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	<title>Geografitti - nicht nur Geografisches &#187; Geoinformation</title>
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	<description>Die Vermessung meiner Welt</description>
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		<title>Fundstücke 19</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 09:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Am Wegesrand]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten weisen den Weg]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mal wieder die Lesezeichen im Browser aufgeräumt und bevor ich diese paar Sachen dort auch noch lösche, werde ich sie hier verewigen: Koomot ist ein Tourenplaner für Outdoorsportler, also etwas, was ich ganz schnell löschen sollte, weil das so gar nichts mit mir zu tun hat. Andererseits: Gespeichert habe ich die Seite, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mal wieder die Lesezeichen im Browser aufgeräumt und bevor ich diese paar Sachen dort auch noch lösche, werde ich sie hier verewigen:</p>
<ul>
<li><a title="Komoot" href="http://www.komoot.de/" target="_blank">Koomot</a> ist ein Tourenplaner für Outdoorsportler, also etwas, was ich ganz schnell löschen sollte, weil das so gar nichts mit mir zu tun hat. Andererseits: Gespeichert habe ich die Seite, weil sie verspricht, ohne großen Rechercheaufwand Ideen für Radtouren zu liefern. Und das hat dann schon wieder was mit mir zu tun. Im Prinzip genügt dafür die Auswahl eines beliebigen  Startpunktes und eine Zeitvorgabe. Dann sollen Vorschläge für attraktive Rundtouren kommen. Das alles ist so lange kostenlos, bis man man sich zur mobilen Nutzung mittels App (iPhone/Android) entschließt. Dann gibts eine Heimatregion für lau, weitere dürfen nachgekauft werden. Man kann natürlich auch Start und Ziel eingeben, aber Rundtouren-Berechnungen (auch zum Wandern, Bergsteigen und Mountainbiken), sind aus meiner Sicht das Entscheidende. Dafür gibt es kaum Angebote, die nicht auf fertigen Routen basieren, sondern tatsächlich nach indviduellen Vorgaben geplant werden. Das scheint logisch, sind Rundtouren mathematisch-algorithmisch betrachtet doch weitaus anspuchsvoller, als einfache Start-Ziel-Touren. Und wie kompliziert ist, zeigt dann auch Kommot: Häufig spuckt die Seite bei Rundtouren nämlich so Hin- und Rückwegvorschläge aus, die nur deswegen als Rundtour durchgehen, weil man dank der Richtungsvektoren in den Straßendaten auf der einen Straßenseite hin- und auf der anderen zurückfährt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Das kann bei <a title="GPS-Tour" href="http://www.gps-tour.info" target="_blank">GPS-Tour</a> nicht passieren, weil man dort auf die Sammlung erprobter Touren durch die User setzt, also keine Berechnung vornimmt, sondern eben vorgefertigte Touren anzeigt. In Kombination sind die beiden Seiten aber ziemlich gut, um Freizeitaktivitäten zu planen, die mit Laufen, Radfahren oder Wandern zu tun haben. Beide Seiten bieten zudem halbwegs komfortable Druckfunktionen an sowie die GPX-Downloadmöglichkeit, um eine Tour auf dem eigenen GPS-Gerät mitzunehmen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Und damit zu etwas ganz anderem und sehr speziellen aus den Staatlichen Archiven Bayerns: Eine Sammlung  von <a title="Luftbilder aus Palästina" href="http://www.gda.bayern.de/findmittel/ead/index.php?fb=102" target="_blank">Luftbildern aus Palästina aus den Jahren 1917/1918</a>. Die findet sich nahezu komplett digitalisiert im Netz. Das ist ganz hübsch gemacht. Die Bilder werden in einer eigenen auf Flash basierenden Anwendung präsentiert und sind gefühlt unendlich groß heranzoombar. Orte wie Jaffa, Jerusalem oder Haifa vor rund 100 Jahren sind dadurch wunderbar zu betrachten. Was fehlt, ist eine exakte wenigstens Georefernzierung bei den Vertikalaufnahmen und natürlich die Möglichkeit, die Bilddaten herunterzuladen oder gar in einer eigenen Anwendung zu nutzen. Der direkte Abgeich mit aktuellen Luftbildern wäre ja durchaus interessant.</li>
</ul>
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		<title>Flickenteppich Vermessungsverwaltung</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 12:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen für Jauch]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass das, was drauf steht, auch drin ist, ist ja längst nicht mehr sicher. In den vergangenen Jahren hat zum Beispiel eine Welle von Umstrukturiereungen der Vermessungsverwaltungen in fast allen Bundesländern dazu geführt, dass an die Stelle des guten alten Landesvermessungsamtes heute ein Sammelsurium an Behörden und Institutionenbezeichnungen getreten ist. Und bei der kreativen Benamsung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass das, was drauf steht, auch drin ist, ist ja längst nicht mehr sicher. In den vergangenen Jahren hat zum Beispiel eine Welle von Umstrukturiereungen der Vermessungsverwaltungen in fast allen Bundesländern dazu geführt, dass an die Stelle des guten alten Landesvermessungsamtes heute ein Sammelsurium an Behörden und Institutionenbezeichnungen getreten ist. Und bei der kreativen Benamsung sind bisweilen Bezeichnungen heraus gekommen, deren Alltagstauglichkeit sich ob ihrer Länge auch nicht so recht einzustellen vermag. Dazu kommen die unterschiedlichen politischen Zuständigkeiten in den Ländern.</p>
<p>Als Leserservice hier mal ein Überblick in alphabetischer Reihenfolge der Bundesländer, nicht der Ämter-Bezeichnungen:</p>
<ul>
<li>Baden Württemberg: <a title="Baden-Württemberg" href="http://www.lgl-bw.de">Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung</a> (LGL) &#8211; Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz</li>
<li>Bayern: <a title="Bayern" href="http://vermessung.bayern.de">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a> (LVG) &#8211; Staatsministerium der Finanzen</li>
<li>Berlin: <a title="Berlin" href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/geoinformation/">Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung III: Geoinformation</a>  &#8211; Senatorin für Stadtentwicklung</li>
<li>Brandenburg: <a title="Brandenburg" href="http://www.geobasis-bb.de">Landesbetrieb Landesvermessung und Geobasisinformation</a> (LGB) &#8211; Ministerium des Innern</li>
<li>Bremen: <a title="Bremen" href="http://www.geo.bremen.de/">GeoInformation Bremen</a> &#8211; Landesamt für Kataster Vermessung, Immobilienbewertung, Informationssysteme  &#8211; Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa</li>
<li>Hamburg: <a title="Hamburg" href="http://www.hamburg.de/startseite-landesbetrieb-geoinformation-und-vermessung/">Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung</a> &#8211; Senatorin für Standentwicklung und Umwelt</li>
<li>Hessen: <a title="Hessen" href="http://www.hvbg.hessen.de">Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation</a> (LBGH)  &#8211; Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung</li>
