Wenn man sich langjährig mit bestimmten Themen befasst ist man immer wieder erstaunt, was andere Kommentatoren so zu Papier bringen. Zum Beispiel Sabine Seeger in der Südwest-Presse über das Gezerre um die Galiloe-Finanzierung:
Nach meiner Erinerung haben die privaten Finanziers der Politik das Projekt vor die Füße gekippt, weil ihnen das Risiko zu groß war. Ich bin zwar auch der Überzeugung, dass eine finanzielle Beteiligung der Industrie an einem Satellitennavigationssystem von Anfang an eine zum Scheitern verurteilte Schnapsidee der EU war, aber von Seiten besagter Industrie hat das niemand jemals laut gesagt oder sich Verhandlungen wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit verweigert, aus lauter Angst, sich bei der Politik unbeliebt zu machen und vielleicht bei künftigen Aufträgen nicht berücksichtigt zu werden (doch, doch, so denken die Herren). Also hat man in den Verhandlungen immer höhere Hürden aufgebaut, bis die EU-Kommission die Reißleine gezogen und gesagt hat, okay, so geht es wohl nicht.
Von einer in die Flucht getriebenen Industrie kann dabei aber nun gar keine Rede sein.
Fremder Senf