Die Unternehmen Thales Alenia Space SAS, Finmeccanica, EADS Astrium und EADS Casa Espacio, AENA, Alcatel Espacio, , GMV, Hispasat, Indra, Sener, Thales Air Traffic Management GmbH sowie Thales Communication SA haben sich offenbar auseinandergelebt. Ursprünglich als gemeinsame Teilhaber an Galileo Industries unterwegs, die dann aufgrund schwieriger Namensrechte als European Satellite Navigation Industries firmierte ist dieses Jont Venture nach der Auflösung des Konzessionärs Konsortium wohl demnächst ebenfalls Geschichte. Das melden unter anderem Heise und weitere Medien unter Berufung auf einen Bericht im Handelsblatt. Danach soll die ESA vorläufig den Aufbau des Satellitennavigationssystems Galileo koordinieren.
Parallel dazu verteilt die eigens für die öffentliche Kontrolle des System gegründete Galileo Aufsichtsbehörde (GSA) in Brüssel – da ist mit einer Auflösung nicht zu rechnen, vermutlich nicht mal, falls Galileo nicht gebaut werden sollte – schon mal 25 Millionen Euro aus dem siebten Forschungsrahmenprogramm. Gesucht sind Ideen und Projekte für innovative GNSS-basierte Anwendungen für den Straßenverkehr, innovative GNSS-basierte Anwendungen für mobile standortbezogene Dienste (LBS), GSA-Support (!), Beschleunigung der Einführung von EGNOS in der Luftfahrt sowie GNSS-Anwendungen und Empfänger für den Massenmarkt. Details gibt es hier.
GNSS ist übrigens der international gebräuchliche Oberbegriff für Satellitennavigtionssysteme und steht schlicht für Global Navigation Satellite System, hingegen ist GPS (Global Positioning System) der Eigenname des US-Systems. Aber das ist ist wie Tempo und Papiertaschentuch…
Fremder Senf