<li>Mecklenburg-Vorpommern: <a title="Mecklenburg-Vorpommern" href="http://www.laiv-mv.de/land-mv/LAiV_prod/LAiV/AfGVK/" target="_blank">Landesamt für innere Verwaltung, Abteilung 3: Amt für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen</a> &#8211; Ministerium für Inneres und Sport</li>
<li>Niedersachsen: <a title="Niedersachsen" href="http://www.lgln.niedersachsen.de" target="_blank">Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung</a> (LGLN) &#8211; Ministerium für Inneres und Sport &amp; Minsterium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung</li>
<li>Nordrhein-Westfalen: <a title="Nordrhein-Westfalen" href="http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/organisation/abteilung07/index.html" target="_blank">Bezirksregierung Köln, Abteilung 07, GEObasis NRW</a> &#8211; Ministerium für Inneres und Kommunales</li>
<li>Rheinland-Pfalz: <a title="Rheinland-Pfalz" href="http://www.lvermgeo.rlp.de" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation</a> &#8211; Ministerium des Innern für Sport und Infratsruktur</li>
<li>Saarland: <a title="Saarland" href="http://www.saarland.de/kataster_vermessung_karten.htm" target="_blank">Landesamt für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen</a> &#8211; Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr</li>
<li>Sachsen: <a title="Sachsen" href="http://www.geosn.sachsen.de/" target="_blank">Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung</a> (GeoSN) &#8211; Staatsministerium des Inneren</li>
<li>Sachsen-Anhalt: <a title="Sachen-Anhalt" href="http://www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de/de/main.htm" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a> (LvermGeo) &#8211; Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr</li>
<li>Schleswig-Holstein: <a title="Schleswig-Holstein" href="http://www.schleswig-holstein.de/LVERMGEOSH/DE/Startseite/Portalhauptartikel_001_amt.html" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a>  &#8211; Innenministerium</li>
<li>Thüringen: <a title="Thüringen" href="http://www.thueringen.de/de/tlvermgeo/content.html" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a> &#8211; Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr</li>
</ul>
<p>Immerhin fünf mal existiert noch die quasi traditonelle Bezeichnung &#8220;Landesamt für Vermessung&#8221; die um Begriffe wie &#8220;Geoinformation&#8221; oder &#8220;Geobasisinformation&#8221; ergänzt wurde, sowie einige weitere Ergänzungen oder Abwandlungen von Vermessungsamt. Drei Bundesländer haben das eigenständige Landesamt aufgegeben und ihre Vermesser in andere Behörden eingegliedert. Den Vogel schießt insgesamt NRW ab. Vermessung im bevölkerungsreichsten Bundesland firmiert dort heute nicht nur als Unterabteilung einer Bezirksregierung sondern unter einer auch eher kryptsichen Bezeichnung. War wohl als Ausweis besonderer Fortschrittlichkeit gedacht. Drei mal sind Aufgaben rund um die Landentwicklung (sprich: Flurneuordnung) hinzugekommen und im Namen präsent, und ebenfalls dreimal sind es auch keine Ämter mehr sondern Landesbetriebe. Es gab aber schon mal mehr Landesbetriebe.</p>
<p>Was die politischen Zuständigkeiten angeht, finden sich bei 16 Ländern immerhin noch sieben Innenministerien, wo das Thema ja klassicherweise verortet ist Der Rest ist ein Flickenteppich, auch weil die Ressortzuschnitte in den Ländern so bunt sind. Hauptsächlich teilen sich Umwelt-, Verkehrs und Landwirtschaftsministerien (Landesentwicklung) in veränderbaren Gewichtsanteilen die Verantwortung. Einziger Ausreißer ist Bayern mit dem Finanzministerium, aber das war dort schon immer so. Interessant auch Niedersachsen, bei dem sich entsprechende Referate gleich in zwei Ministerien finden. Da sind die Prozesse der Verwaltungsreform wohl noch im Fluss, oder soll das ernsthaft so bleiben?</p>
<p>Unterm Strich, kann sich bei solchen Strukturen niemand wundern, wenn Abstimmungsprozesse (die politische Entscheidungen verlangen) regelmäßig viel Zeit beanspruchen. Es gibt ja nicht mal eine länderübergreifende gemeinsame Minister- oder Staatsekretärsrunde. Lediglich auf einer Fachebene treffen sich Vertreter der Ministerien im <a title="GDI Deutschland" href="http://www.gdi-de.org/ueberuns/lenkungsgremium">Lenkungsgremium der GDI</a>. Nur verbindlich entscheiden können die dort auch nicht allzu viel.</p>
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		<title>Der große Intergeo Werbetaschen Vergleich</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 10:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Am Wegesrand]]></category>
		<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon seit einigen Jahren ist Trimble Hauptsponsor des Intergeo-Kongresses. Für die Teilnehmer wird das vor allem in den ausgehändigten Konferenztaschen sichtbar, in denen Tagungsunterlagen und allerlei Prospektmaterial überreicht werden. Unübersehbar prangt dort das Trimble-Logo nebst Intergeo Schriftzug. Aber Tasche ist nicht gleich Tasche, wie der Vergleich dieses beliebten gängigen Konferenz-GiveAways zeigt. Gegenüber stehen sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon seit einigen Jahren ist Trimble Hauptsponsor des Intergeo-Kongresses. Für die Teilnehmer wird das vor allem in den ausgehändigten Konferenztaschen sichtbar, in denen Tagungsunterlagen und allerlei Prospektmaterial überreicht werden. Unübersehbar prangt dort das Trimble-Logo nebst Intergeo Schriftzug. Aber Tasche ist nicht gleich Tasche, wie der Vergleich dieses <del>beliebten</del> gängigen Konferenz-GiveAways zeigt. Gegenüber stehen sich die Intergeo-Tasche aus Bremen 2008 und Nürnberg 2011. Wie war die Entwicklung in diesen drei Jahren? Gibt es einen Taschentrend? Lassen sich Rückschlüsse auf die Situation des Sponsors ziehen?</p>
<p>Zumindest hinsichtlich der letzten Frage, gibt es Indizien. Im Jahr 2008 stand das Modell &#8220;<a title="Centrixx" href="http://www.giffits.de/exhibition-bag-werbegeschenke-89806.htm" target="_blank">Exhibition Bag</a>&#8220;  des Herstelles Centrixx zur Verfügung. Stückpreis ab 1000 Taschen: 4,11 Euro; 2011 entschied man sich für das Modell &#8220;<a title="Halfar" href="http://www.bagsforpromotion.com/product_info.php/info/p1802726_Umhaengetasche-III-CONVENTION.html" target="_blank">III Convention</a>&#8221; der Firma Halfar in Marine-Ausführung, die mit 5,36 Euro ab 1000 Stück Abnahme zu Buche schlägt. Damit hat Trimble 2011 deutlich mehr Geld für die Kongressbesucher investiert.</p>

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			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/a01.png" title="2011er Modell, vorn. Erkennbar: Der gegen Regen geschützte Reisverschluss einer zusätzlichen Vordertasche, zwei Tragegriffe" class="shutterset_set_4" >
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			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/b02.png" title="2008er Modell, vorn. Reisverschluss für Extratasche, Clipverschluss für große Öffnungsklappe, ein Tragegriff." class="shutterset_set_4" >
