• Da steckt einer dahinter:

    "Geografitti" ist ein Blog rund um das Thema Geoinformation. Die Palette der Themen reicht von ALK über GPS bis Z-Achse. Eine ausgewogene Berichterstattung gibt es allerdings nicht. Geografitti ist subjektiv und allein Sache des Autors.
  • Der Textkoch

    Andererseits ist der Autor durchaus empfänglich für finanzielle Zuwendungen und wird sein schreiberisches Talent sowie sein fachliches Knowhow dann gerne zu ihrem Vorteil nutzen. Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, Fachzeitschriften und Institutionen die sich (wegen oder auch trotz dieser Webseite) dazu entschließen konnten. Nähere Informationen dazu finden sie vor allem unter dem Menüpunkt "Textkoch".

  • Info

    Nur noch Speziallösungen    

    29

    Oktober
    2009
    29 Oktober, 2009 von in Googles Kugel Antworten

    Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis Google aus seinen ganzen Geodaten eine mobile Version zur Navigation strickt. Und es ebenfalls nur eine Frage der Zeit, bis dieses Angbeot auch in Europa verfügbar sein wird. Spätestens dann wird es kaum mehr möglich sein, für Navigationsdienste und Appplikationen auf dem Handy noch ein Salär einzufordern, es sei denn man hat wirklich außergewöhnliche Features und Zusatzinfos.

    Das Thema mobile Navigation als Geschäftsmodell ist damit aber noch längst nicht beerdigt, es wird dann langfristig allerdings kaum noch Geld im Consumer-Market, sondern nur noch mit Speziallösungen zu verdienen sein. Insofern trifft es sich gut, dass mit dem Projekt Navitest NRW gerade in Herne und sowie im Raum Haardt Testinfrastrukturen für solche speziellen Navilösungen aufgebaut werden. (Anmerkung: Ich bin in Sachen Öffentlichkeitsarbeit in das Projekt eingebunden).

    Solche Speziallösungen sind zum Beispiel alle Anwendungen, die eine genauere Ortung verlangen, als jene günstigstenfalls drei Meter (häufig eher schlechter), die handelsübliche GPS-Receiver systembedingt anbieten können. Solche Lösungen sind sämtliche Anwendungen der Radfahrer- und Fußgängernavigation, die sich nicht mit dem bislang gebräuchlichen Knoten-Kanten-Modell zufrieden geben können. Solche Lösungen sind Anwendungen, die präzisere und weitaus informativere Navigationsdaten verlangen, als die bislang am Markt verfügbaren Angebote. Dafür werden im Rahmen von Navitest NRW neue Verfahren entwickelt, solche Daten auf der Basis von Luftbildauswertungen schnell, kostengünstig und falls gefordet auch mit individuellen Inhalten wie Betriebs und Firmengeländen herzustellen. Es gibt darüber hinaus eine Vielzahl potenzieller Zielpunkte und Points of Interest im gewerblichen Umfeld von der Laderampe bis zum Trafohäuschen, die keine Postadresse besitzen und deshalb mit keinem Navi zu finden sind – ganz unabhängig davon, dass bei Navteq oder Tele-Atlas über eine Milion Straßenkilometer in Deutschand bewusst nicht enthalten sind, weil diese Wege für den öffentlichen Verkehr gar nicht frei gegeben sind. Gleichwohl gibt es zahlreiche Nutzer, die an Navigationslösungen ein starkes Interesse haben, die diese Wege berücksichtigen, zum Beispiel in der Forst- und Landwirtschaft.

    All diese Bereiche der Navigation wird Google niemals individuell bedienen können (und wollen) und in all diesen Bereichen sind die Preise weniger den Gesetzen des Massenmarktes mit ihren tendenziell fallenden Preisen unterworfen, sondern das Maß der Dinge ist der ROI des einzelnen Kunden. Das ist natürlich eine schwierige Entwicklung für Anbieter wie Tomtom, Garmin oder Navigon, aber für manchen Mittelständler auch eine große Chance.


