Angesichts der schlechten Wirtschaftsprognosen sind Informationen darüber, wo Geld und Aufträge abzuholen sind, mutmaßlich guter Lesestoff. (Hmm… eigentlich ist das immer guter Lesestoff…). Wie auch immer: Deswegen ein Blick nach Brandenburg:
Dort prüfen Innenministerium, der Landesbetrieb Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB) sowie die Investitionsbank des Landes Brandenburg gerade Förderanträge mit einem Gesamtvolumen von rund zehn Millionen Euro für die Umstellung analoger auf digitale Daten. Insgesamt stehen bis zum Jahr 2011 für Projekte rund um den Aufbau von Geodateninfrastrukturen Fördermittel in Höhe von mehr als 29 Millionen Euro zur Verfügung. Es sind also noch 19 Millionen zu verteilen. Das Geld stammt vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
LGB-Präsident Heinrich Tilly rät Interessenten, etwaige Förderanträge zügig zu stellen. Eine Verlängerung der Förderung über das Jahr 2011 hinaus oder eine Erhöhung des Mittelansatzes seien nicht vorgesehen und nicht zu erwarten. Fördermittel gibt es insbesondere für Maßnahmen, die die Interoperabilität und Verfügbarkeit von Geodaten, ein effizienten und Ressourcen schonenden Umgang mit vorhandenen Geodaten, sowie den Zugriff von Bürgern, Verwaltung, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Wissenschaft auf unterschiedliche Geodaten, Geoinformationsprodukte und Geodienste ermöglichen oder verbessern.
Von der Gesamtfördersumme entfallen 18 Millionen Euro auf kommunale Vorhaben und 9,2 Millionen Euro auf Landesprojekte. Zwei Millionen stehen als Unterstützung unmittelbar für private Unternehmen zur Verfügung.
Antragformulare können im Internet heruntergeladen werden unter: www.ilb.de/rd/programme. Eine Kurzinformation zur EFRE-Förderung für den Aufbau der Geodateninfrastruktur in Brandenburg findet sich im Internet unter: gdi.berlin-brandenburg.de
Fremder Senf