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			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/c03.png" title="2008er Modell, geöffnet. Einlegetasche (rechts), Stifthalter (links) und weiter Einlegetasche für DIN A4 Papiere." class="shutterset_set_4" >
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			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/d04.png" title="2011er Modell, Handytasche, aber für moderne Smartphones ungeeignet." class="shutterset_set_4" >
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			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/e05.png" title="2011er Modell, Innenleben mit Unterteilung in zwei Fächer." class="shutterset_set_4" >
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<p>Tragischerweise schlägt sich das nicht in der Qualität nieder Im Gegenteil: Bereits auf den ersten Blick sind  Unterschiede in der Ausstattung zugunsten der alten Tasche sichtbar. Das 2008er-Modell bietet vorne im Bereich des Logo-Aufdrucks eine großflächige Öffnungsklappe mit Reisverschluss-Außentasche. Sie wird durch Schnappverschlüsse gehalten. Geöffnet werden dahinter ein Ensemble aus Stifthaltern, Einlegetasche für Visitenkarten oder ähnliche Kleinpapiere sowie eine weitere großzügige Einlegetasche sichtbar, die auch DIN A 4 Prospekte mühelos aufzunehmen vermag. Diese Features fehlen in der 2011er-Tasche vollständig. Sie hat im vorderen Außenbereich des Logo-Aufdrucks lediglich eine zusätzliche Reisverschlusstasche zu bieten, immerhin mit Regenschutz-Abdeckung. Dafür bietet sie an der Seite eine aufgesetzte Handytasche mit Klettverschluss. Sie kann klassische Nokia-Handies mühelos aufnehmen, ist jedoch für moderne Smartphones nur bedingt geeignet. (Das wirft natürlich nebenbei einige Fragen über das Bild von Trimble über ihre Zielgruppe auf.)</p>
<p>Auch auf der Rückseite zeigen sich die Unterschiede in der Ausstattung. Während das 2008er-Modell hier eine weitere Einlegetasche mit Druckknopf-Verschluss bietet, zeigt das 2011-Modelle lediglich den reinen marineblauen Stoff. Beide Taschen werden mit ausreichend stabilem Tragegurt geliefert und haben oben zusätzliche einen Tragegriff. Konstruktionsbedingt durch die Öffnungsklappe begnügt sich das 2008er-Modll hier mit einem Griff, während das 2011er-Modelle zwei Griffe jeweils rechts und links der oberen Reisverschlussöffnung bietet. Ein unterschiedlicher Tragekomfort ist die Folge. Das 2008er-Modell verlangt mehr oder weniger, dass die Öffnungsklappe mit dem Clipverschlüssen auch geschlossen ist, während das 2011er-Modelle genauso gut auch mit geöffnetem Reisverschluss transportiert werden kann. Unter Sicherheitsgesichtspunkten mag dies ein Nachteil sein, für die schnelle Sammlung von Werbematerial auf der Intergeo-Messe bietet die neuere Tasche damit aber eindeutige Vorteile, zumal auch der Umgang mit der großen Öffnungsklappe des 2008er-Modells im Tragemodus mit Umhängegurt schnell ungelenk wirkt. Für den Aufenthalt auf dem verregneten Außengelände der Bremer Messe 2008 war das wiederum die richtige Wahl. Hier hätte das 2011-Modell bei geöffnetem Reisverschluss unter Umständen zuviel Wasser in die Tasche gelassen.</p>
<p>Der Blick in  den Innebereich offenbart schließlich einen letzten Ausstattungsunterschied. Hier begnügt sich das 2008er-Modell mit einer schlichten Innentasche, während das 2011er-Modell eine Unterteilung in zwei Bereich vorsieht und hier zumindest zwei Einlegetaschen andeutet, deren Gebrauch aber wenig praktikabel erscheint.</p>
<p>Hinsichtlich Verarbeitung und Qualität sind keine auffällgen Unterschiede erkennbar. Bedie Taschen bestehen zu 100 Prozent aus wasserabweisendem Polyester Das 2008er-Modell wirkt insgesamt etwas stabiler, was aber auch dem höheren Stoffanteil aufgrund der zusätzlichen Ausstattung geschuldet sein mag. Dementsprechend bringt die ältere Tasche mit einem Leergewicht von 560 Gramm rund 200 Gramm mehr Eigengewicht mit. Fazit: Beide Taschen erfüllen ihren Zweck und sind nach der Messe noch gut verwendbar, wenn man sich am Trimble-Logo nicht stört. Die 2008er-Tasche bietet aber einen weitaus höheren Komfort und kann durch praktische Details überzeugen, so dass sie sicherlich länger im Gebrauch sein dürfte, als das für den Sponsor teurere 2011er Modell.</p>
<p>Mein Wunsch für 2012 wäre übrigens der<a title="Centrixx" href="http://www.giffits.de/business-trolley-werbeartikel-138733.htm" target="_blank"> Business-Trolley</a> von Centrixx. Das mag zwar auf den ersten Blick übetrieben erscheinen. Aber die Intergeo ist nun mal der größte Geodäsie-Event der Welt, da sollte man sich als Sponsor nicht knauserig zeigen. Als GiveAway dürfte der Trolley jedenfalls für Gesprächsstoff sorgen und überdies halten sich die Mehrkosten in Grenzen: Sie dürften nur wenig über dem Listenpreis eines einzigen GNSS-Gesamtsystem (mit Base &amp; Rover jeweils R8) zur geodätischen Vermessung liegen.</p>
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		<title>Fundstücke 18</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 11:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Am Wegesrand]]></category>
		<category><![CDATA[Googles Kugel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin endlich mal dazu gekommen, die bisherigen Artikel durchzuzählen, die unter vielerlei Überschriften kurz auf aus meiner Sicht lesens- oder anschauenswerte andere Webseiten verweisen. Sind gar nicht so viele, wie ich dachte. Jedenfalls wird das künftig etwas systematischer unter &#8220;Fundstücke XX&#8221; firmieren. Ich schreib das nur, bevor jemand nach den Funstücken 1 bis 17 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin endlich mal dazu gekommen, die bisherigen Artikel durchzuzählen, die unter vielerlei Überschriften kurz auf aus meiner Sicht lesens- oder anschauenswerte andere Webseiten verweisen. Sind gar nicht so viele, wie ich dachte. Jedenfalls wird das künftig etwas systematischer unter &#8220;Fundstücke XX&#8221; firmieren. Ich schreib das nur, bevor jemand nach den Funstücken 1 bis 17 sucht, die es zwar gibt, die aber nicht so heißen.</p>
<p>Fangen wir mit einem hübschen Bildchen von Eric Fischer an, dass mann dank CC-by-SA Lizenz schön groß bei <a title="Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/walkingsf/6276642489/in/photostream" target="_blank">Flickr</a> runterladen kann. (Deswegen wirds durch anklicken auch hier 4477 mal 3905 Pixel groß und die Details erkennbar)</p>
<p><a href="http://www.geografitti.de/wp-content/uploads/2011/10/twitterkarte.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1879" title="twitterkarte" src="http://www.geografitti.de/wp-content/uploads/2011/10/twitterkarte-1024x893.jpg" alt="" width="600" height="523" /></a></p>