    21 Kommentare über Nur noch Speziallösungen

    1. Pingback Gadget Geil - Geografitti - nicht nur Geografisches

    2. Geoalphaman sagt:

      Wer die Geschichte GIS und Geodaten in NRW kennt und weiss wie viel Geld hier schon verbrannt wurde, angefangen von einer Studie (die machen immer noch weiter damit), die Geodaten als den Wirtschaftsfaktor definiert hat, über das Servingo Projekt, über den Terramapserver, über den Piloten Ruhr und über den CeGI, der muss bei allen Projekten des Landes NRW zu diesem Thema einfach skeptisch sein. Vielleicht war das auch ein Grund die Landesvermessung der Bezirksregierung zuzuordnen. Immerhin waren die Vermessung in NRW und die Staatskanzlei die treibenden Kräfte. Oder waren es gute Vertriebler aus US-amerikanischen Unternehmen, die dies der Verwaltung eingeredet hatten. Der Boni ist überall am Werke. Und deshalb ist in NRW einfach erst mal Skepsis grundsätzlich angebracht wenn mal wieder Geodatenbasierte Projekte auf den Schirm kommen. Vielleicht ist Navisat auch die Antwort auf das was in Bayern zu dem Thema läuft. Ähnliche und vergleichbare Projekte laufen hier bereits. Einfach mal recherchieren.

    3. paul sagt:

      “Deswegen stört mich auch diese Tonfall so leicht schräg von oben, der “die Wirtschaft” per se für schlauer hält.”

      Bis auf den Bereich Banken liegt das vielleicht daran, dass es in dem eine Fall dem Risiko des unternehmerischen Handeln zukommt, wenn ein Flop gelandet wird. Das hat schon eine grundsätzlich andere Qualität als wenn unser aller Steuergeld versemmelt wird, so wie es in zahlreichen dubiosen Projekten in der Vergangenheit der Fall war z.B. Trickfilmstudio Oberhausen, TerraMapServer, Cegi …

      Per se schlauer ist das nicht, Erfolg und Misserfolg werden aber anders finanziert.

      Und so stehen halt Projekte, die aus Sicht der geneigten Leser weniger am Markt vorbeigehen, oft in anderem Licht …

      Und schon klar: Innovation braucht auch Misserfolge

    4. ttm sagt:

      Na endlich mal was handfestes. besten Dank. Schöner Eintrag!

      Direkt dazu: Es ging in dem Blog-Beitrag nie um den GIS-Markt, sondern ausschließlich um den Consumer-Markt für mobile Navigation. Den würde ich zum GIS-Markt nicht wirklich hinzuzählen. Und dort könnte Google jetzt dem etablierten Anbietern, also jenen die an den Endverbraucher Standard-Navi-Lösungen verkaufen, das Geschäft etwas schwerer machen. Darus habe ich den Schluss gezogen, das künftig eben auch dort eher mit Speziallösungen im B2B Geld zu verdienen ist, der Navigationsmarkt insofern dem GIS-Markt ähnlicher wird, weswegen sich Chancen öffenen, wenn man nicht mit direkt mit Google konkurriert. Google wird dabei weder als positiv noch als negativ beurteilt, sondern als schlichtes Faktum hingenommen.

      Was den ROI des einzelnem Kunden betrifft. Hier wurde das gesamte Konzept von Navietst NRW schlicht nicht verstanden. Gemeint ist jener Endanwender, der sich eine Spezial-Navilösung für sein Business zulegt, zum Beispiel für sein Workforcemanagement oder sein ÖPNV-Angebot. Dieser Kunde muss sich ausrechnen, ob sich sein Investment lohnt, oder es auch mit handelsübichen billigen oder auch googelig kostenlosen Angeboten geht. Und genau bei dieser Rechnung gibt es einen Schwellenwert, was die Speziallösung kosten darf, damit der ROI stimmtt. Navietst NRW bietet für die Entwicklung dieser Speziallösungen eine Umgebung, eine Infrastruktur, die die Entwicklungskosten senken sollte, damit a) die Marktentwicklung angekurbelt werden kann und b) auch KMUs mit gewöhnlch geringeme Eigenkapital die Chance haben, sich hier eine Nische zu schaffen. Es geht also nicht um den ROI von Navitest NRW oder den ROI eines Anbieters auf dem GIS Markt. Die öffentliche Förderung ist exakt durch die genannten Punkte a) und b) begründet und daher politisch gewollt.

