<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Geografitti - nicht nur Geografisches &#187; Geografen besichtigen die Realität</title>
	<atom:link href="http://www.geografitti.de/rubrik/geoinformation/geografen-besichtigen-die-realitat/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.geografitti.de</link>
	<description>Die Vermessung meiner Welt</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 14:36:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=</generator>
		<item>
		<title>Flickenteppich Vermessungsverwaltung</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2011/11/04/flickenteppich-vermessungsverwaltung/</link>
		<comments>http://www.geografitti.de/2011/11/04/flickenteppich-vermessungsverwaltung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 12:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen für Jauch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geografitti.de/?p=1904</guid>
		<description><![CDATA[Dass das, was drauf steht, auch drin ist, ist ja längst nicht mehr sicher. In den vergangenen Jahren hat zum Beispiel eine Welle von Umstrukturiereungen der Vermessungsverwaltungen in fast allen Bundesländern dazu geführt, dass an die Stelle des guten alten Landesvermessungsamtes heute ein Sammelsurium an Behörden und Institutionenbezeichnungen getreten ist. Und bei der kreativen Benamsung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass das, was drauf steht, auch drin ist, ist ja längst nicht mehr sicher. In den vergangenen Jahren hat zum Beispiel eine Welle von Umstrukturiereungen der Vermessungsverwaltungen in fast allen Bundesländern dazu geführt, dass an die Stelle des guten alten Landesvermessungsamtes heute ein Sammelsurium an Behörden und Institutionenbezeichnungen getreten ist. Und bei der kreativen Benamsung sind bisweilen Bezeichnungen heraus gekommen, deren Alltagstauglichkeit sich ob ihrer Länge auch nicht so recht einzustellen vermag. Dazu kommen die unterschiedlichen politischen Zuständigkeiten in den Ländern.</p>
<p>Als Leserservice hier mal ein Überblick in alphabetischer Reihenfolge der Bundesländer, nicht der Ämter-Bezeichnungen:</p>
<ul>
<li>Baden Württemberg: <a title="Baden-Württemberg" href="http://www.lgl-bw.de">Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung</a> (LGL) &#8211; Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz</li>
<li>Bayern: <a title="Bayern" href="http://vermessung.bayern.de">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a> (LVG) &#8211; Staatsministerium der Finanzen</li>
<li>Berlin: <a title="Berlin" href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/geoinformation/">Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung III: Geoinformation</a>  &#8211; Senatorin für Stadtentwicklung</li>
<li>Brandenburg: <a title="Brandenburg" href="http://www.geobasis-bb.de">Landesbetrieb Landesvermessung und Geobasisinformation</a> (LGB) &#8211; Ministerium des Innern</li>
<li>Bremen: <a title="Bremen" href="http://www.geo.bremen.de/">GeoInformation Bremen</a> &#8211; Landesamt für Kataster Vermessung, Immobilienbewertung, Informationssysteme  &#8211; Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa</li>
<li>Hamburg: <a title="Hamburg" href="http://www.hamburg.de/startseite-landesbetrieb-geoinformation-und-vermessung/">Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung</a> &#8211; Senatorin für Standentwicklung und Umwelt</li>
<li>Hessen: <a title="Hessen" href="http://www.hvbg.hessen.de">Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation</a> (LBGH)  &#8211; Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung</li>
<li>Mecklenburg-Vorpommern: <a title="Mecklenburg-Vorpommern" href="http://www.laiv-mv.de/land-mv/LAiV_prod/LAiV/AfGVK/" target="_blank">Landesamt für innere Verwaltung, Abteilung 3: Amt für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen</a> &#8211; Ministerium für Inneres und Sport</li>
<li>Niedersachsen: <a title="Niedersachsen" href="http://www.lgln.niedersachsen.de" target="_blank">Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung</a> (LGLN) &#8211; Ministerium für Inneres und Sport &amp; Minsterium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung</li>
<li>Nordrhein-Westfalen: <a title="Nordrhein-Westfalen" href="http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/organisation/abteilung07/index.html" target="_blank">Bezirksregierung Köln, Abteilung 07, GEObasis NRW</a> &#8211; Ministerium für Inneres und Kommunales</li>
<li>Rheinland-Pfalz: <a title="Rheinland-Pfalz" href="http://www.lvermgeo.rlp.de" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation</a> &#8211; Ministerium des Innern für Sport und Infratsruktur</li>
<li>Saarland: <a title="Saarland" href="http://www.saarland.de/kataster_vermessung_karten.htm" target="_blank">Landesamt für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen</a> &#8211; Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr</li>
<li>Sachsen: <a title="Sachsen" href="http://www.geosn.sachsen.de/" target="_blank">Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung</a> (GeoSN) &#8211; Staatsministerium des Inneren</li>
<li>Sachsen-Anhalt: <a title="Sachen-Anhalt" href="http://www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de/de/main.htm" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a> (LvermGeo) &#8211; Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr</li>
<li>Schleswig-Holstein: <a title="Schleswig-Holstein" href="http://www.schleswig-holstein.de/LVERMGEOSH/DE/Startseite/Portalhauptartikel_001_amt.html" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a>  &#8211; Innenministerium</li>
<li>Thüringen: <a title="Thüringen" href="http://www.thueringen.de/de/tlvermgeo/content.html" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a> &#8211; Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr</li>
</ul>
<p>Immerhin fünf mal existiert noch die quasi traditonelle Bezeichnung &#8220;Landesamt für Vermessung&#8221; die um Begriffe wie &#8220;Geoinformation&#8221; oder &#8220;Geobasisinformation&#8221; ergänzt wurde, sowie einige weitere Ergänzungen oder Abwandlungen von Vermessungsamt. Drei Bundesländer haben das eigenständige Landesamt aufgegeben und ihre Vermesser in andere Behörden eingegliedert. Den Vogel schießt insgesamt NRW ab. Vermessung im bevölkerungsreichsten Bundesland firmiert dort heute nicht nur als Unterabteilung einer Bezirksregierung sondern unter einer auch eher kryptsichen Bezeichnung. War wohl als Ausweis besonderer Fortschrittlichkeit gedacht. Drei mal sind Aufgaben rund um die Landentwicklung (sprich: Flurneuordnung) hinzugekommen und im Namen präsent, und ebenfalls dreimal sind es auch keine Ämter mehr sondern Landesbetriebe. Es gab aber schon mal mehr Landesbetriebe.</p>
<p>Was die politischen Zuständigkeiten angeht, finden sich bei 16 Ländern immerhin noch sieben Innenministerien, wo das Thema ja klassicherweise verortet ist Der Rest ist ein Flickenteppich, auch weil die Ressortzuschnitte in den Ländern so bunt sind. Hauptsächlich teilen sich Umwelt-, Verkehrs und Landwirtschaftsministerien (Landesentwicklung) in veränderbaren Gewichtsanteilen die Verantwortung. Einziger Ausreißer ist Bayern mit dem Finanzministerium, aber das war dort schon immer so. Interessant auch Niedersachsen, bei dem sich entsprechende Referate gleich in zwei Ministerien finden. Da sind die Prozesse der Verwaltungsreform wohl noch im Fluss, oder soll das ernsthaft so bleiben?</p>
<p>Unterm Strich, kann sich bei solchen Strukturen niemand wundern, wenn Abstimmungsprozesse (die politische Entscheidungen verlangen) regelmäßig viel Zeit beanspruchen. Es gibt ja nicht mal eine länderübergreifende gemeinsame Minister- oder Staatsekretärsrunde. Lediglich auf einer Fachebene treffen sich Vertreter der Ministerien im <a title="GDI Deutschland" href="http://www.gdi-de.org/ueberuns/lenkungsgremium">Lenkungsgremium der GDI</a>. Nur verbindlich entscheiden können die dort auch nicht allzu viel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.geografitti.de/2011/11/04/flickenteppich-vermessungsverwaltung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der große Intergeo Werbetaschen Vergleich</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2011/10/31/der-grose-intergeo-werbetaschen-vergleich/</link>
		<comments>http://www.geografitti.de/2011/10/31/der-grose-intergeo-werbetaschen-vergleich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 10:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Am Wegesrand]]></category>
		<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geografitti.de/?p=1883</guid>
