Orginal Wortlaut einer aktuellen Polizeimeldung aus Düsseldorf:
“Mit Sonderrechten (Blaulicht/ Martinshorn) begab sich eine Streife der Bundespolizei, am gestrigen Nachmittag gegen 17.15 Uhr, zur Hammer Eisenbahnbrücke. Ein Lokführer hatte hier spielende Kinder im Gleisbereich gemeldet. Vor Ort trafen die Beamten zwar keine Kinder mehr an, fanden dafür aber direkt am Gleiskörper eine Kunststoffdose. Der Inhalt gab ihnen zunächst ein Rätsel auf, welches aber nach Durchsicht schnell gelöst wurde. Es waren Utensilien, die bei dem sogenannten “Geocaching” verwendet werden, u.a. ein Logbuch, ein Geocoin sowie diverse Erinnerungsstücke. Geocaching ist eine GPS- Schnitzeljagd, bei der Spielteilnehmer einen Schatz mittels GPS Daten aufspüren müssen. Der ” Schatz” war direkt neben den Gleisen einer vielbefahrenen Strecke abgelegt worden, wo Züge mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h verkehren. Die Spielteilnehmer werden eindringlich vor dem Betreten der Bahnanlagen gewarnt. Da die Bundespolizei das Spiel grundsätzlich nicht unterbrechen möchte, hat sie mit Experten Kontakt aufgenommen die den Eigentümer der gefunden Schatzkiste ermitteln können um eine Rückgabe zu ermöglichen.”
Ein von der Polizei beigefügtes Foto des Caches macht es allerdings nicht schwierig, die “Besitzer” zu identifizieren (würde mich ja mal interessieren, welche “Experten” die Bundespolizei da in Anspruch nimmt):
Demnach ist es dieses Fundstück und siehe da: Im Prinzip existiert dieser Cache bereits seit dem 20. Oktober 2008 gar nicht mehr und ist seit 5. Dezember archiviert. Streng genommen stimmt die Aufschrift auf der Dose also nicht mehr.
Das Gute daran: Mit der Pressemeldung hat man es schwarz auf weiß, dass die Bundespolizei Geocaching nicht nur nicht unterbrechen will, sondern zusätzlich die ausrangierten Dosen ihren Besitzern zurück geben möchte. Vermutlich mit beigelegter Rechnung.
Fremder Senf