      Letzteres ist wie jede Form der Wirtschaftsförderung natürlich hinterfragbar, aber die Existenz von Politk und Wirtschaftsförderung ist wie Google ein Faktum. Und natürlich stecken in einem solchen Konzept Annahmen, die sich später als falsch erweisen können. Es gibt allerdings eine unendliche Zahl von Businessplänen aus “der Wirtschaft”, die dieses Phänomen teilen. Deswegen stört mich auch diese Tonfall so leicht schräg von oben, der “die Wirtschaft” per se für schlauer hält.

    5. N. ichtmehr Nurso sagt:

      Na dann mal sachlich und fachlich auch für Nicht-Kenner der \”Geoszene\”:

      Hier wurde gebloggt, dass angeblich zukünftig
      1. nur noch Speziallösungen am Markt gefragt seien
      2. das ganze am Beispiel der (mobilen) Navigation, weil
      3. angblich u.a. Dank Google der Consumer-Market kein Geld mehr abwerfen würde

      Die GIS-Branche mal abgesehen von
      a) den Anbietern TeleAtlas, TomTom (jetzt OneCompany), Navteq jetzt zu Nokia gehörend und den Endgerätenanbieter für Navigation hat noch nie Geld im Consumer Market verdient, weil

      GIS bzw. GEO ist ein klasssiches B2B Geschäft. Und die Firmen in aus a) haben damit kaum den ROI hinbekommen. Dehalb auch die Aufkäufe von klassischen B2C Anbietern (übrigens wie Google).

      Bitte hinsichtlich dieser Fakten den letzten Absatz des Bloggers beachten, wo vom ROI des einzelnen (oder am einzelnen) Kunden gesprochen wird. Das ist auf GIS-Anwendungen völliger Blödsinn. Die Branche verdient schon immer sein Geld (die meisten mehr schlecht als recht) mit Speziallösungen eben im B2B-Markt. Übrigens gestern wie morgen.

      Das ist das, was ich hier eigentlich zum Ausdruck bringen möchte: Google als klassische Werbeplattform mit einem riesigen ROI (!) wird ins neagtive Licht gerückt (was nicht heissen soll dass ich ein Google-Fan bin). Aber Google versteht es eben. Und unter scheinbar fachlichen Aspekten (z.b. knoten-kanten modell) wird hier den Lesern vorgegaugelt, dass zukünftig nur noch Speziallösungen am ROI des einzelnen KUnden ausgemacht als Business-Modell funktionieren soll. Das ist einfach sowohl branchenspezifischer (GEO/GIS) wie auch betriebswirtschaflticher Blödsinn, der hier verzapft wird. Sorry, es ist aber so. Sogar innerhalb der Zielgruppe B2C ist es nicht richtig dargestellt, weil heute noch Millionen von EUR z.B. bei BMW verdient werden, weil man für ca. 2.500 EUR das Navi Professionell mitbestellt.

      Das ist das eigentlich verheerende hier und auch in der Branche: Man meint von der Wirtschaft was zu verstehen. Auch das ist leider so, auch wenn es mir Leid tut, das so zu schreiben. Und immer diese Psydo-Sozi-Aspekte: Google pfui und OpenWhatAuchImmerMap ist super. Überhaupt OpenSource, alles Super. Ist es eben nicht. Ist schwierig. Vor allem lizenztechnisch. Aber ich schweife ab. Es ist und bleibt ein Geschwür der Branche, dass viele Dinge absolut subjektiv dargestellt werden. Das liest sich dann wie all die Studien, die was prognostizieren, was zu 99% nicht so eintreten wird. Wenn EFTAS und LOGIBALL in finanziellen Schwierigkeiten waren, dann lag es am fehlenden ROI des einzelnen Kunden ;-) ))

    6. ttm sagt:

      Verdammt, erwischt. Was für eine Enthüllung. Spitzenrecherche. Ich meine, ich habe schon im Beitrag dezent angedeutet, dass ich für Navitest NRW tätig bin. Aber war wohl nicht dezent genug…Jetzt kann ich einpacken.

