Das ist in der Sprache der Diplomatie geradezu ein Wutausbruch:
“Mit großem Unverständnis hat der Verband Deutscher Vermessungsingenieure – Landesverband NRW – den Referentenentwurf zur Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) des Bundeswirtschaftsministeriums zur Kenntnis genommen. (…) Es ist nicht nachvollziehbar weshalb wesentliche Teile des Anwendungsbereichs der HOAI, wie z. B. die Leistungen zur Ingenieurvermessung, nicht mehr geregelt werden sollen.”
So steht es in einer Resolution (PDF) des Verbandes. Und was bringt die Geodäten auf die Palme? Vor allem zwei geplante Regelungen nach denen die HOAI in Ihrem Anwendungsbereich auf Büros mit Sitz im Inland beschränkt wird (Inländer-HOAI) und die Verbindlichkeit der Honorare für vermessungstechnische Leistungen entfällt. Die Honorarsätze zu diesen Leistungen sind lediglich als unverbindliche Empfehlung in einem Anhang zur HOAI aufgeführt.
Tja, das würde mich als selbsständigen Vermesser auch unruhig machen. Aber im Prinzip steht da nur: Herzlich willkommen in der globalisierten Marktwirtschaft. (Neu: Jetzt auch mit Geodäten !!)
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(P.S.: Wieviel dieser Freiberufler stehen wohl der FDP als selbsternannte Speerspitze der Deregulierung nahe? Und wann beeilt sich die FDP, dieser Wählergruppe der selbstständigen Ingenieure und Architekten zu versichern, dass die Sache mit der freien Marktwirtschaft und der Globalisierung natürlich nicht für sie gelten soll, sondern ausschließlich für abhängig Beschäftigte gedacht ist?)
Fremder Senf