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	<title>Geografitti - nicht nur Geografisches &#187; Geografen besichtigen die Realität</title>
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	<description>Die Vermessung meiner Welt</description>
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		<title>Alleinstellungen</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 12:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal wieder das Privileg genossen, Michael Goodchild zu lauschen, der heute als Keynote-Speaker der Geoinformatik 2010 in Kiel auftrat. Der mit dem Lauréat Prix International de Géographie Vautrin Lud &#8211; eine Art Geo-Nobelpreis &#8211; ausgezeichnete Wissenschaftler aus Kalifornien schafft es als einer der wenigen in dieser ganzen GIS-Mischpoke, immer noch mal einen neuen Gedanken zu formulieren. Heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder das Privileg genossen, Michael Goodchild zu lauschen, der heute als Keynote-Speaker der <a href="http://www.geoinformatik2010.de" target="_blank">Geoinformatik 2010</a> in Kiel auftrat. Der mit dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Prix_Vautrin_Lud">Lauréat Prix International de Géographie Vautrin Lud</a> &#8211; eine Art Geo-Nobelpreis &#8211; ausgezeichnete Wissenschaftler aus Kalifornien schafft es als einer der wenigen in dieser ganzen GIS-Mischpoke, immer noch mal einen neuen Gedanken zu formulieren. Heute war dies sein Hinweis auf noch vollkommen fehlende Standards der GIS-Funktionen.</p>
<p>Das ist als Beobachtung so trivial wie genial. Ja klar, kein GIS &#8211; ob nun webbasiert oder Desktop &#8211; funktioniert wie ein anderes. Und das meint nicht nur das grafische Interface. Es gibt einfach keine Übereinkunft welche Funktionen es überhaupt geben sollte und wie diese technisch umzusetzen wären. Jeder Hersteller verfolgt dabei völlig losgelöst vom Wettbewerb sein eigenes Konzept. Ja, dieses jeweilige Konzept wird auch noch als Alleinstellungsmerkmal offensiv vermarktet: Unser GIS ist anders, als das der Konkurrenz. Das ist so offensichtlich, dass zumindest ich noch nie darüber als Problem nachgedacht habe. Aber natürlich ist das prinzipiell Unsinn und ebenso natürlich verhindert so etwas breitere Marktdurchdringungen und ist zumindest eine plausible Erklärung, warum das Geschäft etwa mit dem Thema mobiler Navigation nahezu vollständig an ESRI und Co. vorbei gelaufen ist. Ein Wettlauf um falsch verstandene Alleinstellungsmerkmale.</p>
<p>Was die klassischen GIS-Hersteller tun ist ungefähr so, als würde jeder Autobauer nicht nur die Bedienungselemnete seiner Fahrzeuge unterschiedlich anordnen, sondern auch den Fahrer mal rechts, mal links, mal vorne, mal mittig, mal hinten platzieren. Auch gäbe es kein halbwegs einheitliches Motorkonzept, dass bei allen Unterschieden im Detail jedem zumindest den problemlosen Tankstellenbesuch ermöglicht. Von Standards wie vier Räder mal ganz zu Schweigen.  So setzt sich kein Verkehrsmittel durch. Und GIS-Motoren sind da weitaus individueller, um es mal vornehm zu umschreiben.</p>
<p>Goodchild hat in seinen knapp 45 Minuten noch eine Reihe anderer Aspekte angesprochen, über die ich noch etwas nachdenken muss, aber allein dieser kleine, sehr grundsätzliche Gedanke des GIS-Pioniers zeigt zumindest seine Alleinstellung.</p>
<p>Als Forscher hat er diese Notwendigkeit richtig verstanden.</p>
<p><strong>Update 20. März:</strong></p>
<p>Habe dazu noch Post von Prof. Alexander Zipf aus Heidelberg erhalten, die ich niemandem vorenthalten möchte:</p>
<blockquote><p>übrigens anbei ein paar Hinweise zu unseren ersten Arbeiten über die fehlende Standardisierung der GIS-Funktionalität:</p>
<ul>
<li>Göbel, R., Zipf, A. (2008): <a href="http://www.geographie.uni-bonn.de/karto/publications/pdf/conference/geocomp2008.3dprocessing.wps.50720708.pdf">How to define 3D Geoprocessing Operations for the OGC Web Processing Service. (WPS)? Towards a Classification of 3D Operations</a>. (PDF)  International Workshop on Computational Geoinformatics. (CompGeo 2008). The 2008 International Conference on Computational Science and Its Applications (ICCSA 2008). Perugia. Italy.</li>