    7. Geoalphaman sagt:

      Stimmt. man sollte sachlich bleiben und sich nur an Fakten halten. Im ersten Newsletter ist der Inhaber dieses Blogs als Mitarbeiter von EFTAS dargestellt. Auch ein spannender Aspekt.

      Das NavitestNRW-Konsortium stellt sich den Fragen der Teilnehmer. V. l.: Olaf Ludwig
      (GEOsat), Peter Loef (CENALO), Timo Thalmann (EFTAS), Oliver Buck (EFTAS), Michael
      Henke (VCS) und Bodo von Unruh (LOGIBALL)

    8. Ich muss sagen: Ich bin ebenfalls ein bisschen erstaunt. Vielleicht liegt’s daran, dass ich nicht aus der Branche komme und mich deshalb nicht auskenne, wie hier üblicherweise untereinander diskutiert wird. Aber den einen oder anderen Kommentator wollte ich ja als Gast in meinem Haus nicht haben.

    9. paul sagt:

      ich versuche mal, die vorgetragene Argumentation analog auf Projekte im Bereich Kernenergie zu übertragen:
      Wenn der öffentliche AG nur das Geld gibt und sonst nicht operativ beteiligt ist …

      jetzt wird mir schlecht und ich muss erst mal die Tastatur abwaschen

    10. ttm sagt:

      Hmm.. genau so etwas, wie den letzten Eintrag meine ich mit Niveau. Da geht es nicht mehr um die Sache, sondern um persönliche Grundhaltungen, gepaart mit ein paar frechen Behauptungen (“mangelnde Fachkompetenz”). Übrigens habe ich nicht gesagt, wer Kritik übt, ist niveaulos, sondern die Kritik entbehrt eines gewissen Niveaus. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.

      Dazu noch ein paar Feststellungen:

      1. Zum Projekt: Es gibt offenbar zwischen mir und einigen andere kritischen Zeitgenossen unterschiedliche Interpretation des Ausdruckes “Beteiligung von Behörden”. Ich habe glaube ich hinreichend deutlich gemacht, wie ich diesen Ausdruck meine, nämlich direkte operative Beteiligung an einem Projekt. Das ist bei Navitest NRW schlicht nicht der Fall. Das Ministerium agiert als Auftraggeber eines Forschungsprojekts. Punkt. Das Projekt kann man ja gerne als unsinnig, überflüssig oder Steuerverschwendung kritisieren, aber dann bitte beim Ministerium. Oder von mir aus auch beim Projekt-Konsortium. Ach nee, die haben allesamt kein Blog, wo das so einfach geht…

      2. Der Hinweis, dass ich grundsätzlich für diesen Projekt tätig bin, steht bereits im Eintrag. Transparenter kann man doch kaum sein. Wo wird etwas “vorgegaukelt” ?

      3. Ich kenne das Phänomen schon seit langem: Aus dem Umstand, dass man im Auftrag eines Unternehmen tätig ist, wird mit großer Selbstverständlichkeit geschlossen, dass damit automatisch jede Freiheit der Beurteilung des Unternehmens (oder Projekt) aufgegeben wurde. Wer mir dies grundsätzlich unterstellt, sagt tendenziell wenig über mich und wesentlich mehr über sich aus. Man kann das jetzt glauben oder es sein lassen: Ich fände das Projekt auch dann spannend und berichtenswert, wenn ich nicht dafür arbeiten würde. (Im übrigen kriege ich die Schreiberei hier schon gar nicht bezahlt).

      4. Umgang mit Kritik? Kein Problem: Die Kommentarfunktion ist offen, die Kommentare werden nicht vor Veröffentlichung geprüft, man darf hier ziemlich anonym seinen Senf verbreiten und Löschungen git es eigentlich nur, wenn Rechte Dritter betroffen sind, was zivil- und/oder strafrechtliche Konsequenzen haben könnte. Man sieht, ich bin ein großer Anhänger des freien Wortes, auch auf die Gefahr hin, den ein oder anderen Troll zu päppeln. Nur gehört auf einen groben Klotz eben auch ein grober Keil. Damit muss man der Kommentierer leben. Aber ich bin ganz sicher: Der kriegt das hin.