<p>Es zeigt Twitter-Nachrichten in Europa, geokodiert und farblich markiert nach den jeweils darin genutzen Sprachen. Das ganze beruht auf der <a href="http://blog.mikemccandless.com/2011/10/language-detection-with-googles-compact.html">Auswertung</a> einer Sprach-Erkennungs-Library (Compact Language Detector) im Google Chrome Browser. Der deutsche Sprachraum mit Österreich und Schweiz ist so ebenso schön zu sehen, wie die katalanische Region Spaniens.  Auch die Trennung Zyperns in einen türkischen und einen griechischen Teil wird erkennbar. Etwas ungeschickt finde ich die sich wiederholende Farbwahl insbesondere die ähnlichen oder sogar gleichen Rot-Töne für Spanien und Deutschland. Ob auf Mallorca überwiegend spansich oder deutsch getwittert wird, hätte mich bei der Gelegenheit schon interessiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch interessant: Die Google Maps API ist <a title="ProgrammableWeb Blog" href="http://blog.programmableweb.com/2011/10/27/google-maps-usage-fees-how-many-developers-will-have-to-pay/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed:+ProgrammableWeb+%28ProgrammableWeb:+Blog%29" target="_blank">nicht mehr kostenlos</a>, jedenfalls nicht bei Überschreitung gewisser Zugriffszahlen. Die liegen gewöhnlich bei 25.000 Kartenabrufen pro Tag. Danach gibt es eine Rechnung zwischen 4 bis 10 Dollar je 1000 angefangene Kartenabrufe. Das klingt, als habe man als Durchschnitts-Anwender, der sich ein MashUp für die eigenen Webseite bastelt nicht viel zu befürchten. Es sei denn, man bevorzugt so genannte Styled Maps, ein von Google im vorigen Jahr eingeführtes API-Feature, mit dem sich das Aussehen der Karte verändern und gestalten lässt. Diese <a title="8 Styled Maps" href="http://maps-api-tt.appspot.com/apilite/styled/styled.html" target="_blank">kleine Seite </a>zeigt ein paar Beispiele, wie so etwas aussehen kann. Wer sich vom gewöhnlichen Googel-Kartenlayout abheben will, darf schon ab 2500 Kartenabrufen pro Tag bezahlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und damit zu etwas ganz anderem, aus der deutschen Rechtslandschaft: Das Amtsgericht Aschaffenburg hält allen Ernstens eine <a title="AZ: 2 HK O 54/11" href="http://www.afs-rechtsanwaelte.de/urteile/lgaschaffenburg.php" target="_blank">vollständige Impressumspflicht auch für Facebook-Profile</a> für erforderlich, soweit diese nicht ausschließlich privat genutzt werden. Eine schöne Sache für Freelancer bei denen die Trennung zwischen beruflichen und privaten Kontakten eher fließend ist. An wann ist also eine Facebook-Seite nicht mehr ausschließlich privat? Sobald der erste geschäftliche Kontakt als &#8220;Freund&#8221; firmiert&#8221; oder doch erst bei einem erkennbaren Firmenauftritt? Die juristsichen Blüten im rechtsfreien Raum des Internets werden immer bunter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Angebot 008: Lizenz zum Nutzen</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2011/10/27/angebot-008-lizenz-zum-nutzen/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 16:12:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Leitartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Geoinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>
		<category><![CDATA[Moralapostel]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[oder: Intergeo 2011, Nachspann Teil 2 Man kennt das. Es ist zu einem Thema zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von allen. Dieses Bonmot war meine spontane Assoziation als ich von der Gründung einer Fachgruppe „Wertschöpfung öffentlicher Geodaten in der Wirtschaft” las, die der Anwenderverband für integrierte Rauminformationen und Technologien (AIR) e.V. (ehemals NAVISAT e.V.) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>oder: Intergeo 2011, Nachspann Teil 2<br />
</strong></p>
<p>Man kennt das. Es ist zu einem Thema zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von allen. Dieses Bonmot war meine spontane Assoziation als ich von der Gründung einer Fachgruppe „Wertschöpfung öffentlicher Geodaten in der Wirtschaft” las, die der Anwenderverband für integrierte Rauminformationen und Technologien (AIR) e.V. (ehemals NAVISAT e.V.) gerade <a title="AIR e.V" href="http://www.air-verband.de/aktuelles/news/article/53/air-ev-gruendet-die-fachgrupp.html" target="_blank">aus der Taufe hebt</a>. Unternehmen und Behördenvertreter sollen darin &#8220;die gemeinsamen Schnittmengen erarbeiten&#8221; (weißer Schimmel, ick hör Dir trapsen), Probleme bei der Nutzung (von amtlichen Geodaten)  benennen sowie &#8220;dauerhaft Lösungsansätze für die Wertschöpfungskette Verwaltung &#8211; Wirtschaft &#8211; Kunde finden.&#8221; Und dann heißt es noch:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Interministerielle Ausschuss GDI.NRW (IMA GDI.NRW) begrüßt den Ansatz des Anwenderverbandes für integrierte Rauminformationen und Technologien (AIR) e.V., im Rahmen dieser Fachgruppe Akteure der öffentlichen Verwaltung, insbesondere aus dem Wirtschafts- und Innenministerium, sowie Industrie- und Wirtschaftsvertreter zusammenzubringen, um Bestrebungen zu forcieren, die verfügbaren amtlichen Geodaten (Geobasis- und Geofachdaten) in Wert zu setzen. Insbesondere setzt sich auch das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium dafür ein, neue Wege in der breiten Nutzung solcher Datenbestände zu entwickeln. Im Dialog von Datenbereitstellern, -veredlern und -nutzern gilt es, Lösungen für Nordrhein-Westfalen zu erarbeiten, die den Zugang zu amtlichen Geodaten dauerhaft und marktadäquat herstellen, um neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer immer sich das ausgedacht hat, dürfte die letzten Jahre nicht in Deutschland verbracht haben. Oder sich zumindest in einem Teil des Landes aufgehalten haben, der wenig Kontakt zur Außenwelt hatte, also möglicherweise seine Zeit in der behaglichen Amtsstube irgendeiner Vermessungsverwaltung zugebracht haben. Ich sag mal: Wenn eine Behörde den &#8220;Zugang zu amtlichen Geodaten dauerhaft und marktadäquat herstellen&#8221; möchte, braucht sie dafür keinen neuen Arbeitskreis, sondern ein OpenData Konzept. Okay, das schüttelt man nicht aus dem Ärmel und über das &#8220;wie&#8221; müsste möglicherweise diskutiert werden, aber auch das ist ja schon reichlich gemacht worden.</p>
<p>Nur eben nicht von jedem</p>
<p>Tatsächlich gab es nicht nur Diskussionen, sondern es existieren konkrete Ergebnisse. Gerade auf der jüngsten Intergeo hat die GIW-Kommission ihr <a title="Modellvorhaben GeoLizenz" href="https://www.geolizenz.org/" target="_blank">Modell einer &#8220;GeoLizenz&#8221;</a> vorgestellt. Ein nach eigenen Angaben &#8220;einfaches, bundesweit einheitliches und Verwaltungseinheiten übergreifenden Standard-Lizenzmodell für Geoinformationen.&#8221; Darin sind zahlreiche Überlegungen und Konzepte der„OpenData“-Philosophie, sowie Erfahrungen mit existierenden Lizenzmodellen aus dem nationalen und internationalen Bereich bereits berücksichtigt. Die Geolizenz lehnt sich an das <a title="Creative Commons" href="http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/" target="_blank">Creative-Commons-Modell</a> an und bietet acht Varianten, in denen jeweils</p>
<ul>
<li>kommerzielle Nutzung</li>
<li>Weiterverarbeitung</li>
<li>und Nutzung in öffentlichen Netzwerken</li>
</ul>