<li>Walenciak, G, Zipf, A. (2010): Designing a Web Processing Service Application Profile for Spatial Analysis in Business Marketing. AGILE Conference 2010. Portugal.</li>
<li>Lanig S. and A. Zipf (2010): Proposal for a Web Processing Services (WPS) Application Profile for 3D Processing Analysis. GEOProcessing 2010 &#8211; The Second International Conference on Advanced Geographic Information Systems, Applications, and Services. Netherlands Antilles.</li>
</ul>
</blockquote>
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		<title>Grundbücher und die Kostenordnung</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2010/02/18/grundbucher-und-die-kostenordnung/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 10:24:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

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		<description><![CDATA[Und wieder was gelernt: Gerade trudelte die letzte mit dem stolzen Immobilienerwerb verbundene Rechnung ein. Das Amtsgericht will den Aufwand für die Eintragungen im Grundbuch bezahlt sehen. Die Höhe dieser Kosten hängt grundsätzlich am Kaufpreis &#8211; und das wiederum finde ich&#8230; öhm &#8230; doof oder sagen wir mal: Nicht sachgerecht. Der Aufwand für die Eintragungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder was gelernt: Gerade trudelte die letzte mit dem stolzen Immobilienerwerb verbundene Rechnung ein. Das Amtsgericht will den Aufwand für die Eintragungen im Grundbuch bezahlt sehen. Die Höhe dieser Kosten hängt grundsätzlich am Kaufpreis &#8211; und das wiederum finde ich&#8230; öhm &#8230; doof oder sagen wir mal: Nicht sachgerecht. Der Aufwand für die Eintragungen im Grundbuch wird ja nicht höher, nur weil der Kaufpreis höher ist. Jetzt sind das bei mir harmlose dreistellige Beträge, aber irgendwann rutscht das Verhältnis zwischen tatsächlichem Aufwand für die Grundbuchpflege und in Rechnung gestellte Kosten doch ins Surreale.</p>
<p>Aber wie eine kurze Recherche ergab, bin ich nicht der Erste, der über diesen Gedanken stolpert und die deutsche Justiz wurde deswegen auch schon bemüht. Die findet das allerdings völlig in Ordnung. Eine enstprechende Verfassungsbeschwerde ist vom Verfassungsgericht gar nicht erst zugelassen worden. In der <a href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20040706_2bvr020604.html">Ablehnung</a> heißt es zwar grundsätzlich:</p>
<blockquote><p>Gebühren für staatliche Leistungen dürfen nicht völlig unabhängig von den tatsächlichen Kosten der gebührenpflichtigen Staatsleistung festgesetzt werden; die Verknüpfung zwischen den Kosten und der Gebührenhöhe muss sachgerecht sein (&#8230;) Die im Einzelnen auferlegte Gebühr darf (&#8230;) nicht außer Verhältnis zu den mit der Gebührenregelung verfolgten Zwecken stehen.</p></blockquote>
<p>Aber eben auch:</p>
<blockquote><p>Aus der Zweckbestimmung der Gebühr ergibt sich keine verfassungsrechtlich begründete Begrenzung der Gebührenhöhe durch die tatsächlichen Kosten einer staatlichen Leistung.(&#8230;.) Bei den am Wert eines Grundstücks ausgerichteten Gebühren des Grundbuchrechts (&#8230;) (handelt es sich) um keine reinen Bearbeitungsgebühren, sondern um komplexe, einer Vielzahl von Zielen dienende Gebühren. Sie gleichen neben dem Bearbeitungsaufwand auch den Aufwand für Sachinvestitionen* und für allgemein mit der Grundbuchführung verbundene Investitionen, den Aufwand für die Abgleichung des Grundbuchs mit anderen öffentlichen Registern, insbesondere den Liegenschaftskatastern, das Haftungsrisiko der öffentlichen Hand entsprechend dem Nennbetrag der Schuld, den Ausgleich zwischen nicht kostendeckenden Eintragungen mit niedrigem Geschäftswert durch kostendeckende Eintragungen mit hohem Geschäftswert und auch den Wert der grundbuchrechtlichen Eintragung eines Rechts für den Leistungsempfänger selbst aus (&#8230;.).</p>
<p>Diese verschiedenen Ausgleichsziele berechtigen den Gesetzgeber, die Grundbuchgebühren als Wertgebühren auszugestalten, ohne dass hierbei die Gebühr unabhängig von der Staatsleistung festgesetzt wird. Der Gesetzgeber beachtet den Gleichheitssatz gemäß Art. 3 Abs. 1 GG, indem er die Gebührenmaßstäbe und -sätze in den Grenzen der Wirtschaftlichkeit so auswählt und staffelt, dass sie unterschiedlichen Ausmaßen in der erbrachten Leistung Rechnung tragen, damit die verhältnismäßige Gleichheit unter den Gebührenschuldnern gewahrt bleibt. Indem der Gesetzgeber die grundbuchrechtlichen Gebühren an den Grundstückswerten ausrichtet, achtet er des Weiteren darauf, dass angemessene Gebühren erzielt werden.</p></blockquote>