      5. Der berühmte chinesische Sack Reis: Falls der Kommentator in dem Fall Recht hat, ist er ein Troll. Will er kein Troll sein, gibts keinen geplatzten Sack. Und für alle weiteren Kommentare besorg ich mir schon mal etwas Popcorn…

    11. N. ichtmehr Nurso sagt:

      @Geoalphamann, Paul und die anderen Leser: Und genau das ist das Problem eines Bloggers, der auch noch im Auftrag von Redaktionen angebliche Fachartikel, natürlich völlig neutral nur auf der Sachebene schreibt. Fachlich nur die Oberfläche zu kratzen ist nicht das Problem. Das ist eher normal für Freie Journalisten. Schlimm ist, dass einem 1. eine gewisse Fachkompetenz únd 2. die inhatliche Neutralität einfach nur vorgegaugelt wird. Hier bloggt einer, an dem die Geobranche krankt. Schlimm genug, dass diejenigen, die den Journalist beauftragen, es selber nicht sehen bzw. die Alternative(n) fehlt(en). Aber auch das wird sich ändern. Wie alles im Leben. Am Ende hat die Meinung des Autors hier die Wirkung eines Sack Reis, der in China platzt.

    12. Geoalphaman sagt:

      Ich fasse mal zusammen. Wer Kritik übt ist Niveaulos. Ok kann auch ein Umgang mit Kritik sein. Auf welchem Niveau bewegt man sich denn hier wirklich? Ist eine Behörde dabei? Ja. Wurde zunächst behauptet das keine Behörde dabei sei? Ja. Also. Über welches Niveau unterhält man sich hier?

    13. paul sagt:

      autsch …

      Paul: ist sekptisch, was die Ergebnisse öffentlich (bezahlter) Projekte angeht …

      ttm: der öffentliche Geld- und Auftraggber ist nicht am Projekt beteiligt …

      Jetzt erst verstehe ich den eigentlichen Sinn dieser kreativen Textgestaltung.

      Paul dankt für die Aufklärung und wünscht ein schönes Wochenende …

    14. ttm sagt:

      Rolle rückwärts? Ich sagte ja niedriges Niveau, das nicht mal in der Lage zu sein scheint, die operativ beteiligten Partner im Projektkonsortium vom Auftraggeber zu unterscheiden.

    15. paul sagt:

      das ist aber jetzt schon außerordentlich sportlich, diese Rolle rückwärts …

      29. Oktober 2009 16:43
      “an Navitest NRW und den dort stattfindenden Entwicklungen ist einfach keine Behörde beteiligt.”

      30. Oktober 2009 11:04
      “ist das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie Geldgeber des Projekts – man könnte auch sagen Auftraggeber …”

    16. ttm sagt:

      In der Tat ist das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie Geldgeber des Projekts – man könnte auch sagen Auftraggeber oder Kunde. Daran ist im Übrigen nichts Verwerfliches, weit über 90 Prozent aller Auftraggeber im Bereich der Geoinformation sind Behörden und amtliche Stellen. Die ganze Branche lebt mehr oder weniger davon. Das IST der Markt.

      Ganz nebenbei: Insgesamt finde ich das Niveau der hier geübten Krtik beschämed niedrig. Das ist in weiten Teilen nicht mehr als der Nachweis permanenter intellektueller Notwehr. Fachbegriffe aus dem Controlling, die man auch gut vertständlich “Deckungsbeitrag” nennen kann, sind neben der Spur, wenn man das Geschäftsmodell schlicht nicht verstanden hat. (Jaja, ich weiß schon, was jetzt für Ergüsse über “Geschäftsmodelle und Behörden” kommt. Geschenkt.)

      Entweder man will sich dezidiert mit der Sinnhaftigkeit dieses Projekts auseindersetzen, dann biite miit fundierten und konkreten Argumenten, oder man begnügt sich damit, seine Vorurteile zu pflegen. Dazu gehört übrigens auch das “Google-hat-das-alles-schon”-Lied. Stand nicht schon im Ausgangsposting, dass es um individuelle Lösungen mit erhöhten Anforderungen an Präzsion und Genauigkeit geht, die Google exakt nicht bedient? Welcher Teil dieser Darstellung wurde genau nicht verstanden?