		<description><![CDATA[Schon seit einigen Jahren ist Trimble Hauptsponsor des Intergeo-Kongresses. Für die Teilnehmer wird das vor allem in den ausgehändigten Konferenztaschen sichtbar, in denen Tagungsunterlagen und allerlei Prospektmaterial überreicht werden. Unübersehbar prangt dort das Trimble-Logo nebst Intergeo Schriftzug. Aber Tasche ist nicht gleich Tasche, wie der Vergleich dieses beliebten gängigen Konferenz-GiveAways zeigt. Gegenüber stehen sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon seit einigen Jahren ist Trimble Hauptsponsor des Intergeo-Kongresses. Für die Teilnehmer wird das vor allem in den ausgehändigten Konferenztaschen sichtbar, in denen Tagungsunterlagen und allerlei Prospektmaterial überreicht werden. Unübersehbar prangt dort das Trimble-Logo nebst Intergeo Schriftzug. Aber Tasche ist nicht gleich Tasche, wie der Vergleich dieses <del>beliebten</del> gängigen Konferenz-GiveAways zeigt. Gegenüber stehen sich die Intergeo-Tasche aus Bremen 2008 und Nürnberg 2011. Wie war die Entwicklung in diesen drei Jahren? Gibt es einen Taschentrend? Lassen sich Rückschlüsse auf die Situation des Sponsors ziehen?</p>
<p>Zumindest hinsichtlich der letzten Frage, gibt es Indizien. Im Jahr 2008 stand das Modell &#8220;<a title="Centrixx" href="http://www.giffits.de/exhibition-bag-werbegeschenke-89806.htm" target="_blank">Exhibition Bag</a>&#8220;  des Herstelles Centrixx zur Verfügung. Stückpreis ab 1000 Taschen: 4,11 Euro; 2011 entschied man sich für das Modell &#8220;<a title="Halfar" href="http://www.bagsforpromotion.com/product_info.php/info/p1802726_Umhaengetasche-III-CONVENTION.html" target="_blank">III Convention</a>&#8221; der Firma Halfar in Marine-Ausführung, die mit 5,36 Euro ab 1000 Stück Abnahme zu Buche schlägt. Damit hat Trimble 2011 deutlich mehr Geld für die Kongressbesucher investiert.</p>

<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-4-1883">

	<!-- Slideshow link -->
	<div class="slideshowlink">
		<a class="slideshowlink" href="http://www.geografitti.de/2011/10/31/der-grose-intergeo-werbetaschen-vergleich/?show=slide">
			Diaschau		</a>
	</div>

	
	<!-- Thumbnails -->
		
	<div id="ngg-image-58" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/a01.png" title="2011er Modell, vorn. Erkennbar: Der gegen Regen geschützte Reisverschluss einer zusätzlichen Vordertasche, zwei Tragegriffe" class="shutterset_set_4" >
								<img title="a01" alt="a01" src="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/thumbs/thumbs_a01.png" width="120" height="85" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-63" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/f06.png" title="2011er Modell, hinten. Nackter Stoff" class="shutterset_set_4" >
								<img title="f06" alt="f06" src="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/thumbs/thumbs_f06.png" width="120" height="85" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-59" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/b02.png" title="2008er Modell, vorn. Reisverschluss für Extratasche, Clipverschluss für große Öffnungsklappe, ein Tragegriff." class="shutterset_set_4" >
								<img title="b02" alt="b02" src="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/thumbs/thumbs_b02.png" width="120" height="85" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-64" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/g07.png" title="2008er Modell, hinten. Extra-Tasche mit mittigem Drucknopf." class="shutterset_set_4" >
								<img title="g07" alt="g07" src="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/thumbs/thumbs_g07.png" width="120" height="85" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-60" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/c03.png" title="2008er Modell, geöffnet. Einlegetasche (rechts), Stifthalter (links) und weiter Einlegetasche für DIN A4 Papiere." class="shutterset_set_4" >
								<img title="c03" alt="c03" src="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/thumbs/thumbs_c03.png" width="120" height="85" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-61" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/d04.png" title="2011er Modell, Handytasche, aber für moderne Smartphones ungeeignet." class="shutterset_set_4" >
								<img title="d04" alt="d04" src="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/thumbs/thumbs_d04.png" width="120" height="85" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-62" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/e05.png" title="2011er Modell, Innenleben mit Unterteilung in zwei Fächer." class="shutterset_set_4" >
								<img title="e05" alt="e05" src="http://www.geografitti.de/wp-content/gallery/taschen/thumbs/thumbs_e05.png" width="120" height="85" />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 	 	
	<!-- Pagination -->
 	<div class="ngg-clear"></div> 	
</div>


<p>Tragischerweise schlägt sich das nicht in der Qualität nieder Im Gegenteil: Bereits auf den ersten Blick sind  Unterschiede in der Ausstattung zugunsten der alten Tasche sichtbar. Das 2008er-Modell bietet vorne im Bereich des Logo-Aufdrucks eine großflächige Öffnungsklappe mit Reisverschluss-Außentasche. Sie wird durch Schnappverschlüsse gehalten. Geöffnet werden dahinter ein Ensemble aus Stifthaltern, Einlegetasche für Visitenkarten oder ähnliche Kleinpapiere sowie eine weitere großzügige Einlegetasche sichtbar, die auch DIN A 4 Prospekte mühelos aufzunehmen vermag. Diese Features fehlen in der 2011er-Tasche vollständig. Sie hat im vorderen Außenbereich des Logo-Aufdrucks lediglich eine zusätzliche Reisverschlusstasche zu bieten, immerhin mit Regenschutz-Abdeckung. Dafür bietet sie an der Seite eine aufgesetzte Handytasche mit Klettverschluss. Sie kann klassische Nokia-Handies mühelos aufnehmen, ist jedoch für moderne Smartphones nur bedingt geeignet. (Das wirft natürlich nebenbei einige Fragen über das Bild von Trimble über ihre Zielgruppe auf.)</p>
<p>Auch auf der Rückseite zeigen sich die Unterschiede in der Ausstattung. Während das 2008er-Modell hier eine weitere Einlegetasche mit Druckknopf-Verschluss bietet, zeigt das 2011-Modelle lediglich den reinen marineblauen Stoff. Beide Taschen werden mit ausreichend stabilem Tragegurt geliefert und haben oben zusätzliche einen Tragegriff. Konstruktionsbedingt durch die Öffnungsklappe begnügt sich das 2008er-Modll hier mit einem Griff, während das 2011er-Modelle zwei Griffe jeweils rechts und links der oberen Reisverschlussöffnung bietet. Ein unterschiedlicher Tragekomfort ist die Folge. Das 2008er-Modell verlangt mehr oder weniger, dass die Öffnungsklappe mit dem Clipverschlüssen auch geschlossen ist, während das 2011er-Modelle genauso gut auch mit geöffnetem Reisverschluss transportiert werden kann. Unter Sicherheitsgesichtspunkten mag dies ein Nachteil sein, für die schnelle Sammlung von Werbematerial auf der Intergeo-Messe bietet die neuere Tasche damit aber eindeutige Vorteile, zumal auch der Umgang mit der großen Öffnungsklappe des 2008er-Modells im Tragemodus mit Umhängegurt schnell ungelenk wirkt. Für den Aufenthalt auf dem verregneten Außengelände der Bremer Messe 2008 war das wiederum die richtige Wahl. Hier hätte das 2011-Modell bei geöffnetem Reisverschluss unter Umständen zuviel Wasser in die Tasche gelassen.</p>
<p>Der Blick in  den Innebereich offenbart schließlich einen letzten Ausstattungsunterschied. Hier begnügt sich das 2008er-Modell mit einer schlichten Innentasche, während das 2011er-Modell eine Unterteilung in zwei Bereich vorsieht und hier zumindest zwei Einlegetaschen andeutet, deren Gebrauch aber wenig praktikabel erscheint.</p>
<p>Hinsichtlich Verarbeitung und Qualität sind keine auffällgen Unterschiede erkennbar. Bedie Taschen bestehen zu 100 Prozent aus wasserabweisendem Polyester Das 2008er-Modell wirkt insgesamt etwas stabiler, was aber auch dem höheren Stoffanteil aufgrund der zusätzlichen Ausstattung geschuldet sein mag. Dementsprechend bringt die ältere Tasche mit einem Leergewicht von 560 Gramm rund 200 Gramm mehr Eigengewicht mit. Fazit: Beide Taschen erfüllen ihren Zweck und sind nach der Messe noch gut verwendbar, wenn man sich am Trimble-Logo nicht stört. Die 2008er-Tasche bietet aber einen weitaus höheren Komfort und kann durch praktische Details überzeugen, so dass sie sicherlich länger im Gebrauch sein dürfte, als das für den Sponsor teurere 2011er Modell.</p>