<p>erlaubt oder untersagt werden. Berücksichtigt man jeder denkbare Ja/Nein Variante zu diesen drei Punkten, kommen am Ende eben acht Lizenz-Versionen heraus. Das Ganze  ist nach langjähriger Diskussion als zweijähriges offizielles Modellvorhaben des Interministeriellen Ausschusses für Geoinformation des Bundes (<a title="IMAGI" href="http://www.imagi.de/start.html" target="_blank">IMAGI</a>) sozusagen mit amtlichem Segen jetzt gestartet.</p>
<p>Das heißt, es ist kein theoretisches Konzept, sondern tatsächlich bereits nutzbar. Alle geodatenhaltenden Behörden aus Bund, Ländern und Kommunen sind eingeladen, ihre Datenbestände und Datendienste in einem vergleichsweise einfachen elektronsichen Verfahren mit der Geolizenz auszustatten. Ein webbasierter Fragebogen fragt ab, was der Datenhalter gestatten oder nicht gestatten will und spruckt am Ende die passende Lizenz aus. Das heißt, selbst traditionell mauernde Behören können mit der Lizenz arbeiten, weil sich immer noch alles verbieten lässt, <strong>aber</strong>: es gibt eben auch erstmals eine juristisch abgesicherte Möglichkeit, eine offene Lizenz zu wählen.</p>
<p>Jede weitere Diskussion in jedem weiteren Arbeitskreis ist Zeitverschwendung, wenn sie hinter diesem Ergebnis zurück bleibt. Das gilt ganz nebenbei auch für den AdV, deren künftiger Vorsitzender auf der Intergeo die Diskssion scheinbar nochmal von vorn aufrollen wollte. Das Ziel künftiger Arbeitsgruppen kann nur sein, Teilnehmer für dieses Modellvorhaben zu gewinnen. Da bleibt genug zu tun, wie die GIW-Kommission selbst einräumt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Zunächst müssen die mitwirkenden Behörden eine politische Entscheidung herbeiführen, dass eine Beteiligung möglich ist. Schließlich existieren in den Häusern bereits Lizenzbedingungen und Preismodelle. In dem Modellvorhaben soll aber nun ein bundesweit einheitliches Modell erprobt werden. Für die Dauer des Vorhabens müssen bestehende Regelungen daher ganz bewusst ausgesetzt werden. Im nächsten Schritt muss die Bereitschaft bestehen, an Informationsveranstaltungen teilzunehmen, in denen das Vorgehen erläutert wird und später Erfahrungsaustausche und Evaluierungen vorgenommen werden können. Darüber hinaus muss die Bereitschaft bestehen, geringfügige Anpassungen des eigenen Internetangebotes vorzunehmen, damit der internetgestützte Lizenzierungsprozess funktionieren kann. All diese Aktivitäten werden von einem Projektleiter des Modellvorhabens koordiniert. Investitionskosten entstehen den Mitwirkenden Behörden nicht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das ist der Stand der Diskussion. Wer immer in Politik und Verwaltung über amtliche Geodaten verfügt, hat jetzt Gelegenheit seine Arbeitskreise/Fachgruppen/Expertkommissionen zu verlassen, das Lizenzierungsverfahren zu beginnen und damit endlich Farbe zu bekennen.</p>
<p>Das tun Politker und Beamte übrigens auch, wenn sie einfach weiterhin bekannte Standpunkte und Bedenken mitteilen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Galileo Sammlerstücke: Von Firmen und Flyern</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 09:03:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satelliten weisen den Weg]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich des für kommenden Donnerstag angekündigten Starts der ersten beiden Galileo-Satelliten sei ein kleiner Rückblick auf das endlose Gewürge gestattet, das am Anfang des gesamten Projekts stand. Wir erinnern uns: Die Europäische Union hatte die nicht nur aus der Rückschau aberwitzig erscheinende Idee, einen privaten Betreiber für das Satellitennavigationssystem zu finden und hat dazu schier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des für kommenden Donnerstag <a title="ESA" href="http://www.esa.int/SPECIALS/Galileo_IOV/SEM88KCUHTG_0.html" target="_blank">angekündigten Starts</a> der ersten beiden Galileo-Satelliten sei ein kleiner Rückblick auf das endlose Gewürge gestattet, das am Anfang des gesamten Projekts stand. Wir erinnern uns: Die Europäische Union hatte die nicht nur aus der Rückschau aberwitzig erscheinende Idee, einen privaten Betreiber für das Satellitennavigationssystem zu finden und hat dazu schier unendliche Gespräche und auch mächtig Druck auf die voraussichtlich am Aufbau beteiligten europäsichen Luft- und Raumfahrtunternehmen gemacht. Doch die hatten allesamt Schwierigkeiten sich ein Geschäftsmodell für Galileo vorzustellen, das angesichts des quasi kostenlosen GPS-Signals funktioneren könnte.</p>
<p>Es hat lange gedauert, bis die EU-Institutionen eingesehen haben, das so etwas wie ein  Satellitennavigationssystem keine privat betreibbare Infrastruktur ist. Das machen ja nicht mal die USA so, wo ja im Zweifelsfall alles Privatsache ist. Konsequenz: Wollte die EU ein solches System haben, musste sie einfach mal entsprechende Aufträge verteilen. Hat sie schließlich gemacht und jetzt Donnerstag solls dann ja auch  logehen, mit  &#8211; je nach Lesart &#8211; drei bis fünf Jahren Verspätung. Mehr noch als der Streit der EU-Staaten um die jetzt staatliche Finanzierung des Vorhabens, hat der Versuch einen privaten Betreiber zu finden, das Projekt so verzögert.</p>
<p>Zwischenzeitlich gab es ja sogar einen so genannten privaten Konzessionär: der European Navigation Concessionaire (ENC) mit dem die EU über den Betreibervertrag verhandelte. Der ENC war allerdings auch eine abenteuerlich anmutende Kooperation von acht europäsichen Unternehmen, die die EU im Laufe der Ausschreibung allesamt in diese Kooperation hineinmanövriert hatte. Da waren so illustre Namen dabei wie EADS, Alcatel und Thales. Ganz zum Schluss hat man festgestellt, dass noch ein rein deutsches Unternehmen in der Sammlung fehlt und hat schnell eines gegründet: Die TeleOp GmbH. Einziger ursprünglicher Unternehmenszweck laut Handelsregister:</p>
<blockquote><p>&#8220;Durchführung der erforderlichen Verhandlungen im Rahmen des Projektes Galileo mit dem Ziel einer darauf folgenden Beteiligung am Konzessionär für Errichtung und Betrieb des europäischen Satellitennavigationsprogramms Galileo (im Folgenden &#8220;Galileo&#8221;) und dem Ziel der Erlangung von Unteraufträgen des Konzessionärs an die Gesellschafter oder mit diesen verbundene Unternehmen i.S.d. § 15 AktG. (&#8230;) Der Gesellschaftszweck umfasst <strong>nicht</strong> Erbringung von eigenen Errichtungs- und Betriebsleistungen im Hinblick auf Galileo, die vom Konzessionär an Unterauftragnehmer vergeben werden oder sonstige Leistungsbeziehungen oder Verpflichtungen außerhalb der Beteiligung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nur dass es dazu nie kam. Lustigerweise existiert die TeleOP GmbH mit den Gesellschaftern T-Systems, Astrium, DLR sowie die Förderbank Bayern aber immer noch. Ab 2007 gabs auch einen neuen Geschäftszweck:</p>
<blockquote><p>&#8220;Vertriebs-, Beratungs- und Managementaufgaben sowie entgeltliche Durchführung von Verhandlungen im Rahmen des Europäischen GNSS Projektes Galileo mit dem Ziel der Erlangung von Aufträgen für die Gesellschafter oder mit diesen verbundene Unternehmen i.S.d. § 15 AktG.&#8221;</p></blockquote>
