werden müssen, aber nicht, dass dies schön übersichtlich in einer Karte zu geschehen hat. Man könnte jetzt darüber spekulieren, dass man es dem Verbraucher nicht zu einfach machen will, die Standorte wiederzufinden, ich vermute aber bei meinen Erfahrungen mit Bundesbehörden, dass man auf die Idee mit der Karte schlicht nicht gekommen ist oder falls doch, die Sache nicht auf die Reihe gekriegt hat (zu kompliziert, zu teuer, müssen wir ja nicht…)

    Wie es geht, haben jetzt drei junge Herren auf ihre Website xzcute.de vorgemacht und mit Hilfe eines Geoinformationssystem (GIS) die Standorte nicht nur kartographiert, sondern auch Zeitreihen aufgemacht, die die Entwicklung des Anbaus dokumentieren. Erkenntnisse:

    1. Die Anbaudichte gentechnisch veränderter Pflanzen in Ostdeutschland nimmt kontinuierlich und überproportional zu.
    2. Die Flächengroße der Standorten nimmt kontinuierlich zu.
    3. Der Zusammenschluss von Gentechnik-kritischen Landwirten verhindert derzeit den Ausbau von Standorten.

    Klassischer und anschaulicher kann der Zuwachs von Erkenntnismöglichkieten durch Analysen mittels GIS fast nicht mehr demonstriertiert werden.


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