Hatten wir hier ja lange nicht: Fundstücke und Meldungen aus des weltweiten Weiten des Netzes.
- Orientierungsschwierigkeiten im Zoo? In Osnabrück kann man sich jetzt die Standorte der einzelnen Tiergehege als GPX-Datei herunterladen. Etwas übertrieben vielleicht, so groß dürfte der Zoo Osnabrück nicht sein, aber bitte….
- TomTom jetzt auf dem iPhone: Das niederländische Unternahmen hat angkündigt, eine entsprechende Navi-Applikation kann heute im Laufe des Tages im iTunes App Store von Apple erworben werden. Kostenpunkt: 69,99 Euro für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dafür wird auch intelligentes Routing versprochen, dass die statistischen Verkehrsbelastungen berücksichtigt. Für 99,99 Euro gibt es Westeuropa und die Standorte der fest installierten Radargeräte zur Geschwindigkeitskontrolle in elf europäischen Ländern. Natürlich nicht in Deutschland.
- Noch bis 30 Oktober kann man sich bei der NAVTEQ Global LBS Challenge 2010 registrieren, ein Entwicklerwettbwerb rund um ortsbezogene Dienste. Die Hersteller von Mobilfunkgeräten aller Art sponsorn die Veranstaltung und verlangen zumeist Wettbewerbsbeiträge auf ihren Produkten. Zumindest nicht kommerzielle Anwendunge dürfen aber dieses Jahr auf jedem Gerät laufen (so lange man Navteq-Karten verwendet). Esrtmals gibt es auch diverse Kategorien wie “Best Use of User Generated Content (UCG)“, „Best Use of Location-Based Advertising“ und „Best Use of Pedestrian Content“.
- FluGGS ist schon lange das Flussgebiets-Geoinformationssystem des Wupperverbandes, ursprünglich nur zum internen Gebrauch entwickelt, seit geraumer Zeit aber auch mit zahlreichen Anwendungen im Internet präsent. Vieles, wenn nicht das Meiste benötigt ein Passwort und mag keine Popup-Blocker, aber frei und die jüngste Neuerung ist ein Infodienst für Kanufahrer. Gezeigt werden die aktuelle Pegelstände und daraus abgeleitet in grün die gerade per Kanu befahrbaren Strecken sowie in rot jene Abschnitte, in denen der Wasserstande und/oder Naturschutzbelange Kanufahren nicht zulässt. GPS-Koordinaten für die zugehörigen Ein- und Ausstiege gibts auch.
- Der neue iPhone-Konkurrent Palm Pre telefoniert mehr oder weniger heimlich nach Hause und übermittelt dabei einmal pro Tag die GPS-Koordinaten seines Besitzers bzw. des Smartphone-Standortes sowie die jeweils genutzten Applikationen an den Hersteller. Das hat der kalifornische Debian-Entwickler Joey Hess vor zwei Tagen in seinem Blog veröffentlicht. Um die Datenübertragung abzustellen müsse man laut Hess das Betriebssystem WebOS hacken. Palm sagt etwas anderes und verweist auf Anfrage des britischen Online-Dienstes “The Register“ auf seine Privacy Policy. Man behandle die Geodaten vertraulich und nutze diese, um den Usern lokalisierte Informationen via Google Maps zur Verfügung zu stellen. Was andere Palm-Modelle sonst nach Hause senden, ist offenbar noch nicht genauer untersucht worden.
Fremder Senf