<p>So, damit ist das dann auch geklärt.</p>
<p>Ich kleiner Wohnungsbesitzer darf eben nicht nur darauf gucken, welchen Aufwand die Grundbucheintragungen im konkreten Fall bedeuten, sondern auch, welch ungeheure Leistung Vater Staat insgesamt in diesem Zusammenhang erbringt. Grrundbuchkosten sind sozusagen Beiträge zur Solidargemeinschaft. Vermutlich profitiere ich sogar noch davon, weil der tatsächliche Aufwand für meine vier Wände teurer ist, als die jetzt gestellte Rechnung&#8230; öhm&#8230; wo ist der Überweisungsträger? Nicht, dass sich das Amsgericht das noch anders überlegt.</p>
<p>* zum Beispiel Katastersoftware&#8230;(Anm. d. Verf.)</p>
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		<title>Krisenkarten Haiti</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 15:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

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		<description><![CDATA[Was für ein Timing: Erst am Montag hat netzpolitik.org in einem Interview die freie Mapping-Software Ushahidi vorgestellt, die speziell zur kartographischen Aufbereitung von Krisensituationen in Echtzeit  durch georeferenzierte SMS-Nachrichten konzipiert wurde &#8211; heute hat die Community des Projekts eine Plattform für das Erdbeben in Haiti veröffentlicht. Freiwillige sichten und bewerten dafür Twitter-Nachrichten aus Haiti, deren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was für ein Timing: Erst am Montag hat netzpolitik.org in einem <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/interview-patrick-meier-ueber-die-freie-crisis-mapping-software-ushahidi/" target="_blank">Interview</a> die freie Mapping-Software Ushahidi vorgestellt, die speziell zur kartographischen Aufbereitung von Krisensituationen in Echtzeit  durch georeferenzierte SMS-Nachrichten konzipiert wurde &#8211; heute hat die Community des Projekts eine <a href="http://haiti.ushahidi.com/" target="_blank">Plattform für das Erdbeben in Haiti</a> veröffentlicht. Freiwillige sichten und bewerten dafür Twitter-Nachrichten aus Haiti, deren Informationen sie in die Karte einpflegen.</p>
<p>Auch bei OpenSstreetMap bemüht man sich um Haiti. Aus einer eher <a href="http://www.flickr.com/photos/mikel_maron/4274264767/" target="_blank">rudimentären Karte</a> der Hauptstadt Port au Prince wurde in kurzer Zeit eine detaillierte Darstellung. Das kommt den Machern des OpenRoute Service zu Gute, die  bereits vor zwei Jahren beim Wirbelsturm Ike in Haiti für die Vereinten Nationen einen Routingservice auf Basis der Daten von OSM aufgebaut haben und auch jetzt wieder <a href="http://openls.geog.uni-heidelberg.de/osm-haiti/" target="_blank">aktiv sind</a>. Der Vorteil dabei: Die Hilfsorganisationen erhalten nicht nur eine Karte plus Routing, sondern auch die Infarstruktur um unpassierbare und zerstörte Wege problemlos und ad-hoc in der Karte abzulegen und diese Informationen so zügig weitergeben.</p>
<p>Der Satellitendatenlieferant Digital Globe offeriert Hilfsorgansiationen bis Ende Januar einen freien Zugang zu aktuellen Satellitenbildern von Haiti. Man habe bis 28. Januar 23 Satellitenkonstellationen zur Verfügung, die es erlaubten jeweils Aufnahmen des Landes zu liefern. Eine <a href="http://www.digitalglobe.com/index.php/27/Sample+Imagery+Gallery" target="_blank">Galerie von Schadensanalysen</a> durch diese Bilder auf der Website des Unternehmens macht den Nutzen deutlich.</p>
<p>Unter welcher Zahl von Beben und Nachbeben Haiti derzeit leidet, macht die Karte unten deutlich.  Jeder rote Punkt steht für das Epizentrum eines Erdbebens. Oben rechts ist Port au Prince erkennbar. Das Bild stammt vom <a href="http://nhss.cr.usgs.gov/index.shtml" target="_blank">Natural Hazard Support System</a> des US Geological Service.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.geografitti.de/wp-content/uploads/2010/01/Bildschirmfoto-2010-01-15-um-15.53.34.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-1426" title="Bildschirmfoto 2010-01-15 um 15.53.34" src="http://www.geografitti.de/wp-content/uploads/2010/01/Bildschirmfoto-2010-01-15-um-15.53.34-1024x607.png" alt="" width="600" height="360" /></a></p>