<p>Also offenbar so eine Art outgesourcte Vertriebsabteilung, wobei sämtliche Kontaktdaten des ohnehin <a title="TeleOp" href="http://www.teleop.de" target="_blank">eher rustikalen Webauftritts</a> direkt auf die Gesellschafter verweisen. Man hat sich wohl bislang die Abwicklung erspart. Kleiner Tipp für Abmahner: Ich glaube, das Impressum ist formal nicht ausreichend, es fehlt die Handeelsregisternummer, die ich hier als kleinen  Service schon mal nachreiche: HRB 159186 am Amtsgericht München.</p>
<p>Die ENC ist als wirtschaftlich operierende Einheit oder gar handelndes Unternehmen nach außen kaum jemals in Erscheinung getreten. Eine wiederholt angekündigte Webseite ging nie online und das einzige sichtbare Überbleibsel des ganzen Unterfangens dürfte der in den folgenden Bildern dokumentierte Vier-Seiten-Prospekt sein. Er ist erkennbar nicht sonderlich textlastig und wurde 2006  auf dem Satellite Navigation Summit in München, nunja, verteilt. Eigentlich war er eher Bückware und wurde nur auf ausführliche Nachfrage herausgerückt. Ich hatte schon damals darüber <a title="Februar 2006" href="http://www.geografitti.de/2006/02/22/staatsempfang/" target="_blank">geschrieben</a> und bereits seinerzeit herausgefunden, dass dieser &#8230; äh &#8230; Flyer nur existierte, weil man ja auf der Konferenz was vorzeigen wollte. Ich hab ihn mir bis heute aufgehoben, mit dem guten Gefühl, damit ein echtes Sammlerstück zu besitzen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.geografitti.de/wp-content/uploads/2011/10/enc.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1870" title="enc" src="http://www.geografitti.de/wp-content/uploads/2011/10/enc-709x1024.jpg" alt="" width="540" height="779" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Virtuelles Geocaching</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2011/10/13/virtuelles-geocaching/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 07:03:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegte Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Geogeschäfte]]></category>

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		<description><![CDATA[Das habe ich mir mal runtergeladen. So eine Art Geocaching mit virtuellen Caches, die aber real besucht und vor allem ebenso real weiter transportiert werden müssen. What is CUBODO? from cubodo on Vimeo. Hat sich übrigens ein StartUp-Unternehmen quasi bei mir um die Ecke ausgedacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Cubodo" href="http://www.cubodo.com/" target="_blank">Das</a> habe ich mir mal runtergeladen. So eine Art Geocaching mit virtuellen Caches, die aber real besucht und vor allem ebenso real weiter transportiert werden müssen.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/18930065?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="550" height="310"></iframe></p>
<p><a href="http://vimeo.com/18930065">What is CUBODO?</a> from <a href="http://vimeo.com/user5775477">cubodo</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Hat sich übrigens ein StartUp-Unternehmen quasi bei mir um die Ecke ausgedacht.</p>
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		<item>
		<title>Gutes Beispiel &#8211; schlechtes Beispiel</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2011/10/07/gutes-beispiel-schlechtes-beispiel/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 16:45:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geogeschäfte]]></category>

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		<description><![CDATA[Nochmal ein kurzer Blick in die praktische Realität beim Thema amtliche (Geo-)Daten und ihre Zugänglichkeit. Zwei Beispiele demonstrieren anschaulich, welch unterschiedliche Philosophien hinter Konzepten wie Open Data einserseits und einem eher traditionell hoheitlichen Amtsverständnis andererseits steckt &#8211; hoheitlich durchaus im Sinne von herrschend. Zunächst das gute Beispiel aus Linz, 190.000-Einwohner-Hauptstadt das Bundeslandes Oberösterreich. Hier hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nochmal ein kurzer Blick in die praktische Realität beim Thema <a title="Intergeo 2011: Nachspann Teil 1" href="http://www.geografitti.de/2011/10/04/intergeo-2011-nachspann-teil-1/">amtliche (Geo-)Daten und ihre Zugänglichkeit</a>. Zwei Beispiele demonstrieren anschaulich, welch unterschiedliche Philosophien hinter Konzepten wie Open Data einserseits und einem eher traditionell hoheitlichen Amtsverständnis andererseits steckt &#8211; hoheitlich durchaus im Sinne von herrschend.</p>
<p>Zunächst das gute Beispiel aus Linz, 190.000-Einwohner-Hauptstadt das Bundeslandes Oberösterreich. Hier hat der Stadtrat einstimmig den Beschluss gefasst, sämtliche amtliche Daten der Stadt unter eine Creative Common Lizenz allgemien und frei verfügbar zu machen. Dazu gehören zahlreiche amtliche Statistiken, sowie kommunale Geodaten, darunter hunderte  „Points of interest“ wie Bildungs- und Kultureinrichtungen, Sportanlagen, Kindergärten, Horte und Seniorenzentren. Auch ein digitales Höhenmodell sowie flächedeckende Orthofotos der Stadt sind Teil des Angebot, sogar die Echtzeitdaten zur Situation des ÖPNV gehörden dazu, also das Tracking von Bussen und Bahnen. Als „Tor“ zu diesen Inhalten hat Linz die seit Anfang Oktober 2011 zugängliche Plattform <a title="Datenportal Linz" href="http://www.data.linz.gv.a" target="_blank">www.data.linz.gv.at</a> aufgebaut. Die in offenen Formaten in maschinenlesbarer Form gespeicherten Informationen können Personen, Firmen und Institutionen unter Nennung des Urhebers Stadt Linz in eigene Angebote einbauen. Die Daten dürfen und sollen dabei auch kommerziell verwertet werden. „Wenn neue Unternehmen dadurch entstehen oder Unternehmen neue Produkte entwickeln, kann das nur im Interesse der Stadt sein – dann haben wir einen tollen Job gemacht“, wird dazu Gerald Kempinger, Geschäftsführer des stadteigenen EDV-Unternehmens IKT, in den <a title="Oberöstereichische Nachrichten" href="http://www.nachrichten.at/ratgeber/digital/art122,728657" target="_blank">Oberösterreichischen Nachrichten</a> zitiert.</p>
<p>Hervorzuheben ist aus meiner Sicht vor allem der Punkt der maschinenlesbaren Abgaben der Daten sowie die Lizenzierung auch für kommerzielle Zwecke. Das bedeutet nämlich, die Stadt bereitet die Daten weder auf, noch macht sie sich Gedanken über die Nutzung. Beides überlässt sie schlicht dem Nutzer, der eben auch ein interessiertes Unternehmen mit Gewinnabsicht sein darf. Der Download ist kostenlos. So geht das.</p>
<p>Und so geht das eher nicht: Die Bezirksregierung Köln &#8211; in die das ehemalige Landesvermessungsamt NRW einst eingegliedert wurde &#8211; hat mit der Deutschen Post Direkt einen Vertrag über die Kombination amtlicher Hausnummerkoordinaten mit postalischen Adressen geschlossen. Aufgrund dieser Kooperation bietet die <a title="Deutsche Post Direkt" href="http://www.deutschepost.de/dpag?tab=1&amp;skin=hi&amp;check=yes&amp;lang=de_DE&amp;xmlFile=link1015302_1024015&amp;cmid=link1015302_1008014" target="_blank">Deutsche Post Direkt</a> ab sofort zwei ihrer Produkte im Adressmanagement zusätzlich mit hausgenauen Geodaten an: Datafactory Geocode enthält Geokoordinaten auf Postleitzahl-, Straßen- und Gebäudeebene sowie die geocodierten Flächen der Postleitzahlgebiete in Deutschland. Kurz zum Hintergrund: Die NRW Landesvermesser fungieren als Koordinationstelle für die Hauskoordinaten und sammeln diese von allen anderen Bundesländern ein, so dass es dazu einen zentralen Datenbestand gibt, der eben auch zentral von der Bezirksregierung, nunja, vermarktet wird.</p>
