• Da steckt einer dahinter:

    "Geografitti" ist ein Blog rund um das Thema Geoinformation. Die Palette der Themen reicht von ALK über GPS bis Z-Achse. Eine ausgewogene Berichterstattung gibt es allerdings nicht. Geografitti ist subjektiv und allein Sache des Autors.
  • Der Textkoch

    Andererseits ist der Autor durchaus empfänglich für finanzielle Zuwendungen und wird sein schreiberisches Talent sowie sein fachliches Knowhow dann gerne zu ihrem Vorteil nutzen. Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, Fachzeitschriften und Institutionen die sich (wegen oder auch trotz dieser Webseite) dazu entschließen konnten. Nähere Informationen dazu finden sie vor allem unter dem Menüpunkt "Textkoch".

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    Noch ein Förderprojekt…    

    10

    Juli
    2009
    10 Juli, 2009 von in Am Wegesrand Antworten

    Weil mir gerade das Blog mit leicht unqualfizierter Kritik vollgekotzt wurde, möchte ich allen Besitzern entsprechend empfindlicher Mägen gleich noch ein weiteres Brechmittel nachreichen. Ich nehme mir allerdings die Freiheit zu behaupten, dass ich auch dieses Steuergeld ganz gut angelegt finde. Achja, und diesmal arbeite ich nicht mal für das Förderprojekt…

    Die Pressemitteilung im Wortlaut:

    Das Center for Geoinformation, CENALO und EFTAS starten mit dem NRW-Förderprojekt GeoNet NRW

    Das Projekt zur Förderung der Geoinformationswirtschaft in Nordrhein-Westfalen soll die noch nebeneinander existierenden Bereiche Geoinformation, GMES und Galileo/SatNAV vereinigen und dadurch neue Wertschöpfungsketten etablieren.

    Jeder der drei Projektpartner ist zunächst für die Entwicklung eines Themenfeldes vorrangig verantwortlich. Da der Vernetzungsgrad innerhalb der drei Themen unterschiedlich ausgeprägt ist, sind auch die Anforderungen an die Koordinierungsstellen verschieden. Während es im Geoinformationsbereich bereits zahlreiche, eng zusammenarbeitende, regionale Netzwerke gibt, und das Center for Geoinformation daher vor allem mit der Koordination der Netzwerke untereinander befasst ist, müssen die Firmen EFTAS GmbH für das Thema GMES (Global Monitoring for the Environment and Security) und die CENALO GmbH für den Bereich SatNav/Galileo erst Netzwerke etablieren bzw. ausbauen und die Akteure zusammenführen.

    Neben dem Aufbau bzw. der Koordinierung der einzelnen Themenbereiche besteht die wichtigste Aufgabe des Projektes wohl darin, alle drei Themenfelder miteinander, mit anderen Bereichen der IT-Wirtschaft und vor allem mit potentiellen Nutzerbranchen zusammenzuführen. Die Leistungsfähigkeit und der Innovationsgrad der nordrhein-westfälischen Geoinformationswirtschaft sollen in unterschiedlichen Nutzermärkten präsentiert werden, um dadurch Arbeitsplätze am Standort zu sichern und zu schaffen.

    „Die Kombination von bestehenden Entwicklungen aus den Bereichen Geoinformation, GMES und SatNav untereinander und mit anderen Bereichen der IT – z.B. Mobile Anwendungen, IT-Security, RFID usw. – schafft echte Wertschöpfungsketten. „Durch diese interdisziplinäre Vorgehensweise wird die Etablierung eines Exzellenzfeldes am Standort Nordrhein-Westfalen gefördert“, so Dr. Bodo Bernsdorf, Geschäftsführer des Center for Geoinformation.

    Das Projekt GeoNet NRW wird mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der EU unterstützt und läuft bis Ende 2011. Bereits während der Laufzeit werden nachhaltige Strukturen etabliert, so dass ein Fortbestehen der Projektergebnisse auch über 2011 hinaus gesichert ist.


    4 Kommentare über Noch ein Förderprojekt…

    1. Mr. X sagt:

      @dorfkind
      Es geht mir auch nicht darum, pauschal auf die LW einzuhauen, aber auch da ist es sicherlich so, dass es sinnvollere (zB == umweltvertärglichere) und weniger sinnvolle (zB == Exportsubventionen, da die andere Politikziele (EZ) konterkarieren) Projekte gibt.
      Nur hattest Du ja ein paar Bsp genannt und auch in der Ostförderung sind Mrd. verbrannt worden für sehr zweifelhafte Projekte.
      Und der Punkt ist doch, dass Forschungs- und Innovationsförderung eben sehr wichtige Aufgaben sind. Natürlich muss es ordentlich gemacht werden, weil (na klar) auch da viel Humbuck läuft. Was mich stört ist die Pauschalität Deiner Aussage.

    2. dorfkind sagt:

      @Mr.X
      Beim Thema Subventionen ist es ja immer einfach als erstes den erhobenem Zeigefinger auf die Landwirtschaft zu richten.
      Eine Kuh benötigt nun mal einen gewissen Anteil Futter und eine gewisse Zeit ausgewachsen zu sein und Milch zu geben. Getreide und andere Ackerfrüchte weisen auch eine gewisse Wachstums- und Reifeperiode auf. Welchen Strukturwandel hättest du denn da gern in der Landwirtschaft? – Noch ein paar chemische Mittelchen zum beschleunigten Wachstum mehr, komplett chemisch hergestellte “Nahrungs”-mittel? Da würde es natürlich noch Potential geben! Hauptsache billig und ohne Subventionen!?

      Ich nehme mir nicht heraus jedes Förderprojekt zu bewerten. Geschätzt die Hälfte dieser Projekte sind aber wirklich sehr zweifelhaft und der Nutzen erschliest sich mir so gut wie nicht!

    3. Mr. X sagt:

      Oh man, diese Aussage ist doch ein bisschen arg pauschal. Sicher gibt es andere wichtige Aufgaben, aber Forschung und Innovationsförderung ist sicherlich auch eine! Nur ist es mit der Forschung halt immer so eine Sache: Nicht alles was mensch so forscht klappt dann auch, aber wenn er es gar nicht tut, gerät er halt wirtschaftlich schnell ins Hintertreffen und wird komplett vom Strukturwandel überrollt.
      Und da soll die EU dann wieder Mrd. reinpumpen, wie seit Jahrzehnten in die Landwirtschaft??

    4. ma sagt:

      Mich stört gar nicht das NRW Fördergelder ausgibt (ich lebe Gott sei Dank in einem anderen Bundesland was auf anderen Wegen Steuergelder verschwendet ;-) ) ,aber das EU-Gelder ausgegeben werden die möglichweise für anderen Aufbauarbeit u.a. Integration der Ost-Erweiterung, Kartellrecht usw. besser angelegt sind, das ärgert mich :-(

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