Auszug aus einem Stellenangebot im Bereich TV-Journalismus:
“Das Volontariat ist auf ein halbes Jahr angesetzt, mit einer Option auf ein weiteres halbes Jahr. Die Vergütung beläuft sich auf Euro 1.200 im Monat.”
Wohlgemerkt, ein bisschen Erfahrung und Fremdsprachenkenntnisse sollen die Bewerber schon haben. Denn für dieses Taschengeld wird folgendes verlangt:
“Ihr Aufgabengebiet umfasst die Themenrecherche, die organisatorische und logistische Vorbereitung der Dreharbeiten, die Assistenz bei der Durchführung der Produktion, sowie der Postproduction und Texterfassung.”
Wie verzweifelt müssen eigentlich talentierte Bewerber sein, die sich auf so ein Drecksangebot einlassen?
Die Branche ist echt auf den Hund gekommen. Kein Wunder, das so viel Scheiße gesendet oder geschrieben wird.
€1200/Monat ist noch relativ ordentlich.
Ich hab Traineeprogramme im Bereich von Umwelt-NGOs für famose €750 bis €900 gesehen. Ersters war in FH, zweiteres in Stgt.
Meine Vermutung ist, dass Krankenversicherung und private Altersvorsorge dabei durchaus wieder Luxus werden, obschon sie’s nicht sein sollten.
Glücklich ist, wer Dipl.-Ing. ist. Das Thema Facharbeitermangel wäre auch mal was für den Blog.
Ist – IMO – eher eine nette journalistische / arbeitgeberverbändliche / etc. Übertreibung. In manchen Branchen mag das in der Tat zutreffen, aber es klingt nach vielen (ökonomischen) Entzugsjahren eben sehr schön.