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    AdV behält Film für sich    

    15

    September
    2010
    15 September, 2010 von in Mess(e)wesen Antworten

    Die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen in Deuschland (AdV) – eine Art Kultusministerkonferenz der Vermesser – hat einen Film über die Arbeit der Vermesser machen lassen. Zu Inhalt und Machart des Streifens kann ich nach einmaliger Sichtung noch nicht viel sagen. Erster Eindruck: Solide, etwas behäbig, schrammt leicht an der Langeweile vorbei, aber erklärt recht anschaulich das Thema Vermessung – jedenfalls so wie die Vermessungsverwaltungen in Deutschland das Thema begreifen. Das wird übrigens auch durch den Verbreitungsweg des Filmes deutlich. Er ist ausschließlich auf der AdV-Homepage anzugucken. Einfache Einbindung in andere Webseiten? Fehlanzeige. Nutzung in Webauftritten von Landesvermessern, vermessungsnahe GIS-Anbietern und ÖbVIs? Wenn überhaupt, offenbar nur auf individuelle Anfrage und mit spezieller Erlaubnis der AdV. Creative Commons? Virales Marketing? Nie gehört. So versemmelt man Chancen und vermutlich auch (öffentliche) Gelder, denn ganz umsonst gabs den Streifen ja wohl nicht.

    Mehr als der ganze Film, macht eigentlich dieses ungewollte Statement das ganze Selbstverständnis des AdV deutlich: Was wir an Daten produzieren, bleibt erstmal bei uns.
    Wie reagiert der netzaffine Nutzer? Mit Tools wie Downloadhelper. Und achja, die gute alte 90er Jahre Verlinkung.


    10 Kommentare über AdV behält Film für sich

    1. Geoman sagt:

      Das erste mutige Bundesland ist Bremen. 1,1 Mio Verlust. Kleines Land. Im Schnitt rechnen wir mal 2 Mio. pro LVA und Jahr. Mal alle Bundesländer mit Risikoaufschlag sind das 20 Mio. pro Jahr. Aber wo sind die Milliarden, die uns die ADV und das BKG versprochen haben? Warum dürfen die immer noch auf der Intergeo ausstellen um zu zeigen, wie man Verluste produziert. Kontrolliert das denn keiner? Ich mach mal eine Anfrage im Sinne des IFG zum Thema ADV, BKG zum Thema Kosten für Öffentlichkeitsarbeit, Bin mal gespannt was da raus kommt. Weiss das aber schon vorher

    2. Pingback Intergeo 2010: Noch kein Fazit - Geografitti - nicht nur Geografisches

    3. Geoman sagt:

      Die ADV soll doch einfach ttm mit der Öffentlichkeitsarbeit beauftragen. Er (ist manchmal auch grantig) ist einer der besten Fachjournalisten mit großem Gespür für die Inhalte des Marktes. Er sollte die Jungs auch mal so richtig beraten. Ich kenne die Scene selber. Da spielen Vermesser Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Das ist wie wenn ein Maurer Heidi Klum zeigen soll wie sie Mode präsentieren soll. Geht gar nicht.
      Bei der Millimeterfraktion gibt es aber auch Außnahmen. Mal nach Hessen schauen. Was Dr. Borchert da alles geschafft hat. Er kann halt auch die Sprache der Industrie und konnte deshalb viel umsetzen, wozu andere sich nie trauen würden.
      Ich wünsche allen eine tolle Intergeo.

    4. AS sagt:

      @Geoman
      Ich muss dich leider entäuschen ich bin kein Beamter und möchte auch keiner werden! Ich finde es einfach unmöglich zum meckern, dass der Film nicht benutzt werden kann, wenn man (ttm) nicht einmal nachfragt. Und da geht es nicht um “… großzügiger- oder auch gnädigerweise die Erlaubnis …”, sondern darum, dass Gemecker ohne ausreichende Recherche, einfach ausgedrückt blöd ist.

      Übrigens:
      Landesvermessungsämter dürfen mit ihren Produkten nicht werben wie Privatunternehmen, da sie den Markt mit ihren steuerfinanzierten Erzeugnissen nicht stören dürfen! Ausnahmen sind die Landesbetriebe (wie z.B. das LGN, was es ja auch nicht mehr lange gibt). Wirbt ein LVermA mit seinen Daten massiv, geht ein Aufschrei durch die Branche, sie würden den Privatunternehmen steuerfinanzierte Konkurrenz machen. Werben sie nicht mit ihren Produkten, kommt ein Artikel wie der obige zustande.