<p>Mein Wunsch für 2012 wäre übrigens der<a title="Centrixx" href="http://www.giffits.de/business-trolley-werbeartikel-138733.htm" target="_blank"> Business-Trolley</a> von Centrixx. Das mag zwar auf den ersten Blick übetrieben erscheinen. Aber die Intergeo ist nun mal der größte Geodäsie-Event der Welt, da sollte man sich als Sponsor nicht knauserig zeigen. Als GiveAway dürfte der Trolley jedenfalls für Gesprächsstoff sorgen und überdies halten sich die Mehrkosten in Grenzen: Sie dürften nur wenig über dem Listenpreis eines einzigen GNSS-Gesamtsystem (mit Base &amp; Rover jeweils R8) zur geodätischen Vermessung liegen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.geografitti.de/2011/10/31/der-grose-intergeo-werbetaschen-vergleich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Intergeo 2011: Nachspann Teil 1</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2011/10/04/intergeo-2011-nachspann-teil-1/</link>
		<comments>http://www.geografitti.de/2011/10/04/intergeo-2011-nachspann-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 17:22:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geogeschäfte]]></category>
		<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geografitti.de/?p=1843</guid>
		<description><![CDATA[In jedem Fall war durch Themenwahl und Versuchsanordnung der Diskutanten - 2 mal öffentliche Verwaltung  aus Bund und Land, einmal freie Wirtschaft in der Person von Michael Herter - der Diskussionsverlauf nicht wirklich überraschend. Natürlich ging es (mal wieder) um die Frage, zu welchen Bedingungen die öffentliche Verwaltung ihre Daten zur Verfügung stellt und natürlich mussten sich die Herren Kutterer und Püß für komplizierte Lizenzbedingungen und hohe Preise rechtfertigen. Ein bekanntes Lied, nicht nur auf der Intergeo.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja diesen kleinen Moderatorenjob am letzten Tag des Intergeo-Kongresses: &#8220;Preise blockieren die Zukunft?!&#8221; lautete der Titel. Es diskutierten: Hans-Jörg Kutterer, frisch ernannter Präsident des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG), Michael Herter, Geschäftsführer der Firma Infas Geodaten und als Verteter der Arbeitsgemeinschaft der Vermessunsgverwaltungen in Deutschland (AdV) Ulrich Püß vom Thüringischen (Thüringer?) Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr. Er sprang für den AdV-Vorsitzenden Wolfgang Draken vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen ein, der kurzfristig absagte. Püß allerdings wird zum Jahresende Draken turnusmäßig als AdV-Vorsitzenden ablösen, insofern war er natürlich mehr als nur &#8220;Ersatz&#8221;.</p>
<p>In jedem Fall war durch Themenwahl und Versuchsanordnung der Diskutanten &#8211; 2 mal öffentliche Verwaltung  aus Bund und Land, einmal freie Wirtschaft in der Person von Michael Herter &#8211; der Diskussionsverlauf nicht wirklich überraschend. Natürlich ging es (mal wieder) um die Frage, zu welchen Bedingungen die öffentliche Verwaltung ihre Daten zur Verfügung stellt und natürlich mussten sich die Herren Kutterer und Püß für komplizierte Lizenzbedingungen und hohe Preise rechtfertigen. Ein bekanntes Lied, nicht nur auf der Intergeo.</p>
<p>Michael Herter gab ebenso erwartungsgemäß das Enfant Terrible und zweifelte ganz kurzerhand an, dass die amtlichen Datensammler überhaupt ein Urheberrecht auf ihre Geodaten geltend machen könnten, von wegen Schöpfungshöhe zum Beispiel bei Hausumrissen, Straßenverläufen usw. Für seine privat mit hohem Aufwand veredelten Daten ging er natürlich selbstverständlich von einem urheberechtlich geschützten Gut aus. Aber zugestanden, er konnte den Unterschied ganz überzeugend deutlich machen.</p>
<p>Das Ganze hatte natürlich einen entscheidenden Hintergrund: Nur auf der Grundlage eines existierenden Urheberrechtsschutzes können die Verwaltungen überhaupt so etwas wie Nutzungsrechte für ihre Daten regeln, ob nun für wenig, viel oder gar kein Geld. Ich glaube, nicht jedem im Saal war zu jedem Zeitpunkt klar, dass das auch in dieser Diskussion unvermeidliche und vielzitierte Schlagwort von &#8220;Open Data&#8221; meint, dass genau auf dieses Recht verzichtet wird:  Die weitere Nutzung amtlicher Daten durch ihre Urheber bestimmen zu lassen. &#8220;Open Data&#8221; heißt nicht zwingend kostenlose Abgabe, aber immer Abgabe ohne Einschränkung der weiteren Nutzung ud zwar inklusive Weitergabe an Dritte.</p>
<p>Ich nahm mir als Moderator die Freiheit, mit Herters Argumenten etwas zu spielen und fragte Püß als Erstes, ob er bzw. die Vermessungsverwaltungen denn nun schöpferisch tätig seien. Das kam nach meinem Eindruck in dieser Form für ihn unerwartet, aber natürlich war die Antwort klar: Das Urheberrecht begründet sich nicht aufs einzelne Datum, wohl aber auf die Datensammlung, Stichwort: Datenbankurheberrecht. Ich lotste Püß zur Erkenntnis, dass dieses Recht vor allem als Leistungsschutzrecht ausgeübt wird und es in erster Linie die für die Datensammlung getätigten Investitionen schützen soll.</p>
<p>Fangfrage: Wer hat denn da das Geld in der Verwaltung investiert? Vater Staat? Der Steuerzahler? Gehören die Daten dann nicht allen&#8230;tja, auch das ein bekanntes Lied, nicht nur auf der Intergeo.</p>
<p>Die bekannten Pfade verließ die Diskussion eigentlich nur einmal, als es nämlich um das Verhältnis von Politik und Verwaltung ging. Kutterer und Püß konnten sich nämlich recht formal auf ihre Rolle als Verwaltung zurückziehen und darauf verweisen, dass die Politik ihr Handeln bestimme. Die Verwaltung sei nicht frei, sondern an Gesetze gebunden und ausführendes Organ der Politik. Wenn der Gesetzgeber Open Data wolle, werde es sie geben, vorher seien ihnen mehr oder weniger die Hände gebunden.</p>
<p>Aber genau auf dieses &#8220;mehr oder weniger&#8221; kommt es wohl an. Und natürlich ist die Verwaltung nicht nur reiner Befehlsempfänger sondern in jedem politischen Entscheidungsverfahren auch beratend tätig. Verwaltung nimmt massiven Einfluss auf Politik, insbesondere wenn die Poltik eher eine Feierabend-Veranstaltung ist, wie im kommunalen Umfeld oder wenn die politischen Gremien die Verwaltungsarbeit nicht allzu eng kontrollieren. Dann beginnt das Eigenleben der Verwaltung.</p>
<p>Danach gefragt, schaußte Püß zumindest etwas gequält. &#8220;Damit bringen sie mich jetzt wirklich in Schwierigkeiten.&#8221; Das kann man nachvollziehen. Was soll er da als loyaler Ministerialbeamter auch sagen? Zumindest gestand er zu, dass Politk und Verwaltung ja beides Systeme darstellten, die sensibel auf äußeren Druck reagierten. Natürlich, auch das eine Binse, die im Grunde vermutlich sogar für den dynamischen Mittelständler Infas Geodaten gilt, aber doch auch interpretierbar als Aufforderung an die Nutzer, hier beständig entsprechendes Handeln einzufordern.</p>
<p>Problematisch ist das natürlich, wenn die meisten Datennutzer andere Behörden sind, die tendenziell auch nicht an Open Data interessiert sind. Könnte ja schließlich auch sie betreffen.</p>
<p>In diesem Zusammenhang wurde an einer anderen Stelle der Diskussion noch einmal die ganzen Unterschiede zwischen der Philosophie eines Herrn Herter und dem Aufgabenverständnis von Kutterer und Püß deutlich: bei der Frage der weiteren Nutzung der amtlichen Daten. Sich darüber Gedanken zu machen, war für den BKG-Präsidenten und den kommenden AdV-Vorsitzenden selbstverständlicher Teil ihrer Aufgabe. Aus Sicht Herters ist das ein Teil des Problems. Die Verwaltungen sollten ihre Daten einfach unkompliziert abgeben (nochmals: &#8220;Open Data&#8221;) und dann würde recht schnell eine wachsende Verwertungsindustrie Nutzungen finden und entwickeln, auf die man in den Fluren der Amtsstuben naturgemäß gar nicht kommen könne.&#8221;Da würde über eine besteuerbare Wertschöpfung viel mehr Geld an den Staat zurückfließen, als er jemals mittels Gebühren für die Daten einnehmen könnte.&#8221;</p>
<p>In der Tat gibt es zahlreiche Studien, die diesen Gedanken nahelegen, aber die Realität ist etwas komplizierter. Aus Sicht der Vermessungsverwaltungen ist es nämlich recht unsicher, dass ihnen diese so toll prognostizierten Mehreinnahmen zu Gute kommen. Heutige Gebühren sind dagegen eine greifbare Einnahme, die überdies (von der Politik) von ihnen verlangt wird. Spätestens da fing die Diskussion an, sich etwas im Kreis zu wiegen.</p>
<p>Vielleicht sollte man irgendwann zugeben, dass die Verwaltung an der Frage einer einfachen Datennutzung schlicht scheitert. Am Ende blieb mir daher nur übrig, nach einem Blick auf die ablaufenden 90 Minuten, in ranickischer Manier mit einem Brecht-Zitat die Veranstaltung zu schließen: &#8220;Und so sehen wir betroffen / den Vorhang zu und alle Fragen offen.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.geografitti.de/2011/10/04/intergeo-2011-nachspann-teil-1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>StreetView: Realität und ihr digitaler Nachbau</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2010/08/16/streetview-realitat-und-ihr-digitaler-nachbau/</link>
