Hagen Graeff, Ehrenpräsident des Deutschen Vereins für das Vermessungswesen (DVW) und Generalbevollmächtigter dieses Berufsverbandes für die Intergeo hat bisweilen einen drolligen Humor. Auf dem gerade beendeten Pressefrühstück zum Start der Kongressmesse bemerkte er angesichts der aktuellen Aussellerzahlen (475) und der Ausstellungsfläche (rund 25.000 Quadratmeter) sowie der erwarteten 15.000 Fachbesucher, das Highlight der diesjährigen Intergeo sei die Veranstaltung selbst, also irgendwie der Umstand, dass sie stattfinde. “Das sieht bei anderen Messen in diesen Tagen ganz anders aus.” Zudem könne ja jeder über die Messe gehen und sich seine Höhepunkt selbst suchen.
Okay, das hat er etwas freundliche formuliert, aber im Prinzip war das der Kern der Aussage. Andererseits kann ich Graeff auch verstehen. Die rituelle Frage der versammelten Fachpresse, welche Höhepunkt die diesjährige Intergeo denn so zu bieten habe, ist einfach langweilig. Und wenn man seit Jahren auf diesem Podium sitzt, kann man offenbar der Versuchung nicht immer wiederstehen, der Journaille auf den Weg zu geben, doch gefälligst ihre Arbeit selber zu machen.
In diesem Sinne, werde ich mich jetzt mal ein wenig auf der Messe umschauen…
Fremder Senf