      Das wirkliche Problem der Landesvermessung in Deutschland ist vielmehr, dass die einheitlichen Beschlüsse in der AdV von den Ländern nicht einheitlich umgesetzt werden. Nach dem Motto, wenn mein Land in der AdV einem Beschluss zustimmt, muss ich ihn in meinem Land nicht umsetzten. Das führt dann dazu, dass die ATKIS-Daten in Deutschland nicht einheitlich sind und dies ist sehr verkaufshemmend. Wer will schon “einheitliche” ATKIS-Daten, Karten usw., die in jedem Bundesland anders aussehen.
      Wie auch im Bereich der Bildung ist auch in der Geobranche die Kleinstaaterei in Deutschland eine Katastrophe.

    5. Geoman sagt:

      Ich erinnere mich an die Geobusiness Tagung in Mainz beim ZDF, wo der damalige Präsident der ADV versucht hat zu erklären, warum man mit den Geodaten Milliarden verdienen kann. Das war nachher in der Diskussion eigentlich nur noch peinlich für ihn. Eben verbohrter Verteidiger von Erbhöfen im Kampf um Existenzberechtigungen. Der Artikel von ttm ist nicht “Bildzeitung” er ist eigentlich noch viel zu lieb geschrieben. Der erste Satz von AS macht klar. Der Autor ist ein Beamter. “Man muss ja fragen, auch wenn man was positives verbreiten will”. Wann hört das endlich mal auf in diesem Land und wann merkt die Politik endlich, das man eine AdV überhaupt nicht braucht. Weil, einig sind die sich nicht untereinander, ich meine die Ämter der einzelnen Länder.
      Aber: Der Film ist echt gut. Ehrlich. Er ist für fast alle Zielgruppen gut, denen man erklären will, was Geodaten machen und welche Methoden notwendig sind für die Erfassung. Kann man Mutti zeigen und auch in der Schule. Ist ein Pluspunkt für die AdV. Verstanden habe ich aber nicht den Hinweis im Film auf das Thema Navigation. Das machen doch die Anbieter selber mit den Daten. Grade die AdV hat es doch verpasst hat – wegen der Unkenntnis der potentielle Märkte – ATKIS Daten routingfähig zu machen. Da haben dann andere die Milliarden gemacht. In Industrieunternehmen wären hier im Management Köpfe gerollt. Aber, man ist ja hoheitlich und nicht angreifbar. Als Politiker, der die enormen Etats der LVA´s sieht würde ich mich schon fragen, ob nicht einfach einiges durch OSM, BING oder Google ersetzen kann. Bin mal gespannt, ob bei der AdV wieder ein Schild steht auf einer Standparty “Geschlossene Gesellschaft” damit ja keiner dazu kommt der da nicht hingehört.

    6. ttm sagt:

      @AS: Kritikpunkt nicht verstanden.
      Es geht nicht darum, ob man auf Nachfrage großzügiger- oder auch gnädigerweise die Erlaubnis bekommt, einen Film zu verwenden. Das ist die hoheitliche Haltung des 19. Jahrhunderts. In den USA sind solche von Behörden erstellten Daten schlicht gemeinfrei. Stehen sie im Netz, wird dann zumeist eine direkte Downloadmöglichkeit angeboten. Nicht so bei der AdV. Eine andere Variante wäre eine bewusste Creative Common Lizenzierung und Einbindung in Portale wie vimeo, youtube etc, was wiederum die umstandlose und sofortge Einbindung in Webseiten Dritter erlauben würde – ohne jede Nachfrage. Ich halte das für den selbstverständlichen Standard, wenn ich einen filmischen Inhalt im Web verbreiten möchte und ich gehe mal davon aus, dass der AdV möchte, dass möglichst viele Menschen den Film sehen. Aber so werden sie das eben nicht hinkriegen. Ergo: Chance vertan.

    7. AS sagt:

      Hast du denn überhaupt nachgefragt, ob evtl Du den Film hier einbinden darfst??

      Fall nicht ist dies hier ein sehr platter Artikel in Bildzeitungsmanier. Bei der AdV und den Vermessungsämtern kann man in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und Datenabgabe/marketing sicher eine Menge Kritikpubkte finden, aber dann bitte gut recherchiert und nicht so platt an dem, meiner Meinung doch recht gut gelungenen, Film.

    8. ttm sagt:

      Ich nutze Firefox mit JS auf dem Mac (OS X 10.6.4) und das Filmchen funktioniert problemlos. Habe aber auch gerade erst gestern den Flash-Player 10.1 installiert, weil Firefox 3.6.9 rumgemosert hat. Ist ja immer irgendwas.

    9. -jha- sagt:

      “Diese Funktion steht nur zur Verfügung, wenn Sie Javascript eingeschaltet haben.”
      Da scheint es noch mehr Probleme zu geben, denn bei diesem Firefox ist JS definitiv nicht abgeschaltet.
      Geht das vielleicht nur im IE?

    10. mo-cacher sagt:

      Sehr schön die Denke der Verwaltung pointiert – und danke für den Link!

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