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    Intergeo 2011: Veränderte Tonlage    

    27

    September
    2011
    27 September, 2011 von in Mess(e)wesen Antworten

    Meine ersten, wohlgemerkt sehr subjektiven Eindrücke nach den ersten Stunden Intergeo: Die Tonlage hat sich verändert. Das bezieht sich auf die Intergeo-Story, die große Erzählung zum Daseinszweck der Messe. Bis vor einigen Jahren war das stets eine Story wirtschaftlicher Expansion: Die Intergeo ist der größe Marktplatz der Geoinformationswirtschaft. Die Rede war von neuen Märkten und Anwendungsfeldern, die Durchdringung der Welt mit Geodaten (“80 Prozent aller Entscheidungen..”) und so wurde die Bedeutung der Messe und des Kongresses unterstrichen. Gern wiederholte Stichwörter lauteten: Wertschöpfungsketten, Marktentwicklung, Public Private Partnership.

    Seit ungefähr 2006/2007 wurde diese Erzählung nicht mehr so strapaziert. Ich tat mich schwer, die Intergeo einzuordnen und verbuchte das Ganze zunehmend als eine Art Familientreffen, eine Selbstvergewisserung der Branche, dass sie existiert und dies mit ein paar gut gefüllten Messehallen wenigstens einmal im Jahr anschaulich für sich und andere demonstriert. Kontakte zu US-Besuchern, die in ihrer Heimat nichts vergleichbar Umfangreiches kannten, unterstrichen diesen Eindruck. Aus der Story von der Expansion wurde eine Story der psychologischen Bedeutung.

    In diesem Jahr nun habe ich diverse Grußworte, Reden, Eröffnungsansprachen und eine erste Pressekonferenz hinter mich gebracht und bilde mir ein, häufiger die Begriffe “Hoheitliche Aufgabe” und “Daseinsvorsorge” gehört zu haben, wenn es um die Bedeutung von Geoinformation geht. Erste Schemen einer neuen Story der staatlichen Fürsorge könnten sich abzeichnen.

    Das ist wie gesagt alles schwer subjektiv und die Wahrheit ist vermutlich, dass die Intergeo immer alles zugleich ist: Marktplatz für neue Anwendungsfelder, Familientreffen und eine Schau staatlicher Aufgaben. Aber es kommt eben darauf an, wie gerade die Akzente und Gewichte gesetzt werden. Und nachdem die Vermessungsverwaltungen und entsprechenden Berufsverbände die Story von den neuen Anwendungsfeldern nicht nachhaltig auf der Intergeo etablieren konnten (es fehlt zum Beispiel erneut alles, was  in Richtung ortsbasierter Dienste / Telekommunikation geht), schwingt das Pendel dahin zurück, wo das Ganze Geodaten-Thema mal herkam: In die Amtsstuben mit ihrem hoheitlichen Auftrag.


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