Die EU lockt wieder mit Ausschreibungen zu GMES und INSPIRE: Die Generaldirektion Unternehmen und Industrie (DG Enterprise) der Europäischen Kommission gibt eine Vorinformation zur geplanten „Implementierung eines ersten GMES-/Kopernikus-Dienstes für den Zugang zu raumbezogenen Referenzdaten”.
Es geht um einen zentralen Dienst für notwendige Referenzdaten (auch Geobasisdaten genannt), der einen einheitlich gestalteten Zugang zu den Anbietern dieser Referenzdaten bietet. Die Daten müssen nach den Vorgaben der INSPIRE-Richtlinie (Infrastructure for Spatial Information in Europe) zugängig gemacht werden, sprich: Schnittstellen und Datendienste aufgebaut werde.
Da es große Unterschiede in den Rahmenbedingungen und der Verfügbarkeit von Daten und Datenquellen innerhalb und außerhalb der EU gibt, ist die Ausschreibung in zwei Lose unterteilt. Los Nummer 1 widmet sich den Zugang zu europäischen Referenzdaten mit einem voraussichtlichen Budget zwischen 2,5 und 2,7 Millionen Euro. Gegenstand des Loses Nummer 2 ist der Zugang zu ausgewählten internationalen Referenzdaten. Das hier voraussichtlich zur Verfügung stehende Budget liegt zwischen 300.000 und 500.000 Euro.
(Unberücksichtigt bleiben bei dieser Ausschreibung die großen Unterschiede in den Rahmenbedingungen und der Verfügbarkeit von Daten und Datenquellen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland mit seinen 16 Landesvermessungsbehörden, aber man kann ja von Brüssel aus nicht alles berücksichtigen…)
Voraussichtlicher Beginn des Vergabeverfahrens ist der 15. Mai 2009.
Fremder Senf