		<comments>http://www.geografitti.de/2010/08/16/streetview-realitat-und-ihr-digitaler-nachbau/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 09:05:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geografitti.de/?p=1620</guid>
		<description><![CDATA[Stellt man die Frage, warum Google StreetView derzeit (erneut) der Aufreger ist, kann man sich mit einer Reihe oberflächlicher Antworten begnügen: Weil Google derzeit ohnehin gerade in der Kritik steht. Weil viele Kritiker keine Ahnung haben. Weil die um sich greifende, allgegenwärtige öffentliche und private Datennsammelwut hier für jedermann beispielhaft sichtbar wird. Weil der deutsche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stellt man die Frage, warum Google StreetView derzeit (<a href="http://www.geografitti.de/2010/02/23/streetview-und-der-datenschutz/" target="_blank">erneut</a>) der Aufreger ist, kann man sich mit einer Reihe oberflächlicher Antworten begnügen: Weil Google derzeit ohnehin gerade in der Kritik steht. Weil viele Kritiker keine Ahnung haben. Weil die um sich greifende, allgegenwärtige öffentliche und private Datennsammelwut hier für jedermann beispielhaft sichtbar wird. Weil der deutsche Michel das Internet irgendwie bedrohlich findet oder eine hübsche Melange all dieser Dinge.</p>
<p>Offensichtliche und sachlich eindeutige Verstöße gegen die Regelungen des Datenschutzes sind es jedenfalls <a href="http://www.wb-law.de/news/allgemein/1818/google-street-view-eingriff-in-persoenlichkeitsrechte-und-datenschutz-oder-unbedenklicher-service-oder/" target="_blank">nicht</a>. Es bedarf schon einiger juristischer Klimmzüge und kreativer Gesetzesexegese um einen Verstoß gegen die bestehenden Regelungen herzuleiten. Das ist eine Expertendiskussion, dessen feine argumentative Verästelungen kaum eine öffentliche Rolle spielen.</p>
<p>Was bleibt, ist ein unspezifisches Unbehagen à la „Die können doch nicht einfach..“ Und natürlich kann man aus diesem Unbehagen ganz legitime Forderungen und Vorhaben speisen, die Gesetze so zu verändern, dass StreetView in seiner jetzigen Form nicht mehr möglich wäre. Ob dass der Sache gerecht wird, steht auf einem anderen Blatt, ebenso die Frage, ob man mit nachträglichen Änderungen der Gesetzeslage, die bereits im Vertrauen auf die bestehenden Gesetze getätigten unternehmerische Investition von Google entschädigungsfrei wertlos machen kann. Goldene Zeiten für Juristen.</p>
<p>Es lohnt sich daher vielleicht, dieses Unbehagen näher zu betrachten und den Versuch einer Einordnung vorzunehmen. Die Diskussion um StreetView fällt ja nicht plötzlich vom Himmel. Seit einigen Jahren ist eine anschwellende öffentliche und mediale Wahrnehmung des äußerst umfangreichen Themenkomplexes „Datenschutz“ zu beobachten. Die Stichworte dazu lauten Netzsperren, Vorratsdatenspeicherung, bekannt gewordene, eindeutig unberechtigte Datennutzungen bei Unternehmen von Telekom bis Lidl, aufbereitet in Form von „Skandalen“, die zuletzt eben auch bei Facebook (Datenschutzrichtlinien) und Google (WLAN-Netze) eine Rolle spielten. All diese Themen haben ihren Weg bis in Tagesschau und vor ein Millionenpublikum gefunden. Einige weitere (SWIFT, ELENA, Nacktscanner) stehen in der zweiten Reihe. Und Themen wie „Gesundheitskarte“ sind noch kaum bekannt.</p>
<p>Jedes einzelner dieser Stichworte berührt jeweils einen anderen datenschutzrechtlichen Zusammenhang. Manches hat sich als schlicht verfassungswidrig herausgestellt, manches sind technische Pannen und daraus resultierende Verstöße gegen das Datenschutzgesetz, anderes berührt Staatsverständnis und Menschenbild, ist aber mutmaßlich noch kein Verstoß gegen die Verfassung. Allein: die differenzierte Wahrnehmung der Einzelthemen findet außerhalb der Expertenzirkel nicht statt. Im politisch-gesellschaftlichen Raum amalgamiert (- das Wort wollte ich schon immer mal benutzen! &#8211; ) als das zu dieser „Die-können-doch-doch-nicht-einfach-Mischung.“</p>
<p>Dabei verwischen sich in der Wahrnehmung des „Die“ die Rollen von Tätern und Opfer vollständig, denn beispielsweise stimmten zahlreiche Abgeordnete des Bundestages der verfassungswidrigen Sammlung von Telefonverbindungsdaten zu, die jetzt als Bürger ihr Wohnhaus nicht in StreetView sehen möchten, wobei in StreetView ja lediglich das Haus, aber nicht der Hausbewohner erkennbar ist &#8211;  aber über die fehlende Differenzierung sprach ich ja schon. Gleichwohl ist das lediglich eine hübsche ironische Fußnote. Entscheidend ist das im Gesamt-Ergebnis entstehende Unbehagen über „die“. Und das sind wahlweise die Regierung, Facebook oder eben Google, „die“ alle irgendwie Daten sammeln. Das ist im Detail all der datenschutzrechtlichen Zusammenhänge eben schwer fassbar, aber im Fall von StreetView so wunderbar einfach zu erkennen. So offensichtlich für jedermann. StreetView kapiert wirklich jeder. StreetView ist kein abstraktes Datum über mich, sondern ein Bild von dort, wo ich täglich lebe. Öffentlich im Netz, für jederman, weltweit. Die können doch nicht einfach&#8230;</p>
<p>Ebenso offensichtlich ist aber auch das der Empörung zu Grunde liegende Missverständnis. Es ist ein Bild – <strong>ein</strong> Bild. Ein Bild des Hauses von <strong>irgendwann</strong>. Es ist wie jedes Foto ein Stückchen eingefrorene Zeit, ein Ausschnitt aus dem Strom des Lebens. Im Grunde ein winziger Aussschnitt. In der Diskussion wird dagegen häufig so getan, als ob StreetView die Realität weitgehend flächendeckend widergibt. Das tut der Dienst nicht. StreetView modelliert die Realität. Jemand brachte in diesem Zusammenhang den Begriff der digitalen Öffentlichkeit auf, die Google dadurch herstellt – keine schlechte Beschreibung. Vor allem, weil sie darauf verweist, dass Google seine digitale Nachmodellierung der Realität öffentlich zugänglich machen will. (Die Vorstellung, sich dieser digitalen Öffentlichkeit verweigern zu können ist übrigens eher putzig, wenngleich einfach zu realisieren. Es genügt völlig, auch sonst keine sichtbaren Einflüsse im öffentlichem Raum zu hinterlassen&#8230;)</p>
<p>Die digitale Modellierung der Realität ist zugleich der Begriff, unter dem sich vieles beschreiben lässt, was derzeit geschieht und der Teil des Unbehagens ist. Auch Facebook will Realität modellieren, wenn es die sozialen Kontakte und Beziehungen von Menschen nachzeichnet. Auch SWIFT, ELENA oder die angestrebte Vorratsdatenspeicherung haben das Ziel, einen Ausschnitt der Realität nachzuzeichnen. Es geht allerdings in keinem der Vorhaben um einen konkreten Ausschnitt, sondern stets um die Gesamtmodellierung eines übergeordneten Zusammenhangs – aus dem sich im Bedarfsfall der konkrete Ausschnitt entnehmen lässt. Anders als die Realität erlaubt ihre digitale Modellierung die schnelle und einfache Recherche. Das ist natürlich Ziel und Zweck der Veranstaltung und dieser Aspekt sorgt für einen nicht unerheblichen Teil des Unbehagens. In der Befürchtung mit StreetView könne sich nun auch allerlei lichtscheues Gesindel schnell, bequem und problemlos lohnenswerte Objekte für Eigentumsdelikte aller Art herauspicken, kommt dies erkennbar zum Ausdruck.</p>
<p>Übersehen wird dabei allerdings der Preis, der für jede Modellierung der Realität zu zahlen ist. Das ist die Reduktion der Komplexität. In der Kartographie kennt man dies unter dem Begriff der Generalisierung. Und auch wenn StreetView einen anderen Eindruck macht: Die Realität entzieht sich in ihrer Komplexität bislang jedem Versuch der vollständigen digitalen Modellierung. Professionelle Einbrecher werden das Objekt ihrer Begierde deshalb zuvor immer selbst in Augenschein nehmen und sich nicht mit Aufnahmen begnügen, die nicht die für Einbrüche besonders interessante Rückseite des Gebäudes erkennen lassen. Auch die Frage, ob Hunde ein Haus bewachen oder ob eine Alarmanlage installiert und wie sie beschaffen ist, wird StreetView kaum beantworten. Auch StreetView bleibt ein generalisiertes Modell der dynamischen Wirklichkeit.</p>