<p>Der Datenbestand wird ganz schlicht verkauft. Nix Open Data oder maschinenlesbar, sondern einfach ein Geschäfte mit amtlichen Daten durch Vater Staat. Die genauen Modalitäten dieser jüngsten Kooperation mit der Post bleiben selbstverständlich unter Verschluss. Geschäftsgeheimnis natürlich. Es ist eben nicht die freie Abgabe an einen (kommerziellen) Nutzer, sondern nur ein Unternehmen in der Größenordnung der Deutschen Post dürfte sich die Lizenzierung der rund 20 Millionen Koordinaten leisten, für die im Grundtarif laut <a title="Gebührentarif" href="https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_show_anlage?p_id=14441" target="_blank">VermWertGebT</a> 0,10 € je Koordinatenpaar anfallen. Unter Anwendung der Mengenrabatte (100 Prozent der Gebühr bis einschließlich dem 10 000. Objekt &#8211; 50 Prozent der Gebühr ab dem 10 001. bis einschließlich dem 100 000. Objekt<br />
- 25 Prozent der Gebühr ab dem 100 001. bis einschließlich dem 1 000 000. Objekt und  12,5 Prozent der Gebühr ab dem 1 000 001. Objekt) sind das bei 20 Millionen Gebäuden immer noch knapp 280.000 Euro. Ob die Post das bezahlt hat, wissen wir aber wie gesagt nicht, schließlich ist in der Mitteilung darüber von Kooperation die Rede, nicht von Kauf/Lizenzierung.</p>
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		</item>
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		<title>Apps mit Geodaten: Kann man davon leben?</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2011/10/05/apps-mit-geodaten-kann-man-davon-leben/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 09:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geogeschäfte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geografitti.de/?p=1847</guid>
		<description><![CDATA[Und zur Abwechslung heute mal ein Veranstaltungstipp aus der Bonner Region: “Apps – Impulse für die Geo-Branche?”, heißt es am 19. Oktober 2011 ab 18 Uhr im Bonner Münster-Carré in der Gangolfstraße 14 zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe GeoDIALOG der Geoinformationsinitiative der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler. Unter anderem wird Oliver Kühn von der Skobbler GmbH unter dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und zur Abwechslung heute mal ein Veranstaltungstipp aus der Bonner Region:</p>
<p>“Apps – Impulse für die Geo-Branche?”, heißt es am 19. Oktober 2011 ab 18 Uhr im Bonner <a title="Münster Carré" href="http://www.muenster-carre.de/" target="_blank">Münster-Carré in der Gangolfstraße 14</a> zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe GeoDIALOG der Geoinformationsinitiative der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler. Unter anderem wird Oliver Kühn von der <a title="Skobbler" href="http://www.skobbler.de/" target="_blank">Skobbler GmbH</a> unter dem Titel “Geo-Apps – Gelddruckmaschine oder Zubrotgeschäft?” von seinen Erfahrungen auf dem Markt für Smartphone-Apps berichten. Der Hintergrund: Seit Oktober 2009 rangiert die skobbler-Navigation beinahe ununterbrochen auf Platz 1 der meistverkauften Navigationsanwendungen in Apples App Store, nicht zuletzt durch den nahezu konkurrenzlosen Preis von 1,59 Euro.</p>
<p>In diesem Umfeld eines weniger technologisch, als vielmehr durch Marketing entwickelten Massenmarktes stellt sich aber die Frage des geschäftlichen Erfolgs für die IT-Industrie täglich neu, insbesondere mit Blick auf ihr hohes Innovationspotenzial. Was bedeutet Erfolg im Markt vor dem Hintergrund immer kürzerer Innovationszyklen? Wie sicher können Prognosen über den Markterfolg eines Produktes sein? Sind Innovationen heute planbar? Und woran lassen sich erfolgreiche Innovationen festmachen? Hierzu wird sich als weiterer Referent Elmar Geese äußern, Geschäftsführer des in Bonn ansässigen IT-Consultinganbieters <a title="tarent solution" href="http://www.tarent.de/" target="_blank">tarent solutions GmbH</a>.</p>
<p>Der GeoDIALOG wird – wie der der Name schon sagt – sowohl im offiziellen Programm, wie auch beim Ausklang mit einem Imbiss viel Raum für Diskussion mit den Referenten sowie der Teilnehmer untereinander bieten.</p>
<p>Darüber hinaus besteht im Rahmen der Veranstaltung die Möglichkeit, sich über die Ergebnisse des Projektes “<a title="Flex-I-Geo-Web" href="http://www.geobusiness-region.de/flex-i-geoweb/" target="_blank">Flex-I-Geo-Web</a>” zu informieren. Flex-I-Geo-Web bietet einen neuartigen Geo-Software-Baukasten, der die intutitive Nutzung von Geodaten und -diensten in den Vordergrund stellt und von insgesamt acht regionalen Partnern entwickelt wurde.</p>
<p>Der GeoDIALOG soll als neues und regelmäßiges Veranstaltungsformat der Geoinformationsinitiative Kontakte zwischen potenziellen Anwendern und der Geo-Branche herstellen. Die Veranstaltungsreihe greift aktuelle Themen und Trends auf, informiert durch Vorträge und Podiumsdiskussionen und will genügend Raum für Diskussionen mit den Gästen bieten. Zum Auftakt  liegen bereits zahlreiche Anmeldungen aus dem Netzwerk der Geoinitiative vor. Diese spontane Resonanz macht das hohe Interesse an dem neuen Format deutlich.</p>
<p title="Flyer GeoDIALOG (PDF, ca. 1MB)">Weitere Anmeldungen zum kostenfreien GeoDIALOG können entweder direkt per Mail bei Frau Daniela Kannengießer unter <a title="Daniela Kannengießer" href="mailto:daniela.kannengiesser@bonn.de" target="_blank">daniela.kannengiesser@bonn.de</a> erfolgen, oder auch per Fax auf dem im <a title="Flyer GeoDIALOG (PDF, ca. 1MB)" href="http://www.geobusiness-region.de/wp-content/uploads/2011/10/FlyerGeoDialog.pdf" target="_blank">Ankündigungs-Flyer</a> integrierten Formular.</p>
<p title="Flyer GeoDIALOG (PDF, ca. 1MB)"><em>(Disclaimer: Ich arbeite für das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn, das hier gemeinsam mit der IHK Bonn/Rhein-Sieg, für die ich ebenfalls bereits tätig war,  zu dieser Veranstaltung einlädt.)</em></p>
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		<title>Intergeo 2011: Nachspann Teil 1</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 17:22:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geogeschäfte]]></category>
