Bremer Karten und schlaue Polizei
23. September 2008 | Von ttm | Rubrik: Am Wegesrand(Ich wollte in der Überschrift nicht schon wieder “Fundstücke” schreiben)
Rechtzeitig zur Intergeo haben sich die Bremer Vermesser ein eigenes Kartenportal in bekannter Nutzerführung geleistet: maps.bremen.de. Worin genau der Mehrwert gegenüber Google, Openstreetmap oder Microsoft besteht, habe ich aber nicht verstanden. Es ist trotz amtlicher Daten genau so richtig oder vollständig, wie jedes andere Angebot.
Das Manager-Magazin entdeckt Geocaching als neuesten Freizeit-Trend und verbreitet Hoffnung:
“Bei der Polizei kennt man die Bewegung jedoch inzwischen schon sehr gut, so dass die Beamten meist schnell durchschauen, dass es sich bei der vermeintlichen Bedrohung nur um einen Cache handelt.”
Auf dem ersten Blick fallen die Hausnummern in der höchsten Detailstufe und die Aktualität der Bremer Kartenanwendung (siehe A281 und Wat*rfront) auf. Das gilt aber nicht für die umgebenden niedersächsischen Daten.
Und das in Bremen hat auch noch Geld gekostet. Steuergelder für einen Dienst, den kein Mensch braucht. Hat Wiegand (Map24) schon vor 10 Jahren besser gemacht. Jetzt hat er, und das gönne ich ihm, sein Portal für zig Mios verkauft. Soviel Umsatz machen alle LVA´s, das BKG et. in 50 Jahren nicht zusammen. Verpulvern aber für Portale Unmengen von Geld, die nicht von der Wirtschaft genutzt werden. GDI-DE für nix. Wer stoppt diesen Wahnsinn endlich mal. Die Wirtschaft ist mit Geodaten in vertikalen Märkten 10-20 Jahre den amtlichen voraus. Es ist eben einfacher einen Flieger zu kaufen, als mit diesen Assessoren, die nur ihre „Amtlichkeit“ kennen, zu verhandeln. Die Deutsche Bahn wollte mal die ALK als Raster für alle Liegenschaften bei der amtlichen Vermessung kaufen. Das war nicht möglich, obwohl die Bahn noch 100 staatlich war und Beamte mit Beamten verhandelt haben. Das lief gegen Wand, weil die Vermesser einfach nur bockig waren, wie kleine zickige Mädels.