<p>Die reduzierte Komplexität der digitalen Modellierung ist indes eine zweischneidige Angelegenheit. Sie gilt nicht nur für StreetView, sie gilt auch für Facebook und die Vorratsdatenspeicherung. Hier kann das fehlende Bewusstsein, dass die Daten eben nicht die Wirklichkeit zeigen, genau wie beim StreetView-gesteuerten Einbrecher zu konsequenzreichen Fehlentscheidungen führen. Die Diskussion um das Thema Datenschutz muss daher endlich ein Bewusstsein für die Möglichkeiten und Grenzen des digitalen Nachbaus der Realität entwickeln und die daraus erwachsenen Gefahren und Chancen benennen. Im Falle von StreetView wird dagegen gut sichtbar, wie sowohl Gegner wie Befürworter beständig Realität und ihre digitale Modellierung verwechseln.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.geografitti.de/2010/08/16/streetview-realitat-und-ihr-digitaler-nachbau/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alleinstellungen</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2010/03/17/alleinstellungen/</link>
		<comments>http://www.geografitti.de/2010/03/17/alleinstellungen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 12:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geografitti.de/?p=1532</guid>
		<description><![CDATA[Mal wieder das Privileg genossen, Michael Goodchild zu lauschen, der heute als Keynote-Speaker der Geoinformatik 2010 in Kiel auftrat. Der mit dem Lauréat Prix International de Géographie Vautrin Lud &#8211; eine Art Geo-Nobelpreis &#8211; ausgezeichnete Wissenschaftler aus Kalifornien schafft es als einer der wenigen in dieser ganzen GIS-Mischpoke, immer noch mal einen neuen Gedanken zu formulieren. Heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder das Privileg genossen, Michael Goodchild zu lauschen, der heute als Keynote-Speaker der <a href="http://www.geoinformatik2010.de" target="_blank">Geoinformatik 2010</a> in Kiel auftrat. Der mit dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Prix_Vautrin_Lud">Lauréat Prix International de Géographie Vautrin Lud</a> &#8211; eine Art Geo-Nobelpreis &#8211; ausgezeichnete Wissenschaftler aus Kalifornien schafft es als einer der wenigen in dieser ganzen GIS-Mischpoke, immer noch mal einen neuen Gedanken zu formulieren. Heute war dies sein Hinweis auf noch vollkommen fehlende Standards der GIS-Funktionen.</p>
<p>Das ist als Beobachtung so trivial wie genial. Ja klar, kein GIS &#8211; ob nun webbasiert oder Desktop &#8211; funktioniert wie ein anderes. Und das meint nicht nur das grafische Interface. Es gibt einfach keine Übereinkunft welche Funktionen es überhaupt geben sollte und wie diese technisch umzusetzen wären. Jeder Hersteller verfolgt dabei völlig losgelöst vom Wettbewerb sein eigenes Konzept. Ja, dieses jeweilige Konzept wird auch noch als Alleinstellungsmerkmal offensiv vermarktet: Unser GIS ist anders, als das der Konkurrenz. Das ist so offensichtlich, dass zumindest ich noch nie darüber als Problem nachgedacht habe. Aber natürlich ist das prinzipiell Unsinn und ebenso natürlich verhindert so etwas breitere Marktdurchdringungen und ist zumindest eine plausible Erklärung, warum das Geschäft etwa mit dem Thema mobiler Navigation nahezu vollständig an ESRI und Co. vorbei gelaufen ist. Ein Wettlauf um falsch verstandene Alleinstellungsmerkmale.</p>
<p>Was die klassischen GIS-Hersteller tun ist ungefähr so, als würde jeder Autobauer nicht nur die Bedienungselemnete seiner Fahrzeuge unterschiedlich anordnen, sondern auch den Fahrer mal rechts, mal links, mal vorne, mal mittig, mal hinten platzieren. Auch gäbe es kein halbwegs einheitliches Motorkonzept, dass bei allen Unterschieden im Detail jedem zumindest den problemlosen Tankstellenbesuch ermöglicht. Von Standards wie vier Räder mal ganz zu Schweigen.  So setzt sich kein Verkehrsmittel durch. Und GIS-Motoren sind da weitaus individueller, um es mal vornehm zu umschreiben.</p>
<p>Goodchild hat in seinen knapp 45 Minuten noch eine Reihe anderer Aspekte angesprochen, über die ich noch etwas nachdenken muss, aber allein dieser kleine, sehr grundsätzliche Gedanke des GIS-Pioniers zeigt zumindest seine Alleinstellung.</p>
<p>Als Forscher hat er diese Notwendigkeit richtig verstanden.</p>
<p><strong>Update 20. März:</strong></p>
<p>Habe dazu noch Post von Prof. Alexander Zipf aus Heidelberg erhalten, die ich niemandem vorenthalten möchte:</p>
<blockquote><p>übrigens anbei ein paar Hinweise zu unseren ersten Arbeiten über die fehlende Standardisierung der GIS-Funktionalität:</p>
<ul>
<li>Göbel, R., Zipf, A. (2008): <a href="http://www.geographie.uni-bonn.de/karto/publications/pdf/conference/geocomp2008.3dprocessing.wps.50720708.pdf">How to define 3D Geoprocessing Operations for the OGC Web Processing Service. (WPS)? Towards a Classification of 3D Operations</a>. (PDF)  International Workshop on Computational Geoinformatics. (CompGeo 2008). The 2008 International Conference on Computational Science and Its Applications (ICCSA 2008). Perugia. Italy.</li>
<li>Walenciak, G, Zipf, A. (2010): Designing a Web Processing Service Application Profile for Spatial Analysis in Business Marketing. AGILE Conference 2010. Portugal.</li>
<li>Lanig S. and A. Zipf (2010): Proposal for a Web Processing Services (WPS) Application Profile for 3D Processing Analysis. GEOProcessing 2010 &#8211; The Second International Conference on Advanced Geographic Information Systems, Applications, and Services. Netherlands Antilles.</li>
</ul>
</blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.geografitti.de/2010/03/17/alleinstellungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grundbücher und die Kostenordnung</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2010/02/18/grundbucher-und-die-kostenordnung/</link>
		<comments>http://www.geografitti.de/2010/02/18/grundbucher-und-die-kostenordnung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 10:24:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geografitti.de/?p=1482</guid>
		<description><![CDATA[Und wieder was gelernt: Gerade trudelte die letzte mit dem stolzen Immobilienerwerb verbundene Rechnung ein. Das Amtsgericht will den Aufwand für die Eintragungen im Grundbuch bezahlt sehen. Die Höhe dieser Kosten hängt grundsätzlich am Kaufpreis &#8211; und das wiederum finde ich&#8230; öhm &#8230; doof oder sagen wir mal: Nicht sachgerecht. Der Aufwand für die Eintragungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder was gelernt: Gerade trudelte die letzte mit dem stolzen Immobilienerwerb verbundene Rechnung ein. Das Amtsgericht will den Aufwand für die Eintragungen im Grundbuch bezahlt sehen. Die Höhe dieser Kosten hängt grundsätzlich am Kaufpreis &#8211; und das wiederum finde ich&#8230; öhm &#8230; doof oder sagen wir mal: Nicht sachgerecht. Der Aufwand für die Eintragungen im Grundbuch wird ja nicht höher, nur weil der Kaufpreis höher ist. Jetzt sind das bei mir harmlose dreistellige Beträge, aber irgendwann rutscht das Verhältnis zwischen tatsächlichem Aufwand für die Grundbuchpflege und in Rechnung gestellte Kosten doch ins Surreale.</p>
<p>Aber wie eine kurze Recherche ergab, bin ich nicht der Erste, der über diesen Gedanken stolpert und die deutsche Justiz wurde deswegen auch schon bemüht. Die findet das allerdings völlig in Ordnung. Eine enstprechende Verfassungsbeschwerde ist vom Verfassungsgericht gar nicht erst zugelassen worden. In der <a href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20040706_2bvr020604.html">Ablehnung</a> heißt es zwar grundsätzlich:</p>
<blockquote><p>Gebühren für staatliche Leistungen dürfen nicht völlig unabhängig von den tatsächlichen Kosten der gebührenpflichtigen Staatsleistung festgesetzt werden; die Verknüpfung zwischen den Kosten und der Gebührenhöhe muss sachgerecht sein (&#8230;) Die im Einzelnen auferlegte Gebühr darf (&#8230;) nicht außer Verhältnis zu den mit der Gebührenregelung verfolgten Zwecken stehen.</p></blockquote>
<p>Aber eben auch:</p>
<blockquote><p>Aus der Zweckbestimmung der Gebühr ergibt sich keine verfassungsrechtlich begründete Begrenzung der Gebührenhöhe durch die tatsächlichen Kosten einer staatlichen Leistung.(&#8230;.) Bei den am Wert eines Grundstücks ausgerichteten Gebühren des Grundbuchrechts (&#8230;) (handelt es sich) um keine reinen Bearbeitungsgebühren, sondern um komplexe, einer Vielzahl von Zielen dienende Gebühren. Sie gleichen neben dem Bearbeitungsaufwand auch den Aufwand für Sachinvestitionen* und für allgemein mit der Grundbuchführung verbundene Investitionen, den Aufwand für die Abgleichung des Grundbuchs mit anderen öffentlichen Registern, insbesondere den Liegenschaftskatastern, das Haftungsrisiko der öffentlichen Hand entsprechend dem Nennbetrag der Schuld, den Ausgleich zwischen nicht kostendeckenden Eintragungen mit niedrigem Geschäftswert durch kostendeckende Eintragungen mit hohem Geschäftswert und auch den Wert der grundbuchrechtlichen Eintragung eines Rechts für den Leistungsempfänger selbst aus (&#8230;.).</p>
