• Da steckt einer dahinter:

    "Geografitti" ist ein Blog rund um das Thema Geoinformation. Die Palette der Themen reicht von ALK über GPS bis Z-Achse. Eine ausgewogene Berichterstattung gibt es allerdings nicht. Geografitti ist subjektiv und allein Sache des Autors.
  • Der Textkoch

    Andererseits ist der Autor durchaus empfänglich für finanzielle Zuwendungen und wird sein schreiberisches Talent sowie sein fachliches Knowhow dann gerne zu ihrem Vorteil nutzen. Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, Fachzeitschriften und Institutionen die sich (wegen oder auch trotz dieser Webseite) dazu entschließen konnten. Nähere Informationen dazu finden sie vor allem unter dem Menüpunkt "Textkoch".

  • Info

    Familientreffen    

    19

    September
    2008
    19 September, 2008 von in Geogeschäfte Antworten

    Zwei Tage Kompetenzforum Geomarketing, das sind auch zwei Tage Branchenklatsch an der Café-Theke. Die fünfte Auflage der Veranstaltung markiert einen merkbaren Wandel: Waren in den Vorjahren tatsächlich zahlreiche Kunden und Anwender von Geomarketing-Lösungen unter den Besuchern dominierend, ging dieser Anteil diesmal zurück und die Insider prägten das Bild. Das heißt nicht, dass keine Interessenten und potenziellen Anwender da waren. Die Spreizung des Wissensstandes unter den Besuchern wurde an Hand der Rückfragen nach den Vorträgen aber schnell deutlich: Es gab die Neulinge, aber mehrheitlich waren Branchenvertreter vor Ort.

    Ein weiteres Indiz: Der meistgefragte Vortrag war der des Juristen Nikolaus Forgó, der über Datenschutz und Urheberrecht bei Geodaten referierte und mit seinen Ausführungen eindeutig die Anbieter von Daten und Lösungen adressierte, die dann auch reichlich das Plenum des ehemaligen Bundestages bevölkerten.

    Forgó machte übrigens deutlich, dass die ganze Thematik viel komplizierter ist, als sich so manch Anbieter oder auch Datenschützer das vorstellt, hauptsächlich weil die Gesetzeswerke und Vorschriften nicht mit den technnischen Entwicklungen Schritt halten. Das eröffnet den Juristen nämich reichlich Spielraum für Interpretationen und teleologische Gesetzes-Exegesen, die nach Sinn und Zweck von Gesetzen fragt und auf diese Weise Datenschutzregelungen zum Beispiel aus den allgemeinen Persönlichkeits- und Grundrechten ableitet, was naturgemäß zu mehr als einer juristschen Auffassung führt. Aber gut, zwei Juristen, drei Meinungen, das kennt man ja. Forgó hat immerhin die Spannbreite des Interpretationsraumes aufgezeigt und deutlich gemacht, wo der gesicherte Boden des Konsens endet und das Eis der Interpretation beginnt. Ob die versammelten Anbieter von Geodaten deswegen jetzt viel schlauer sind, vermag ich aber nicht zu sagen.

    Übrigens gibt es noch ein letztes, ganz persönliches Indiz, das auf mehr anwesende Anbieter als Anwender schließen lässt: Ich durfte mir (mal wieder) Beschwerden über den ein oder anderen Beitrag dieses Blogs anhören und wurde mit so netten Worten wie “Mir Ihnen red ich nicht mehr..” begrüßt. (Haha, das ist natürlich stets ironisch gemeint und natürlich redet mann dann meist umso mehr miteinander.)

    Erfahrungsgemäß passiert mir das aber nur bei Veranstaltungen mit hoher Insider-Dichte.


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