Der Geographie-Sudiengang an meiner alten Uni in Oldeburg ist zwar schon lange abgewickelt, aber dafür marschiert die örtliche Fachhochschule zumindest in Sachen Geoinformatik seit Jahren an der Spitze der Entwicklung. Anders als an vielen anderen FHs handelt es sich bei dem Geoinformatik-Studengang in OLdenburg nämlich nicht um ein umgetauftes Vermessungsstudium, sondern um ein echtes Informatikstudium mit Schwerpunkt Geodaten, sprich: die dortigen Absolventen könenen nicht nur ArcGIS bedienen, sondern können Fachschalen und Geodatenbanken programmieren und sind auch schon mal in die Tiefen von Oracle Spatial vorgedrungen.
Jüngste Neuerung: Ab Wintersemester 2008/2009 bietet die offiziell als “Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/ Wilhelmshaven” firmierende FH am Studienort Oldenburg den neu konzipierten Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Geoinformation (GWI) an. Dieser Studiengang kombiniert laut FH Fächer der Wirtschaftswissenschaften mit Inhalten aus dem Bereich der Geoinformation und bietet unter anderem Fächer an, in denen die Themen aus den beiden Bereichen zusammengeführt werden. Als Beispiel nennt die FH das Geomarketing, das “traditionelle Marketingmaßnahmen mit räumlichen Analysemethoden und Werkzeugen unterstützt und verbessert” (nette Kurz-Definition).
Das Studium wurde als Vollzeitangebot mit sieben Semestern entworfen, wobei im letzten Semester ein Praxisprojekt vorgesehen ist. In dieser Studienphase führen die Studierenden eine fachbezogene Tätigkeit in Industrie oder Verwaltung durch, die dann in einer Bachelor-Arbeit mündet. Nach erfolgreichem Studienabschluss wird der Titel “Bachelor of Engineering (B. Eng.) Wirtschaftsingenieurwesen Geoinformation” vergeben. Studiendekan Prof. Dr. Thomas Brinkhoff ist zuversichtlich, dass mit dem zusätzlichen Studienangebot Wirtschaftsingenieurwesen Geoinformation ein großer Erfolg verbunden ist.
Von meiner Seite alles Gute.
Fremder Senf