Das klassiche Gespräch zwischen Moderator und Korrespondent. Schön daran finde ich ja, dass man Antworten bekommt, die man von offizieller Seite so nicht hört. Zum Beispiel im Deutschlandfunk zur jüngsten Entwicklung beim Satellitennavigationssytem Galileo:
Frage: Herausgekommen ist bei der Debatte am Donnerstag ein zusätzliches Budget für Galileo. Die Rede ist von fünf Milliarden Euro. Wo haben die EU-Parlamentarier denn das Geld hergenommen?
Antwort: Tja, die lagen da rum in Brüssel.
Wer das ganze Interview nachliest erfährt allerdings auch, wie wenig tatsächlich entschieden wurde und dass die fünf Milliarden Euro das Gasamtbudget für die europäische Weltraum- und Verteidigungspolitik sind. Wie viel davon tatsächlich für Galileo ausgegeben werden, weiß noch niemand wie Peter Welchering als Korrespondent betont.
Übrigens verwechselt Manfred Kloiber als Fragesteller zivile Verwaltung mit ziviler Nutzung, denn dass Galileo ausschließlich für die zivile Nutzung vorgesehen sei, hat nie jemand behauptet, wohl aber dass es ausschließlich zivil verwaltet wird und daran hat sich auch durch den jüngsten Beschluss nichts geändert.
Das schließt natürlich nicht aus, dass das noch passieren wird. Allerdings stellt sich dann die Frage, welchem Militär. Die Existenz einer gesamteuropäischen, kontinuierlich existierenden militärische Struktur habe ich noch nicht bemerkt.
Fremder Senf