Das ist ja wohl das Unterirdischste, was ich seit langem bei Spiegel Online sehen musste.
In einem Beitrag über Googles neuen Streetview-Service, bei dem Straßenkarten flächendeckend mit georeferenzierten, fotografierten Straßensszenen verlinkt sind, empört man sich in bester Bild-Zeitungs-Manie unter dem Titel “Google entblößt Ahnungslose” über den Umstand, dass Passanten ungefragt bei unter Umständen peinlichen Momenten abgelichtet und millionenfach per Internet betrachten werden können, verlinkt aber genüßlich auf jede Bikini-Schönheit und Nasenbohrer, die/den es da zu sehen gibt.
Dafür fehlt in der Berichterstattung jeder Hintergrund oder Verweis auf entsprechende Diskussion oder sogar Urteile, die es hierzulande zu Thema Privatsphäre, Datenschutz und Fotos vom Straßenraum bereits Ende der 90er Jahre gab, als die TeleInfo AG genau das Gleich in Deutschland machte. Das ist wohl der viel gepriesene Qualitätsjournalismus…
Dagegen schreiben Blogger ja nur verquastes Zeug über biometrische Datenbanken von Google zusammen.
Fremder Senf