• Da steckt einer dahinter:

    "Geografitti" ist ein Blog rund um das Thema Geoinformation. Die Palette der Themen reicht von ALK über GPS bis Z-Achse. Eine ausgewogene Berichterstattung gibt es allerdings nicht. Geografitti ist subjektiv und allein Sache des Autors.
  • Der Textkoch

    Andererseits ist der Autor durchaus empfänglich für finanzielle Zuwendungen und wird sein schreiberisches Talent sowie sein fachliches Knowhow dann gerne zu ihrem Vorteil nutzen. Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, Fachzeitschriften und Institutionen die sich (wegen oder auch trotz dieser Webseite) dazu entschließen konnten. Nähere Informationen dazu finden sie vor allem unter dem Menüpunkt "Textkoch".

  • Info

    Sommerlicher Hoheitssuizid    

    1

    August
    2008

    Von wegen Sommerpause: Das Bundeskabinett befasst sich mit so entscheidenden Dingen wie einem Geodatenzugangsgesetz (GeoZG) und beschliest sogar einen Gesetzentwurf unter Federführung des Umweltministeriums, dessen Chef Sigmar Gabriel schließlich Schirmherr der nächsten Intergeo-Messe ist. Das nenne ich mal Timing.

    Allerdings kann ich mich dem erregten Jubel des Bitkoms nicht ganz anschließen. Bei der Formulierung, das Bundeskabinett  habe “den Markt für Geo-Informationen von einem großen Bremsklotz befreit und ein nationales Portal für Geodaten auf den Weg gebracht” hat wohl die sommerliche Hitze gedankliche Bremsspuren hinterlassen.

    Wenn es Bremsklötze gibt, kann die nämlich kaum der Bund wegräumen, sondern allenfalls die Länder und Kommunen als die größten Geodateneigner. Das Problem dabei: Sie sind die Bremsklötze. Sie müssten sich quasi selber aus dem Weg räumen. Eine Art Hoheitssuizid. Und der Flickenteppich von regionalen, kommunalen und Landes-Geodatenportalen in Deutschland hat bislang auch noch nichts beschleunigt. Was nützen aufwändig gezimmerte Portale, wenn dahinter kleine Zimmer mit großen Schlössern stehen und den Reisenden aufhalten (oder umgekehrt? Hoheitssuizid?..Die Luft im Büro hier steht aber auch…)

    Dazu passt übrigens die Meldung von ESRI, künftig ArcGIS mit direktem Zugriff auf die Geodaten von Microsofts Virtual Earth Plattform auszustatten, sozusagen Geobasisdaten und Luftbilder ab Werk mitzuliefern. Das nenne ich Bremsklotzbeseitigung. Jetzt müsste nur noch ArcGIS zu Open Source erklärt werden und heidewitzka, der Markt würde aber sowas von explodieren (….33 Grad, ich muss pinkeln…), dass dem Bitkom die Trümmer seiner Pressemeldung mit läppischen zehnprozentigen Zuwachsraten um die Ohren fließen fliegen.


    4 Kommentare über Sommerlicher Hoheitssuizid

    1. Herr D. aus W. sagt:

      Ach so, Ergänzung. DAS ATKIS Modell mit.. Ach ichtrinkliebremeinbier Das machen die auch. Verdienen aber Geld dabei. MI.: Profilehrgutsammler oder Freibiergesichter. INTERGEO bei MI. Kaufen bei E. und saufen bei M.I. Und immer die letzten…. Weil es gibt ja noch was bei E..

    2. Herr D. aus W. sagt:

      Nach meinen aktuellen Gesprächen am Markt: Pferd ist tot. Es erhalten derzeit einige GDI Beamte in Hannover und in Frankfurt ihre Jobs am Leben. A 13 glaube ich. Dafür würde ich auch gerne unsinnige Vorträge und Power Points machen. Wer sagt das den Jungs denn mal? Map Info vielleicht. Die Getränkeversorgung für unsere Bundesbeamten lief ja über den Map Info Stand auf der letzten Intergeo.
      Herr T. mach das doch mal. Mach doch mal eine Micus Studie, indem 10 Vertriebler aus dem Markt gefragt werden und nicht Assessoren des Vermessungswesens, die auf sich selber … Und dann noch die Bitkomm, die alles glaubt, weil Fu…S.. das so will um Hardware für GDI Projekte zu verkaufen, die dann gar keiner mehr braucht.
      Wirtschaft schickt lieber einen Flieger mit Mustererkennung über eine Stadt als zu versuchen einen Termin mit der Stadtvermessung zu bekommen. Flieger geht schneller, weil Leiter der Stadtvermessung lieber oben genannte PPT` s in Foren präsentiert, wo dann auch nur Vermesser sind, aber kein Kunde.
      Und auf der Intergeo wird es wieder einen Stand des BKG, D21 etc. geben, die nichts, aber auch gar nichts produktives machen. Außer: Breit getretener Quark wird nicht stark. Versagt hat hier der DDGI. Man sollte die gleiche Erklärung wie beim CeGI unter die Auflösung des DDGI setzen. Mit einem Unterschied. CeGi war eine Orga, um Rabatte für Systemhersteller aus dem US-amerikanischen Markt realiesieren zu können. Immerhin, es wurde was versucht. NRW X Mio. Die Republik XXX mio versenkt. Das hat der DDGI nie geschafft.

    3. Paul sagt:

      und dann findet man auf geoportal.bkg.bund.de unter “Download Geodaten” doch tatsächlich einen Hinweis auf die frei herunterladbaren Vorwahlbereiche der Netzagentur während die Suche nach “Gemeindegrenzen” keine Treffer liefert.

      Wenn wollen die eigentlich an der Nase herumführen? Ja, uns alle, die wir mit unseren Steuergeldern den Aufbau öffentlicher Geodaten finanziert haben. Die jetzt draufsitzen und sie nicht herausgeben, die bezahlen wir ja auch …

    4. Herr D. aus W. sagt:

      Das ist die deutsche Tote Pferd Politik. Oder besser der Selbsterhaltungstrieb des BKG und der GDI-DE Kommission. Die merken das doch gar nicht was google und Microsoft machen.

    Kommentieren

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

    *


    *

    Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

    Eigener Senf

    Switch to our mobile site