• Da steckt einer dahinter:

    "Geografitti" ist ein Blog rund um das Thema Geoinformation. Die Palette der Themen reicht von ALK über GPS bis Z-Achse. Eine ausgewogene Berichterstattung gibt es allerdings nicht. Geografitti ist subjektiv und allein Sache des Autors.
  • Der Textkoch

    Andererseits ist der Autor durchaus empfänglich für finanzielle Zuwendungen und wird sein schreiberisches Talent sowie sein fachliches Knowhow dann gerne zu ihrem Vorteil nutzen. Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, Fachzeitschriften und Institutionen die sich (wegen oder auch trotz dieser Webseite) dazu entschließen konnten. Nähere Informationen dazu finden sie vor allem unter dem Menüpunkt "Textkoch".

  • Info

    Krisenkarten Haiti    

    15

    Januar
    2010

    Was für ein Timing: Erst am Montag hat netzpolitik.org in einem Interview die freie Mapping-Software Ushahidi vorgestellt, die speziell zur kartographischen Aufbereitung von Krisensituationen in Echtzeit  durch georeferenzierte SMS-Nachrichten konzipiert wurde – heute hat die Community des Projekts eine Plattform für das Erdbeben in Haiti veröffentlicht. Freiwillige sichten und bewerten dafür Twitter-Nachrichten aus Haiti, deren Informationen sie in die Karte einpflegen.

    Auch bei OpenSstreetMap bemüht man sich um Haiti. Aus einer eher rudimentären Karte der Hauptstadt Port au Prince wurde in kurzer Zeit eine detaillierte Darstellung. Das kommt den Machern des OpenRoute Service zu Gute, die  bereits vor zwei Jahren beim Wirbelsturm Ike in Haiti für die Vereinten Nationen einen Routingservice auf Basis der Daten von OSM aufgebaut haben und auch jetzt wieder aktiv sind. Der Vorteil dabei: Die Hilfsorganisationen erhalten nicht nur eine Karte plus Routing, sondern auch die Infarstruktur um unpassierbare und zerstörte Wege problemlos und ad-hoc in der Karte abzulegen und diese Informationen so zügig weitergeben.

    Der Satellitendatenlieferant Digital Globe offeriert Hilfsorgansiationen bis Ende Januar einen freien Zugang zu aktuellen Satellitenbildern von Haiti. Man habe bis 28. Januar 23 Satellitenkonstellationen zur Verfügung, die es erlaubten jeweils Aufnahmen des Landes zu liefern. Eine Galerie von Schadensanalysen durch diese Bilder auf der Website des Unternehmens macht den Nutzen deutlich.

    Unter welcher Zahl von Beben und Nachbeben Haiti derzeit leidet, macht die Karte unten deutlich.  Jeder rote Punkt steht für das Epizentrum eines Erdbebens. Oben rechts ist Port au Prince erkennbar. Das Bild stammt vom Natural Hazard Support System des US Geological Service.


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