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		<title>Die Macht der Untertitel</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2010/01/02/die-macht-der-untertitel/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 11:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegte Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

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		<description><![CDATA[
via Northwest Geospatial
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/0b04pKO_698&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/0b04pKO_698&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x5d1719&#038;color2=0xcd311b" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p>via <a href="http://www.nwgeospatial.com/news/">Northwest Geospatial</a></p>
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		<title>Wozu Geologen und Geographen?</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2009/10/22/wozu-geologen-und-geographen/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 18:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (den ich bislang auch noch nicht kannte) fordert handlungsfähige Geo-Behörden.
&#8220;Es erhebt sich  die Frage, ob Katastrophenereignisse wie in Köln (Einsturz des Stadtarchives), Staufen (Hebung der gesamten Altstadt) oder Kamen (Einsturz eines Wohnhauses durch Erdwärmebohrung) durch eine profitunabhängige Beratung und fachliche Begleitung durch geowissenschaftliche Fachbehörden hätten verhindert werden können. „Gerade die Fachbehörden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.geoberuf.de">Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler</a> (den ich bislang auch noch nicht kannte) fordert handlungsfähige Geo-Behörden.</p>
<blockquote><p>&#8220;Es erhebt sich  die Frage, ob Katastrophenereignisse wie in Köln (Einsturz des Stadtarchives), Staufen (Hebung der gesamten Altstadt) oder Kamen (Einsturz eines Wohnhauses durch Erdwärmebohrung) durch eine profitunabhängige Beratung und fachliche Begleitung durch geowissenschaftliche Fachbehörden hätten verhindert werden können. „Gerade die Fachbehörden, die Baumaßnahmen im Untergrund überwachen sollen, wurden jedoch zerschlagen oder teilweise handlungsunfähig gemacht“ bemängelt BDG Vorsitzende Ulrike Mattig. „In den Fachbehörden ist nicht nur die fachliche Kompetenz gebündelt, hier werden auch wichtige Daten gesammelt und aufbereitet – diese sind unerlässliche Grundlage aller Planungen und Arbeiten“.</p></blockquote>
<p>Inwieweit ein Berufsverband hier Unfälle und Unglücke für eigene Lobby-Zwecke instrumentalisiert, um offenbar schwindenede Berufsfelder zu erhalten, vermag ich nicht zu beurteilen. (Für Köln bezweifle ich einfach pauschal, das eine wie auch immer personell ausgestattete Fachbehörde den Einsturz des Stadtarchivs verhindert hätte. Die dortige Stadtverwaltung ist nämlich generell nicht sonderlich handlungsfähig &#8211; aber das ist ein anderes Thema.)</p>
<p>Vielleicht hat der BDG in der Sache sogar Recht und ganz bestimmt werden in den entsprechenden geologischen Ämtern fleißg Daten gesammelt und aufbereitet. Nur wurden (und werden) diese in der Öffentlichkeit eben noch immer viel zu sehr, wie eine geheime Verschlussache behandelt. Ich erinneren mich noch sehr gut an den Präsidenten eines geologischen Landesamtes, der auf einer öffentlichen Veranstaltung, wiederholt betonte, dass er die Daten seines Amtes natürlich nicht einfach so zur Verfügung stellen könnte, schließlich brauche es zur Interpretation Fachkenntnisse, die allein die Mitarbeiter seiner Behörde besäßen. Das ist eine Haltung, die wenig mit der Ausstattung der Behörde, aber viel mit dem Selbstverständnis von Geowissenschaftlern zu tun  hat, die immer noch am liebsten im Elfenbeinturm der reinen Lehre residieren.</p>