<p>Diese verschiedenen Ausgleichsziele berechtigen den Gesetzgeber, die Grundbuchgebühren als Wertgebühren auszugestalten, ohne dass hierbei die Gebühr unabhängig von der Staatsleistung festgesetzt wird. Der Gesetzgeber beachtet den Gleichheitssatz gemäß Art. 3 Abs. 1 GG, indem er die Gebührenmaßstäbe und -sätze in den Grenzen der Wirtschaftlichkeit so auswählt und staffelt, dass sie unterschiedlichen Ausmaßen in der erbrachten Leistung Rechnung tragen, damit die verhältnismäßige Gleichheit unter den Gebührenschuldnern gewahrt bleibt. Indem der Gesetzgeber die grundbuchrechtlichen Gebühren an den Grundstückswerten ausrichtet, achtet er des Weiteren darauf, dass angemessene Gebühren erzielt werden.</p></blockquote>
<p>So, damit ist das dann auch geklärt.</p>
<p>Ich kleiner Wohnungsbesitzer darf eben nicht nur darauf gucken, welchen Aufwand die Grundbucheintragungen im konkreten Fall bedeuten, sondern auch, welch ungeheure Leistung Vater Staat insgesamt in diesem Zusammenhang erbringt. Grrundbuchkosten sind sozusagen Beiträge zur Solidargemeinschaft. Vermutlich profitiere ich sogar noch davon, weil der tatsächliche Aufwand für meine vier Wände teurer ist, als die jetzt gestellte Rechnung&#8230; öhm&#8230; wo ist der Überweisungsträger? Nicht, dass sich das Amsgericht das noch anders überlegt.</p>
<p>* zum Beispiel Katastersoftware&#8230;(Anm. d. Verf.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.geografitti.de/2010/02/18/grundbucher-und-die-kostenordnung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Krisenkarten Haiti</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2010/01/15/krisenkarten-haiti/</link>
		<comments>http://www.geografitti.de/2010/01/15/krisenkarten-haiti/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 15:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geografitti.de/?p=1425</guid>
		<description><![CDATA[Was für ein Timing: Erst am Montag hat netzpolitik.org in einem Interview die freie Mapping-Software Ushahidi vorgestellt, die speziell zur kartographischen Aufbereitung von Krisensituationen in Echtzeit  durch georeferenzierte SMS-Nachrichten konzipiert wurde &#8211; heute hat die Community des Projekts eine Plattform für das Erdbeben in Haiti veröffentlicht. Freiwillige sichten und bewerten dafür Twitter-Nachrichten aus Haiti, deren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was für ein Timing: Erst am Montag hat netzpolitik.org in einem <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/interview-patrick-meier-ueber-die-freie-crisis-mapping-software-ushahidi/" target="_blank">Interview</a> die freie Mapping-Software Ushahidi vorgestellt, die speziell zur kartographischen Aufbereitung von Krisensituationen in Echtzeit  durch georeferenzierte SMS-Nachrichten konzipiert wurde &#8211; heute hat die Community des Projekts eine <a href="http://haiti.ushahidi.com/" target="_blank">Plattform für das Erdbeben in Haiti</a> veröffentlicht. Freiwillige sichten und bewerten dafür Twitter-Nachrichten aus Haiti, deren Informationen sie in die Karte einpflegen.</p>
<p>Auch bei OpenSstreetMap bemüht man sich um Haiti. Aus einer eher <a href="http://www.flickr.com/photos/mikel_maron/4274264767/" target="_blank">rudimentären Karte</a> der Hauptstadt Port au Prince wurde in kurzer Zeit eine detaillierte Darstellung. Das kommt den Machern des OpenRoute Service zu Gute, die  bereits vor zwei Jahren beim Wirbelsturm Ike in Haiti für die Vereinten Nationen einen Routingservice auf Basis der Daten von OSM aufgebaut haben und auch jetzt wieder <a href="http://openls.geog.uni-heidelberg.de/osm-haiti/" target="_blank">aktiv sind</a>. Der Vorteil dabei: Die Hilfsorganisationen erhalten nicht nur eine Karte plus Routing, sondern auch die Infarstruktur um unpassierbare und zerstörte Wege problemlos und ad-hoc in der Karte abzulegen und diese Informationen so zügig weitergeben.</p>
<p>Der Satellitendatenlieferant Digital Globe offeriert Hilfsorgansiationen bis Ende Januar einen freien Zugang zu aktuellen Satellitenbildern von Haiti. Man habe bis 28. Januar 23 Satellitenkonstellationen zur Verfügung, die es erlaubten jeweils Aufnahmen des Landes zu liefern. Eine <a href="http://www.digitalglobe.com/index.php/27/Sample+Imagery+Gallery" target="_blank">Galerie von Schadensanalysen</a> durch diese Bilder auf der Website des Unternehmens macht den Nutzen deutlich.</p>
<p>Unter welcher Zahl von Beben und Nachbeben Haiti derzeit leidet, macht die Karte unten deutlich.  Jeder rote Punkt steht für das Epizentrum eines Erdbebens. Oben rechts ist Port au Prince erkennbar. Das Bild stammt vom <a href="http://nhss.cr.usgs.gov/index.shtml" target="_blank">Natural Hazard Support System</a> des US Geological Service.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.geografitti.de/wp-content/uploads/2010/01/Bildschirmfoto-2010-01-15-um-15.53.34.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-1426" title="Bildschirmfoto 2010-01-15 um 15.53.34" src="http://www.geografitti.de/wp-content/uploads/2010/01/Bildschirmfoto-2010-01-15-um-15.53.34-1024x607.png" alt="" width="600" height="360" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.geografitti.de/2010/01/15/krisenkarten-haiti/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Macht der Untertitel</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2010/01/02/die-macht-der-untertitel/</link>
		<comments>http://www.geografitti.de/2010/01/02/die-macht-der-untertitel/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 11:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegte Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geografitti.de/?p=1380</guid>
		<description><![CDATA[via Northwest Geospatial]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0b04pKO_698&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/0b04pKO_698&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p>via <a href="http://www.nwgeospatial.com/news/">Northwest Geospatial</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.geografitti.de/2010/01/02/die-macht-der-untertitel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wozu Geologen und Geographen?</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2009/10/22/wozu-geologen-und-geographen/</link>
		<comments>http://www.geografitti.de/2009/10/22/wozu-geologen-und-geographen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 18:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geografitti.de/?p=1277</guid>
		<description><![CDATA[Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (den ich bislang auch noch nicht kannte) fordert handlungsfähige Geo-Behörden. &#8220;Es erhebt sich  die Frage, ob Katastrophenereignisse wie in Köln (Einsturz des Stadtarchives), Staufen (Hebung der gesamten Altstadt) oder Kamen (Einsturz eines Wohnhauses durch Erdwärmebohrung) durch eine profitunabhängige Beratung und fachliche Begleitung durch geowissenschaftliche Fachbehörden hätten verhindert werden können. „Gerade die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.geoberuf.de">Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler</a> (den ich bislang auch noch nicht kannte) fordert handlungsfähige Geo-Behörden.</p>
<blockquote><p>&#8220;Es erhebt sich  die Frage, ob Katastrophenereignisse wie in Köln (Einsturz des Stadtarchives), Staufen (Hebung der gesamten Altstadt) oder Kamen (Einsturz eines Wohnhauses durch Erdwärmebohrung) durch eine profitunabhängige Beratung und fachliche Begleitung durch geowissenschaftliche Fachbehörden hätten verhindert werden können. „Gerade die Fachbehörden, die Baumaßnahmen im Untergrund überwachen sollen, wurden jedoch zerschlagen oder teilweise handlungsunfähig gemacht“ bemängelt BDG Vorsitzende Ulrike Mattig. „In den Fachbehörden ist nicht nur die fachliche Kompetenz gebündelt, hier werden auch wichtige Daten gesammelt und aufbereitet – diese sind unerlässliche Grundlage aller Planungen und Arbeiten“.</p></blockquote>
<p>Inwieweit ein Berufsverband hier Unfälle und Unglücke für eigene Lobby-Zwecke instrumentalisiert, um offenbar schwindenede Berufsfelder zu erhalten, vermag ich nicht zu beurteilen. (Für Köln bezweifle ich einfach pauschal, das eine wie auch immer personell ausgestattete Fachbehörde den Einsturz des Stadtarchivs verhindert hätte. Die dortige Stadtverwaltung ist nämlich generell nicht sonderlich handlungsfähig &#8211; aber das ist ein anderes Thema.)</p>
