Zu behaupten, ich sei vor gut zehn Tagen in dem Country-Musik Konzert einer Chinesin gewesen, ist vermutlich die größtmögliche Annäherung an einen Aprilscherz. Andererseits gibt einem eines der auf diesem Konzert entstandenen YouTube-Filmchen zu denken:
Okay, das Stück ist möglicherweise etwas untypisch für die Dame, hat aber Spaß gemacht. Abgesehen davon ist Vienne Teng als Kind taiwanesischer Eltern in San Franzisko (!) geboren und gibt als musikalische Vorbilder unter anderem Simon & Garfunkel an. Da findet sich ja stets ein gewaltiger Schuss Country & Western (“Wir können beides…”).
Gewöhnlich ist Mrs. Teng etwas ruhiger, so die Abteilung Singer/Songwriter und lebt als solche jetzt standesgemäß in New York. Aber bevor ich noch mehr alberne Sachen über Musik schreibe, zur Demonstration besser noch ein Hörbefehl, auch aus dem Konzert im alten Pfandhaus in Köln:
Sichtbar wird, wie dicht das Publikum in dieser Location der Künstlerin auf die Pelle rückt. Das muss man auf der Bühne aushalten wollen und Teng wollte und genoss es wohl auch. Das wurde spätestens bei der Zugabe deutlich, als das Publikum den Chor bildete und Teng zum filmischen Gegenschlag ausholte und ihrerseits die Zuhörer ablichtete (das Filmchen habe ich allerdings noch nicht gefunden):
So, das war nun wirklich unplugged, also insgesamt ein ziemlich intimes Konzert an einem fantastischen Ort. Dass ich Vienna Teng als meinen jüngsten Musiktipp weitergebe, ist inzwischen wahrscheinlich deutlich geworden. Wie begeistert ich bin, wird auch daran deutlich, das ich ausdrücklich auf weiteres Geschwafel verzichte und einfach noch ein Filmchen einbinde. Das Publikum war im wahrsten Sinne des Wortes aufnahmefreudig und die Künstlerin reagiert darauf grundsätzlich recht entspannt. Mal gucken ob Paul Simon das auch so gelassen sieht….
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