      Ansonsten darf man natürlich unterschiedlicher Einschätzung darüber sein, ob professionelle Navigationsanwendungen ,wie sie sich mit Navitest NRW entwicklen lassen, einen ausreichenden Markt bieten, um die mit dem Projekt aufgebaute Infratrtuktur künftig wirtschaftich und gewinnbringend zu betreiben. Eine dauerhafte Finanzierung des Betriebs durch das Land ist jedenfalls nicht vorgesehen. Aus solchen unterschiedlchen Einschätzungen ensteht übrigens so etwas wie Marktgeschehen, bei dem der eine Chancen sieht und der andere Risiken.

    17. paul sagt:

      “an Navitest NRW und den dort stattfindenden Entwicklungen ist einfach keine Behörde beteiligt.”

      Wie bitte?
      Das sieht man wohl nur so, wenn das Konsortium die Brille zahlt.
      Ohne die Kohle vom Ministerium gäbe es das Projekt doch gar nicht.

    18. N. Urso sagt:

      Nur noch Schwachsinn,

      indem “Nur noch Speziallösungen” propagiert werden, bei denen “Nur noch der ROI des einzelnen Kunden” zählt – “der ROI des einzelnen Kunden”. Was ist das bitte für ein betriebswirtschaflticher Schwachsinn, der hier verzapft wird?! Das schreibt jemand, der vom DBIII weniger Ahnung haben wird als vom Knoten-Kanten-Modell. Vielleicht ‘das’ Hauptproblem der Geo-Branche im Gegensatz zu Google?! Der eigentliche Schwachsinn ist aber, auf diesen inhaltlich-fachlichen Mist mit einem Blogeintrag zu reagieren.

    19. Geoalphaman sagt:

      Also. vor 6 Monaten wollte eine Firma noch eine mobile GIS Applikation verkaufen. Das was angeboten wurde liefert Blackberry mit Google als Standard im Vertrag. Da werden jetzt ganz andere als GIS Firmen weitere Lösungen auf Basis von Google bauen und verkaufen. Das sind die CMS Anbieter. Die werden, bevor Navisat ein Ergebnisse hat verkaufte Produkte haben. Aber das war doch absehbar. Welcher Gutachter hat denn das Navisat Projekt genehmigt. „ Der Clou von NavitestNRW besteht darin, das damit erstmals satellitenbasierte Ortungsdienste und webbasierte Geodatendienste integriert zusammen gebracht werden. Denn ein Mehrwert für den Nutzer entsteht immer erst, wenn er nicht nur die eigene Position kennt, sondern zusätzliche Informationen zur Umgebung erhält“. Hallo Aufwachen. Auch die PR Abteilung von Navisat. Das macht Google. Wenn einer Karten macht, dann macht der auch irgendwann Routing und Services. Ok. Die öffentliche Vermessung hat das konsequent verpennt. Navisat wird nie ein Produkt verkaufen, weil Google das schon haben wird oder ein Google Partner das macht ohne Google Partner sein zu müssen und ohne je mit Navisat in Kontakt zu sein und ohne Kenntnis von dem ganzen Geodatenkram. Das Geheimnis Geodaten ist kein Geheimnis mehr. Ruhr3D/mit dem RVR hat es doch auch schon gemacht und setzt auf Virtual Earth. Warum auch nicht. Ist halt eine GIS Plattform, wo wie sie mal die EIS Fraktion wollte.

    20. ttm sagt:

      Ich kann die prinzipeile Skepsis ja verstehen, aber an Navitest NRW und den dort stattfindenden Entwicklungen ist einfach keine Behörde beteiligt.

    21. paul sagt:

      Warum kann ich auch nach 35 Jahren in der Geobranche immer noch nicht daran glauben, dass aus dem öffentlichen Bereich und den dort geförderten Projekten in übersehbarer Zeit Lösungen entstehen, die im realen Leben wirklich brauchbar und bezahlbar sind ?

    Kommentieren

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

    *


    *

    Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

    Eigener Senf

    Switch to our mobile site