<p>Vielleicht hat der BDG in der Sache sogar Recht und ganz bestimmt werden in den entsprechenden geologischen Ämtern fleißg Daten gesammelt und aufbereitet. Nur wurden (und werden) diese in der Öffentlichkeit eben noch immer viel zu sehr, wie eine geheime Verschlussache behandelt. Ich erinneren mich noch sehr gut an den Präsidenten eines geologischen Landesamtes, der auf einer öffentlichen Veranstaltung, wiederholt betonte, dass er die Daten seines Amtes natürlich nicht einfach so zur Verfügung stellen könnte, schließlich brauche es zur Interpretation Fachkenntnisse, die allein die Mitarbeiter seiner Behörde besäßen. Das ist eine Haltung, die wenig mit der Ausstattung der Behörde, aber viel mit dem Selbstverständnis von Geowissenschaftlern zu tun  hat, die immer noch am liebsten im Elfenbeinturm der reinen Lehre residieren.</p>
<p>So gesehen ist auch die Webseite des BDG interessant. Einfache alphabetische Auflistungen der Mitglieder macht es zum Beispiel schwer, in der eigenen Region nach Ansprechpartnern zu recherchieren. Dabei sollte für einen gewissenschaftlchen Berufsverband eine kartographische Darstellung tendenziell selbstverständlich sein.  Aber was soll man erwarten, wenn man sich für <a href="http://www.geoberuf.de/index.php?option=com_content&amp;view=section&amp;layout=blog&amp;id=10&amp;Itemid=48">Informationen zu Berufsbildern oder für eine Zusammenstellung der geowissenschafltlichen Institute und Studiengänge in Deutschland, Österreich und der Schweiz</a> bereits registrieren   bzw. Verbandsmitglied sein muss, um Zugriff zu erhalten?  Ich hätte diese Infos gar nicht für so exklusiv gehalten. Erinnert mich irgendwie an den oben erwähnten Behördenchef. Motto: Man kann ja Informationen nicht einfach so rausgeben, nachher machen die Leute noch etwas damit.</p>
<p>Könnte es sein, dass die Geowissenschaftler mit ihrem Grundverständnis öffentlicher Kommunikation ihr Scherflein dazu beitragen, Stück für Stück an Gestaltungsmöglichkeiten zu verlieren?</p>
<p>Vor fast 20 Jahren forderte der französiche Geograph Yves Lacoste von den Geographen, sich auf ihre &#8220;raison d&#8217;être&#8221;, ihre gesellschaftliche Funktion zu besinnen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Lange Zeit haben es die im akademischen Bereich tätigen Geographen abgelehnt, sich mit politischen Probleme zu befassen, da diese, so die implizite Begründung, nicht &#8220;geographisch&#8221; seien. (&#8230;) Die Verbannung des Politischen durch die universitären Geographen hat für die Entwicklung dieser Wissenschaft aber schwerwiegende Konsequenzen gehabt: Der wissenschaftliche Duskurs wurde zunehmend akademischer und zweckfreier und die Rolle der Geographen immer undefinierbarer und zwar nicht nur in den Augen der Spezialisten anderer Diszipinen, sondern auch in denen der politischen Entscheidungsträger.&#8221;</p></blockquote>
<p>Dabei sei den Geographen als Spezialisten für die Herstellung von Landkarten jahrhundertelang größe Bedeutung begemessen worden, von den Herrschenden ebenso wie von den Kaufleuten. Erst die universitäre Geographie und ihre seit dem Ende des 19  Jahrhunderts wachsende Beschränkung darauf, vor allem Erdkundelehrer auszubilden (also konsequente Selbstbefruchtung), habe zum Bedeutungsverlust beigetragen.  An ihre Stelle sind nach Lacoste die Ökonomen als wichtigste Ratgeber der Regierenden getreten. Es komme deshalb darauf an, den Geographen wieder auf das Terrain des Politischen zurück zu führen. Aus dem Elfenbeinturm heraus, möchte man hinzufügen.</p>
<p>Und was für die Geographen gilt, gilt analog sicher auch für Geowissenschaftler, die ihr Selbstverständnis ebenfalls überprüfen sollten. Dass das Primat des Ökonomischen ihnen jetzt die verbliebenen behördlichen Nischen streicht (wie der BDG meint) ist vor diesem historischen Hintergrund natürlich eine besondere Ironie.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.geografitti.de/2009/10/22/wozu-geologen-und-geographen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cutting the last Ties</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2009/09/18/cutting-the-last-ties/</link>
		<comments>http://www.geografitti.de/2009/09/18/cutting-the-last-ties/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 13:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.geografitti.de/?p=1240</guid>
		<description><![CDATA[This is after exactly 800 blog-articles the very first time, I put some English content in here. The thing is, my English is good enough to solve any every-day-problem during some holidays in the USA, I would think even good enough to live a daily life there or to join some business-meetings. But normally I [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-1241 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="gistm" src="http://www.geografitti.de/wp-content/uploads/2009/09/gistm-225x300.jpg" alt="gistm" width="225" height="300" />This is after exactly 800 blog-articles the very first time, I put some English content in here. The thing is, my English is good enough to solve any every-day-problem during some holidays in the USA, I would think even good enough to live a daily life there or to join some business-meetings. But normally I am not able, to write an special-interest article about geospatial developments in English. So I wrote it in German for the „GIS Trends &amp; Markets – The Geomatics News Magazine“, which is published in both languages. They are so kindly, to translate my work. And they also give me permission, to publish the english version here. So the international readers (..if they exist&#8230;) now can get an impression about whats going in Germany with the „Official Property-Land-Register Information System“ so called ALKIS, which is a big thing for the many Surveying Authorities in Germany.</p>
<p>Sorry for those of you, who want a German version. You must buy the magazine</p>
<p>&#8230;.hmm&#8230;.<br />
okay, that was a joke, there is an e-paper-version <a href="http://www.abcverlag.de/GISTM/#/18/" target="_blank">here</a>.</p>
<p><strong>Cutting the last Ties<br />
</strong></p>
<p style="font-weight: normal;"><em>ALKIS exists! The first municipalities of North Rhine-Westphalia have converted their land-registration offices to the new standard, and many regional surveyor’s offices intend to follow suit in 2010. It’s now all up to the municipal authorities and the private persons affected – but clear answers are still pretty thin on the ground.</em></p>
<p>After a gestation period lasting many years and seemingly neverending complications during the actual birth, the long-awaited baby is now about to see at least a little of the light of day: ALKIS (Amtliches Liegenschafts-Kataster-Informationssystem; i.e. ‘Official Property- Land-Register Information System’) has finally found its way into the first governmental land-survey offices in Germany. Its aim is to combine the existing Automated Property Map (ALK) and the Automated Property Register (ALB) into an integrated data set and is part of an even more ambitious project – best known by its abbreviation, ‘3A-model’ – that has been occupying Germany’s state landsurvey offices to a greater or lesser extent since the mid-1990s.</p>
<p>In addition to ALKIS, two further ‘A’ names of importance are ATKIS (‘Official Topographical-Cartographical Information System’) and AFIS (‘Official Fixed-Point Information System’). These governmental topographical and land-registration databanks are to be combined with the aim of creating a national basic database that is uniform and well-integrated. And, in the wake of this changeover, the Gauss-Krueger co-ordinate system will become a thing of the past, and positional co-ordinates will be obtained via the ETRS-89 (European Terrestrial Reference System). All of this was decided back in the last millennium, and the original timetable envisaged that all German states would have begun introducing ALKIS by 2005 at the latest. In an interview given in 2001, Horst Gotthardt – then the managing director of Sicad Geomatics (now AED Sicad) – speculated that this might well mean that the last state would actually have reached this stage by 2010.</p>
<p>“Well, with wisdom of hindsight, even that was too optimistic”, is how Gotthardt now regards his remarks back then. As things stand, the fact is that it’s only now that the first German states are commencing with the introduction of ALKIS. A mere five municipalities in North Rhine-Westphalia (Coesfeld, Solingen, Leverkusen, Lippe and the Rhine-Erft-County) have got as far as already producing their land-register data in accordance with the precepts of ALKIS, because in this state, such data are not in the hands of a central landsurvey office but are the responsibility of local district and municipal authorities. As a result, any such authority which decides to press ahead in this area can do so alone and without external interference. One outcome of this, though, is that the format of land-register data may be different in two districts bordering directly on each other. Thus, the prospect of ALKIS leading to uniformity of data at a national level seems even more remote, at least during a transitional phase.</p>
