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    RapidEye gestartet    

    29

    August
    2008

    Das RapidEye-Satellitenprojekt hat seine wichtigste Hürde genommen: Vor rund zwei Stunden sind die fünf Erdbeobachtungssatelliten mit einer umgebauten russischen SS-18-Rakete von Baikonur aus ins Weltall gestartet. Vor gut 20 Minuten gabs den ersten Funkkontakt mit den Satelliten.

    RapidEye ist ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und einer gleichnamigen Firma aus Brandenburg (Stadt, nicht Land) als so genanntes Public Private Partnership (PPP) getragenes Vorhaben, von dem sich alle Experten einen Quantensprung hinsichtlich der schnellen (und kommerziellen) Verfügbarkeit von hochaufgelösten Satellitenbildern versprechen.

    Die Basis dafür liefern fünf baugleiche, kühlschrankgroße Satelliten, die seit heute auf einer gemeinsamen sonnensynchronen Umlaufbahn in ungefähr gleichen Abständen zueinander die Erde in knapp 700 Kilometer Höhe umkreisen. Da sich die Satelliten quer zur Flugbahn schwenken lassen, kann theoretisch jeder Punkt der Erde somit mindestens einmal am Tag erfasst werden. Sollten also beispielsweise Wolken die Aufnahme eines benötigten Punktes verhindern, besteht im Gegensatz zu anderen Systemen bereits 24 Stunden später die Möglichkeit zu einer erneuten Aufnahme. Mit einer Aufnahmebreite von rund 80 Kilometern und Aufnahmekapazitäten bis zu 1.500 Kilometern pro Orbit wird das System auch in der Lage sein, großflächige Gebiete innerhalb kürzester Zeit zu erfassen. In geringem zeitlichen Abstand können zudem Aufnahmen eines Gebietes aus verschiedenen Sichtwinkeln aufgenommen werden. Aus den daraus resultierenden stereoskopischen Aufnahmen lassen sich zum Beispiel digitale Geländemodelle herstellen. Zudem sind die Satelliten auch mit Infrasrotsensoren ausgestattet, was zum Beispiel Vegetationsanalysen der Bilder erlaubt, wie sie für Ernteprognosen gebraucht werden.

    Anlässlich des Starts hatte das Unternehmen RapidEye heute vormittag zu einer Launch-Partie an die Havel geladen und wie es sich Photogrammetrie-Experten, Satellitenbauer und Ingenieure gehört, wurde auch für derlei Festivitäten der zeitliche Ablauf genauestens berechnet:

    Sehr exakter Ablaufplan der Startfeier


    5 Kommentare über RapidEye gestartet

    1. Pingback Geografitti - nicht nur Geografisches » Blog Archive » Erstes RapidEye-Bild

    2. ttm sagt:

      Der Vorsteuerabzug schafft ja nicht die Steuer ab. Irgendwo am Ende der Kette zahlt direkt oder indirekt immer jemand. Der Abzusghaube gehts übrigens bestens, was allerdings den Herd betrifft…

    3. Paul sagt:

      oops?

      Wie das jetzt, hat TTM jetzt schon ein Ohr im BMF und munkelt man dort den Vorsteuerabzug abzuschaffen?

      Oder tapeziert TTM die Küche dort wo früher einmal ein Abzugshaube war mit privat gekauften Satellitenbildern?

      ;-) )

    4. ttm sagt:

      Da zu der genannten Summe noch mal rund 60.000 Euro Mehrwertsteuer hinzukomen, profitiert Vater Staat sogar davon.

    5. Paul sagt:

      Eigentlich ist ja die Preisliste schon etwas interessanter als der Feierplan oder hätte ich schreiben sollen: die Planfeier?

      Für schlappe 316.819,80€ gibt es einmal Deutschlanddaten flächendeckend. Vergleicht man das mit dem Preis der immer noch nicht fläcnendeckenden Hauskoordinaten aus der amtlichen Vermessung ist das doch ein Spottpreis oder?

      Denn die Aufbereitung der Hauskoordinaten ist ja schon aus Steuermitteln (also unserem Geld) voll finanziert.

      Wer macht da jetzt was grundfalsch mit seinen Preisen?
      Fragt sich Paul.
      Und weiss auch schon die Antwort ;-) )

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