Der Kartentisch beschreibt eine Neuerung bei Google Maps: Nahverkehrsnetze für zahlreiche Großstädte. In Deutschland zum Beispiel Berlin, Köln und Düsseldorf. Das steckt aber noch in den Kinderschuhen und ist auf den ersten Blick weit von vollständig und richtig entfernt.
Die Haltestellen waren schon zuvor vielfach in den Karten verzeichnet, auch mit Angabe der dort haltenden Linien und Verlinkung zum entsprechenden ÖPNV-Anbieter. Neu ist die Abbildung der Netztopologie, allerdings ohne genaue Linienführung zwischen den Haltepunkten. Das Ergebnis sind Nahverkehrsnetze, die irgendwo in der Mitte zwischen dem bekannten U-Bahn Schemaplan und einer echten kartographischen Darstellung liegen. Nach meinem Kenntnisstand hat Navteq solche Daten in der Pipeline, das heißt das jetzt zu Nokia gehörende Unternehmen arbeitet daran, die Navigationsmöglichkeiten mit seinen Daten um das ÖPNV-Angebot zu erweitern – möglichst weltweit mit Blick auf den Handynutzer in den Metropolen des Planeten. Genau dafür reicht die Netztopologie plus geokodierter Haltepunkte aus.
Es sieht auf den Karten und erst recht auf dem Luftbild aber einfach doof aus, wenn eine Straßenbahnlinie quer durch die Hauszeilen brackert.
Fremder Senf