• Da steckt einer dahinter:

    "Geografitti" ist ein Blog rund um das Thema Geoinformation. Die Palette der Themen reicht von ALK über GPS bis Z-Achse. Eine ausgewogene Berichterstattung gibt es allerdings nicht. Geografitti ist subjektiv und allein Sache des Autors.
  • Der Textkoch

    Andererseits ist der Autor durchaus empfänglich für finanzielle Zuwendungen und wird sein schreiberisches Talent sowie sein fachliches Knowhow dann gerne zu ihrem Vorteil nutzen. Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, Fachzeitschriften und Institutionen die sich (wegen oder auch trotz dieser Webseite) dazu entschließen konnten. Nähere Informationen dazu finden sie vor allem unter dem Menüpunkt "Textkoch".

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    Navi Juristerei    

    28

    Mai
    2008

    Das Handelsblatt (online) betreibt eine Art journalistische Resteverwertung und hat diverse Gerichtsurteile, die bis auf den Umstand, dass es irgendwie um Navigationssysteme geht, inhaltlich nichts miteinander zu tun haben, in etwas Lese-Fastfood verwandelt, für das man bis zur vollständigen Lektüre auch noch drei mal klicken muss. Das wäre ja noch halbwegs okay, wenn es denn wenigsten mit dem Navi als Navi zu tun hätte, aber in erster Linie geht es um die offenbar mitteilenswerte Erkenntnis, das allgemeine Produkthaftungsregeln  und Gewährleistungsrechte auch für Navis gelten. Die Nachricht hinter der Nachricht ist eigentlich eher, dass Otto-Normal-Navinutzer dies erstmal durch Gerichte feststellen lassen muss.

    Dabei gibt es sehr navispezifisiche juristische Fragen: Zum Beispiel, ob den Besitzer eines Navis eine Mitschuld trifft, wenn das gestohlene Gerät dem Dieb unter dem beliebten Knopf “nach Hause” die gespeicherte Heimatadresse des Besitzers liefert, die dann gemütlich ausgeräumt werden kann, weil man sicher sein kann, dass grad niemand dort ist? Alles schon passiert.

    Und wie geht wohl dieser Fall aus? Ein staatlich überwachter und wie sich später zeigte, zu Unrecht als Terrorist Verdächtigter entledigt sich eines GPS-Peilsenders an seinem Wagen und wird nun vom Innenministerium auf Schadensersatz verklagt. Klingt nach Bananenrepublik, passiert aber gerade in Schleswig-Holstein.

    Steht natürlich alles nicht im Online-Handelsblatt.


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