Eine hundertfach erzählte Geschichte, aber ich erzähle sie trotzdem nochmal in meiner persönlichen und gerade aktuellen Version:
Es geht um den Mobilfunkanbieter. Ich habe da bislang auf Simyo gesetzt. Hatte ich auch nichts dran auszusetzen, bis auf den Umstand der Netzqualität. Simyo ist e-Plus und e-Plus ist schön zum telefonieren, aber häufig etwas dünne fürs mobile Internet. Nach kurzer Marktrechereche sollte es Fyve sein, der Billigflieger von Vodafone. Ähnliche Tarife, Flatrate für den gleichen Preis zwar nur für 500 MB Datenvolumen pro Monat, bevor der Anbieter einen ausbremst (Simyo: 1 GB), aber eine kurze Kontrolle ergab, dass ich das Volumen bislang nie auch nur annäherend ausgereizt habe. Passt schon.
Simyo als Prepaid-Anbierer hat keine Mindestvertragslaufzeit oder andere Hürden. Man kann jederzeit kündigen. Allerdings will ich meine Handynummer behalten, wozu es einer so genannten Verzichtserklärung bedarf, mit der der man seine Mobilfunknummer frei gibt, damit der neue Anbieter sie nutzen kann. Der neue Anbieter stellt dazu eine so genannte Protierungsanfrage, der im Normalfall entsprochen wird, wenn denn die Verzichtserklärung vorliegt. Praktischerweise hat der neue Anbieter (wie alle) einen so genannten Kündigungshelfer. Ein paar notwendige Angaben ins Web-Formular und die fertige Verzichtserklärung steht als PDF zum Ausdruck bereit. Ausgedruckt, unterschrieben, in den Briefumschlag, abgeschickt. Alles am gleichen Tag. Das war am 17. November. Ich bin stolz auf mich.
Am 24. November teilt mir Simyo per Mail mit, dass man meine Erklärung erhalten hat und sie im System vorgemerkt sei. Gleichzeitig weist man mich darauf hin, dass ich nicht das korrekte Formular dafür verwendet habe. Ich möge daher die Verzichtserklärung nochmal schicken, das korrekte Formular war als Anhang netterweise gleich mitgeschickt worden. Nanu, Simyo spielt die gute alte Bundespost nach, denke ich noch, aber bitte: Korrektes Formluar ausgefüllt und abgeschickt, direkt per Fax am 24. November. Wird wohl klappen, ich bestelle auch gleich das Fyve-Starterpaket.
Am 25. November bestätigt Fyve meine Bestellung des Starterpakets inklusive des Antrags auf Portierung der Mobilfunknummer.
Am 1. Dezember teilt mir Fyve mit, das Simyo die Portierung abgelehnt hat. Der Grund: Die Verzichtserklärung liegt nicht vor. Anruf im Simyo-Servciecenter für 14 Cent pro Minute am gleichen Tag: Was ist da los?…. Die Verzichtserklärung sei nicht auf dem korrekten Formular….Hinweis von mir auf das Fax vom 24. November….knappe fünf Minuten Warteschleife….wortreiche Entschuldigung, technischer Fehler, Fax nicht registriert, ist jetzt von Hand korrigiert. Danach direkte Mitteilung von mir an Fyve, den Portierungsantrag doch erneut zu stellen.
Am 2. Dezember teilt mir Fyve mit, dass man den Portierungsantrag neu gestellt hat und Simyo bestätigt mir den Eingang der korrekten Verzichtserklärung. Es sieht gut aus.
Am 7. Dezember teit mir Fyve mit, das Simyo die Portierung endgültig abgeleht habe. Der Grund: das Ende meine Mobilfunkvertrags mit dem alten Anbieter liege schon länger als 30 Tage zurück, weshalb Simyo diese Rufnummer leider nicht mehr zur Rufnummernmitnahme (sog. Portierung) freigibt. Enneuter Anruf im Simyo-Kundencenter und Nachfrage ab man a) den Kalender beherrsche, denn vom 17. November bis 7. Dezember seien nicht 30, sondern 21 Tage vergangen und b) grundsätzlich noch alle Tassen im Schrank habe, denn die ganze Verzögerung habe ja wohl allein Simyo zu verantworten. Erneute wortreiche Entschuldigung, und die Zusage, die Verzichtserklärung werde mit neuem Datum erneut ins System gestellt. Direkte Mitteilung von mir ans Fyve-Servicecenter doch ein drittes mal einen Portierungantrag zu stellen.
Noch am gleichen Tag teilt mir Fyve per Mail mit, dass dies nun nicht möglich sei, weil Simyo mit Hinweis auf die 30-Tage-Frist die Portierung ja endgültig abgelehnt habe. Meine Nummer stünde dadurch auch für keinen anderen Abieter mehr zur Verfügung und mein Vertrag, der ja ausdrücklich mit der Portierung verbunden war, sei von ihrer Seite automatisch storniert worden. Ich müsste einen ganz neuen Vertrag/Portierungswunsch beauftragen. Aber ich sollte dafür 48 Stunden warten, erst dann seien meine alten Daten endgültig aus ihrem System gelöscht. Wnen ich in der Zeit einen neuen Vertrag in Auftrag gebe..also, man wüsste nicht so genau, was dann passiert, wenn ich das richtig verstanden habe.
Morgen sind die 48 Stunden um und ich versuch dann einfach nochmal, das Fyve-Starterset zu bestellen und die Portierung zu beuaftragen. So, als hätte ich das noch nie gemacht. Dummdidumm….pffffhhhh….. Ich wundere mich über mich selbst: Ich habe keine Mordphantasien und bin ganz ruhig.
Spannend.
Die Medikamente wirken wohl doch. Und wenn mir das Tippen wieder leichter fällt, schreib ich auch, wie es denn ausgegangen ist….
Fremder Senf