<p>Referring to his earlier assessment of the ALKIS timetable as drawn up by the Working Group of Surveying Authorities (AdV), Gotthart (now a member of the steering committee of the GIS Round Table in Munich) says, “I’ve always said that this won’t work the way the AdV thinks it will”. Nonetheless, he never reckoned with delays of 5 to 7 years. No wonder suppliers in the GIS branch involved in the ALKIS program unanimously speak of “terribly long barren phases” in the development of suitable software solutions. The principal companies involved, AED-Sicad und ibR Riemer, both have their headquarters in Bonn and, depending on how you look at the figures, share between 60% and 80% of the market relating to state surveying authorities.</p>
<p>One reason for the delays is certainly the sheer scale of the undertaking: ALKIS means converting digitalized land-registry maps to a system of object-related data management – and thus spells the irrevocable end of cartographically influenced data management in the form of graphic layering, which was long (and, in many cases, is still) offered by geoinformation systems. ALKIS therefore represents the final step that will take geodesy into the modern information era. It thereby also means cutting the last ties with the century-old world of cartography. ALKIS has nothing whatsoever to do with maps; instead, it is a data model through and through, i.e. The replication in a computer of reality as it is perceived by the land register. The map is now nothing more than an interface between people and databank.</p>
<p>It follows that the heart of ALKIS is a catalogue of object types, the GeoInfoDoc. This is now available in version 6.0, a 516-pagethick PDF describing every object in the real world that might conceivably be relevant for surveying and mapping, and also defining it for ALKIS. No less than 99 various ways of marking a border point are included. And also the object type, ‘building’, evidently takes into account every possible characteristic and peculiarity. In all, 228 modes of building use are listed in relatively logical groupings, even including, for safety’s sake, a further category of use “not to be specified from the available sources”. While most data models set out to simplify the complexity of the real world in order to make the operation of the model practicable, ALKIS represents an attempt to capture the complexity of reality as comprehensively as possible.</p>
<p>By its very nature, this is bound to take time, particularly in a political system with many federal elements, in which it is necessary to find a consensus about reality before one can set about replicating it. Even after ALKIS has been implemented, surveying will remain a matter controlled by individual states; thus, during the normal working week, the standardization of data and co-operation between specialists will not always be put into practice quite as well as the AdV claims in its Sunday statements. Over the last years, the appearance of more and more new versions of GeoInfoDoc have not made the work of software companies and IT specialists any easier.</p>
<p>Every German state has its own various specialities up its sleeve that it is determined to see integrated into a mutual data model. If ALKIS was a project of a private company, it’s highly likely that a controller would have stopped it for cost reasons alone. And it is at least probable that only an authority like the German land-registry office, which rarely attracts political scrutiny, could be capable of implementing something like ALKIS over a time period of 15 years without being plagued by doubts and misgivings.</p>
<p>There can be little doubt that a number of municipalities are hoping in secret that the whole project will run aground on its own complexity, so that they are spared the considerable effort of making the changeover. Because ALKIS necessarily brings a number of administrative and organizational adaptations and alterations in its wake. As it combines ALB and ALK databases that were previously administered separately, the updating of these data, at the moment when the changeover takes place, has to be precisely synchronized, while their subsequent management has to proceed on an integrated basis, too. While cartographical parameters may be greatly affected by the change, even bigger alterations are faced by what used to be called the Property Register. The boundaries of plots of land on the map change much less often that information about the owners and the use of a property. This means that procedures are now required that can provide data that can updated pretty well on a daily basis.</p>
<p>Another factor is the further usage of such data for official and nonofficial purposes in the municipality, for example for an official register of trees, a city land map or as a point of reference for plans relating to land utilization and building development. This means that every municipality needs to be prepared for changes. It is noticeable that two basic strategies have emerged, these depending whether the new developments are regarded as a chance or as a threat. Those that are rather wary of ALKIS will be content with only “a superficial implementation” of the changes, as an insider puts it. This means that the Uniform Databank Interface (EDBS), with which land-register data have been read or passed on up to now, will be replaced by the new, official, Norm-Based Exchange Interface (NAS), after which one of the NAS converters already offered by numerous suppliers will be employed to transfer the data to the existing solutions and specialist applications. To do this, it is unnecessary to organize any new procedures outside of the land-register office or to adapt any application modules. A ‘low-calorie’ version of ALKIS, so to speak.</p>
<p>Actually, as the conversion is unavoidable anyway, ALKIS does indeed offer an opportunity to raise the pace with respect to the subject of geo-data infrastructures (GDIs). Object- oriented data management facilitates a great deal in this area. ALKIS might, in addition, turn out to be the goose that laid the golden egg, because for the very first time at a national level, it will make available a large number of objects within a data structure that will provide the basic technical prerequisites for selecting out individual types of object and making use of these in other contexts.</p>
<p>The 228 types of buildings already referred to distinguish between, for example, museums, churches, post offices, libraries, buildings on camping sites, cinemas, hotels, restaurants, shops, shopping malls, and petrol stations, on the one hand, and less usual functions such as greenhouses, salt-works and watermills, on the other – all of which are points of interest for suppliers of location-based services and navigation solutions. A fair number of (tourist) information portals would also be improved by including this sort of data. And these are only the data relating to buildings&#8230;</p>
<p>It has to be said, though, that the responsible surveying authorities apparently have problems ‘selling’ ALKIS as something that might be marketed. And viable licensing models have yet to be devised, anyway. While official governmental applications are bound to be the focus of attention, years of resounding statements announcing the vast dimensions of the coming upheaval that ALKIS will mean for land registration have tended to frighten users rather than awaken their curiosity.</p>
<p>Instead of outlining the new possibilities opened up by ALKIS, most presentations of the last decade have begun with lengthy explanations of forthcoming difficulties. “The damage done so far has been immense”, is how a good few of those involved self-critically weigh up the present situation. At the 2004 Intergeo, Martin Fornefeld of Micus Management Consulting was already complaining that, when considering ALKIS, the land-registration authorities could think of nothing but the technical aspects and had utterly failed to present either a ‘branding’ concept for ALKIS or a product profile with a list of unique features, to say nothing of anything like intelligent marketing strategies.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.geografitti.de/2009/09/18/cutting-the-last-ties/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