<p>So gesehen ist auch die Webseite des BDG interessant. Einfache alphabetische Auflistungen der Mitglieder macht es zum Beispiel schwer, in der eigenen Region nach Ansprechpartnern zu recherchieren. Dabei sollte für einen gewissenschaftlchen Berufsverband eine kartographische Darstellung tendenziell selbstverständlich sein.  Aber was soll man erwarten, wenn man sich für <a href="http://www.geoberuf.de/index.php?option=com_content&amp;view=section&amp;layout=blog&amp;id=10&amp;Itemid=48">Informationen zu Berufsbildern oder für eine Zusammenstellung der geowissenschafltlichen Institute und Studiengänge in Deutschland, Österreich und der Schweiz</a> bereits registrieren   bzw. Verbandsmitglied sein muss, um Zugriff zu erhalten?  Ich hätte diese Infos gar nicht für so exklusiv gehalten. Erinnert mich irgendwie an den oben erwähnten Behördenchef. Motto: Man kann ja Informationen nicht einfach so rausgeben, nachher machen die Leute noch etwas damit.</p>
<p>Könnte es sein, dass die Geowissenschaftler mit ihrem Grundverständnis öffentlicher Kommunikation ihr Scherflein dazu beitragen, Stück für Stück an Gestaltungsmöglichkeiten zu verlieren?</p>
<p>Vor fast 20 Jahren forderte der französiche Geograph Yves Lacoste von den Geographen, sich auf ihre &#8220;raison d&#8217;être&#8221;, ihre gesellschaftliche Funktion zu besinnen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Lange Zeit haben es die im akademischen Bereich tätigen Geographen abgelehnt, sich mit politischen Probleme zu befassen, da diese, so die implizite Begründung, nicht &#8220;geographisch&#8221; seien. (&#8230;) Die Verbannung des Politischen durch die universitären Geographen hat für die Entwicklung dieser Wissenschaft aber schwerwiegende Konsequenzen gehabt: Der wissenschaftliche Duskurs wurde zunehmend akademischer und zweckfreier und die Rolle der Geographen immer undefinierbarer und zwar nicht nur in den Augen der Spezialisten anderer Diszipinen, sondern auch in denen der politischen Entscheidungsträger.&#8221;</p></blockquote>
<p>Dabei sei den Geographen als Spezialisten für die Herstellung von Landkarten jahrhundertelang größe Bedeutung begemessen worden, von den Herrschenden ebenso wie von den Kaufleuten. Erst die universitäre Geographie und ihre seit dem Ende des 19  Jahrhunderts wachsende Beschränkung darauf, vor allem Erdkundelehrer auszubilden (also konsequente Selbstbefruchtung), habe zum Bedeutungsverlust beigetragen.  An ihre Stelle sind nach Lacoste die Ökonomen als wichtigste Ratgeber der Regierenden getreten. Es komme deshalb darauf an, den Geographen wieder auf das Terrain des Politischen zurück zu führen. Aus dem Elfenbeinturm heraus, möchte man hinzufügen.</p>
<p>Und was für die Geographen gilt, gilt analog sicher auch für Geowissenschaftler, die ihr Selbstverständnis ebenfalls überprüfen sollten. Dass das Primat des Ökonomischen ihnen jetzt die verbliebenen behördlichen Nischen streicht (wie der BDG meint) ist vor diesem historischen Hintergrund natürlich eine besondere Ironie.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Cutting the last Ties</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 13:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

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		<description><![CDATA[This is after exactly 800 blog-articles the very first time, I put some English content in here. The thing is, my English is good enough to solve any every-day-problem during some holidays in the USA, I would think even goog enough to live a daily life there or to join some business-meetings. But normally I [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-1241 alignleft" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="gistm" src="http://www.geografitti.de/wp-content/uploads/2009/09/gistm-225x300.jpg" alt="gistm" width="225" height="300" />This is after exactly 800 blog-articles the very first time, I put some English content in here. The thing is, my English is good enough to solve any every-day-problem during some holidays in the USA, I would think even goog enough to live a daily life there or to join some business-meetings. But normally I am not able, to write an special-interest article about geospatial developments in English. So I wrote it in German for the „GIS Trends &amp; Markets – The Geomatics News Magazine“, which is published in both languages. They are so kindly, to translate my work. And they also give me permission, to publish the english version here. So the international readers (..if they exist&#8230;) now can get an impression about whats going in Germany with the „Official Property-Land-Register Information System“ so called ALKIS, which is a big thing for the many Surveying Authorities in Germany.</p>