		<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[In jedem Fall war durch Themenwahl und Versuchsanordnung der Diskutanten - 2 mal öffentliche Verwaltung  aus Bund und Land, einmal freie Wirtschaft in der Person von Michael Herter - der Diskussionsverlauf nicht wirklich überraschend. Natürlich ging es (mal wieder) um die Frage, zu welchen Bedingungen die öffentliche Verwaltung ihre Daten zur Verfügung stellt und natürlich mussten sich die Herren Kutterer und Püß für komplizierte Lizenzbedingungen und hohe Preise rechtfertigen. Ein bekanntes Lied, nicht nur auf der Intergeo.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja diesen kleinen Moderatorenjob am letzten Tag des Intergeo-Kongresses: &#8220;Preise blockieren die Zukunft?!&#8221; lautete der Titel. Es diskutierten: Hans-Jörg Kutterer, frisch ernannter Präsident des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG), Michael Herter, Geschäftsführer der Firma Infas Geodaten und als Verteter der Arbeitsgemeinschaft der Vermessunsgverwaltungen in Deutschland (AdV) Ulrich Püß vom Thüringischen (Thüringer?) Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr. Er sprang für den AdV-Vorsitzenden Wolfgang Draken vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen ein, der kurzfristig absagte. Püß allerdings wird zum Jahresende Draken turnusmäßig als AdV-Vorsitzenden ablösen, insofern war er natürlich mehr als nur &#8220;Ersatz&#8221;.</p>
<p>In jedem Fall war durch Themenwahl und Versuchsanordnung der Diskutanten &#8211; 2 mal öffentliche Verwaltung  aus Bund und Land, einmal freie Wirtschaft in der Person von Michael Herter &#8211; der Diskussionsverlauf nicht wirklich überraschend. Natürlich ging es (mal wieder) um die Frage, zu welchen Bedingungen die öffentliche Verwaltung ihre Daten zur Verfügung stellt und natürlich mussten sich die Herren Kutterer und Püß für komplizierte Lizenzbedingungen und hohe Preise rechtfertigen. Ein bekanntes Lied, nicht nur auf der Intergeo.</p>
<p>Michael Herter gab ebenso erwartungsgemäß das Enfant Terrible und zweifelte ganz kurzerhand an, dass die amtlichen Datensammler überhaupt ein Urheberrecht auf ihre Geodaten geltend machen könnten, von wegen Schöpfungshöhe zum Beispiel bei Hausumrissen, Straßenverläufen usw. Für seine privat mit hohem Aufwand veredelten Daten ging er natürlich selbstverständlich von einem urheberechtlich geschützten Gut aus. Aber zugestanden, er konnte den Unterschied ganz überzeugend deutlich machen.</p>
<p>Das Ganze hatte natürlich einen entscheidenden Hintergrund: Nur auf der Grundlage eines existierenden Urheberrechtsschutzes können die Verwaltungen überhaupt so etwas wie Nutzungsrechte für ihre Daten regeln, ob nun für wenig, viel oder gar kein Geld. Ich glaube, nicht jedem im Saal war zu jedem Zeitpunkt klar, dass das auch in dieser Diskussion unvermeidliche und vielzitierte Schlagwort von &#8220;Open Data&#8221; meint, dass genau auf dieses Recht verzichtet wird:  Die weitere Nutzung amtlicher Daten durch ihre Urheber bestimmen zu lassen. &#8220;Open Data&#8221; heißt nicht zwingend kostenlose Abgabe, aber immer Abgabe ohne Einschränkung der weiteren Nutzung ud zwar inklusive Weitergabe an Dritte.</p>
<p>Ich nahm mir als Moderator die Freiheit, mit Herters Argumenten etwas zu spielen und fragte Püß als Erstes, ob er bzw. die Vermessungsverwaltungen denn nun schöpferisch tätig seien. Das kam nach meinem Eindruck in dieser Form für ihn unerwartet, aber natürlich war die Antwort klar: Das Urheberrecht begründet sich nicht aufs einzelne Datum, wohl aber auf die Datensammlung, Stichwort: Datenbankurheberrecht. Ich lotste Püß zur Erkenntnis, dass dieses Recht vor allem als Leistungsschutzrecht ausgeübt wird und es in erster Linie die für die Datensammlung getätigten Investitionen schützen soll.</p>
<p>Fangfrage: Wer hat denn da das Geld in der Verwaltung investiert? Vater Staat? Der Steuerzahler? Gehören die Daten dann nicht allen&#8230;tja, auch das ein bekanntes Lied, nicht nur auf der Intergeo.</p>
<p>Die bekannten Pfade verließ die Diskussion eigentlich nur einmal, als es nämlich um das Verhältnis von Politik und Verwaltung ging. Kutterer und Püß konnten sich nämlich recht formal auf ihre Rolle als Verwaltung zurückziehen und darauf verweisen, dass die Politik ihr Handeln bestimme. Die Verwaltung sei nicht frei, sondern an Gesetze gebunden und ausführendes Organ der Politik. Wenn der Gesetzgeber Open Data wolle, werde es sie geben, vorher seien ihnen mehr oder weniger die Hände gebunden.</p>
<p>Aber genau auf dieses &#8220;mehr oder weniger&#8221; kommt es wohl an. Und natürlich ist die Verwaltung nicht nur reiner Befehlsempfänger sondern in jedem politischen Entscheidungsverfahren auch beratend tätig. Verwaltung nimmt massiven Einfluss auf Politik, insbesondere wenn die Poltik eher eine Feierabend-Veranstaltung ist, wie im kommunalen Umfeld oder wenn die politischen Gremien die Verwaltungsarbeit nicht allzu eng kontrollieren. Dann beginnt das Eigenleben der Verwaltung.</p>
<p>Danach gefragt, schaußte Püß zumindest etwas gequält. &#8220;Damit bringen sie mich jetzt wirklich in Schwierigkeiten.&#8221; Das kann man nachvollziehen. Was soll er da als loyaler Ministerialbeamter auch sagen? Zumindest gestand er zu, dass Politk und Verwaltung ja beides Systeme darstellten, die sensibel auf äußeren Druck reagierten. Natürlich, auch das eine Binse, die im Grunde vermutlich sogar für den dynamischen Mittelständler Infas Geodaten gilt, aber doch auch interpretierbar als Aufforderung an die Nutzer, hier beständig entsprechendes Handeln einzufordern.</p>
<p>Problematisch ist das natürlich, wenn die meisten Datennutzer andere Behörden sind, die tendenziell auch nicht an Open Data interessiert sind. Könnte ja schließlich auch sie betreffen.</p>
<p>In diesem Zusammenhang wurde an einer anderen Stelle der Diskussion noch einmal die ganzen Unterschiede zwischen der Philosophie eines Herrn Herter und dem Aufgabenverständnis von Kutterer und Püß deutlich: bei der Frage der weiteren Nutzung der amtlichen Daten. Sich darüber Gedanken zu machen, war für den BKG-Präsidenten und den kommenden AdV-Vorsitzenden selbstverständlicher Teil ihrer Aufgabe. Aus Sicht Herters ist das ein Teil des Problems. Die Verwaltungen sollten ihre Daten einfach unkompliziert abgeben (nochmals: &#8220;Open Data&#8221;) und dann würde recht schnell eine wachsende Verwertungsindustrie Nutzungen finden und entwickeln, auf die man in den Fluren der Amtsstuben naturgemäß gar nicht kommen könne.&#8221;Da würde über eine besteuerbare Wertschöpfung viel mehr Geld an den Staat zurückfließen, als er jemals mittels Gebühren für die Daten einnehmen könnte.&#8221;</p>
<p>In der Tat gibt es zahlreiche Studien, die diesen Gedanken nahelegen, aber die Realität ist etwas komplizierter. Aus Sicht der Vermessungsverwaltungen ist es nämlich recht unsicher, dass ihnen diese so toll prognostizierten Mehreinnahmen zu Gute kommen. Heutige Gebühren sind dagegen eine greifbare Einnahme, die überdies (von der Politik) von ihnen verlangt wird. Spätestens da fing die Diskussion an, sich etwas im Kreis zu wiegen.</p>
<p>Vielleicht sollte man irgendwann zugeben, dass die Verwaltung an der Frage einer einfachen Datennutzung schlicht scheitert. Am Ende blieb mir daher nur übrig, nach einem Blick auf die ablaufenden 90 Minuten, in ranickischer Manier mit einem Brecht-Zitat die Veranstaltung zu schließen: &#8220;Und so sehen wir betroffen / den Vorhang zu und alle Fragen offen.&#8221;</p>
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