<p>Sorry for those of you, who want a German version. You must buy the magazine</p>
<p>&#8230;.hmm&#8230;.<br />
okay, that was a joke, there is an e-paper-version <a href="http://www.abcverlag.de/GISTM/#/18/" target="_blank">here</a>.</p>
<p><strong>Cutting the last Ties<br />
</strong></p>
<p style="font-weight: normal;"><em>ALKIS exists! The first municipalities of North Rhine-Westphalia have converted their land-registration offices to the new standard, and many regional surveyor’s offices intend to follow suit in 2010. It’s now all up to the municipal authorities and the private persons affected – but clear answers are still pretty thin on the ground.</em></p>
<p>After a gestation period lasting many years and seemingly neverending complications during the actual birth, the long-awaited baby is now about to see at least a little of the light of day: ALKIS (Amtliches Liegenschafts-Kataster-Informationssystem; i.e. ‘Official Property- Land-Register Information System’) has finally found its way into the first governmental land-survey offices in Germany. Its aim is to combine the existing Automated Property Map (ALK) and the Automated Property Register (ALB) into an integrated data set and is part of an even more ambitious project – best known by its abbreviation, ‘3A-model’ – that has been occupying Germany’s state landsurvey offices to a greater or lesser extent since the mid-1990s.</p>
<p>In addition to ALKIS, two further ‘A’ names of importance are ATKIS (‘Official Topographical-Cartographical Information System’) and AFIS (‘Official Fixed-Point Information System’). These governmental topographical and land-registration databanks are to be combined with the aim of creating a national basic database that is uniform and well-integrated. And, in the wake of this changeover, the Gauss-Kru&#776;ger co-ordinate system will become a thing of the past, and positional co-ordinates will be obtained via the ETRS-89 (European Terrestrial Reference System). All of this was decided back in the last millennium, and the original timetable envisaged that all German states would have begun introducing ALKIS by 2005 at the latest. In an interview given in 2001, Horst Gotthardt – then the managing director of Sicad Geomatics (now AED Sicad) – speculated that this might well mean that the last state would actually have reached this stage by 2010.</p>
<p>“Well, with wisdom of hindsight, even that was too optimistic”, is how Gotthardt now regards his remarks back then. As things stand, the fact is that it’s only now that the first German states are commencing with the introduction of ALKIS. A mere five municipalities in North Rhine-Westphalia (Coesfeld, Solingen, Leverkusen, Lippe and the Rhine-Erft-County) have got as far as already producing their land-register data in accordance with the precepts of ALKIS, because in this state, such data are not in the hands of a central landsurvey office but are the responsibility of local district and municipal authorities. As a result, any such authority which decides to press ahead in this area can do so alone and without external interference. One outcome of this, though, is that the format of land-register data may be different in two districts bordering directly on each other. Thus, the prospect of ALKIS leading to uniformity of data at a national level seems even more remote, at least during a transitional phase.</p>
<p>Referring to his earlier assessment of the ALKIS timetable as drawn up by the Working Group of Surveying Authorities (AdV), Gotthart (now a member of the steering committee of the GIS Round Table in Munich) says, “I’ve always said that this won’t work the way the AdV thinks it will”. Nonetheless, he never reckoned with delays of 5 to 7 years. No wonder suppliers in the GIS branch involved in the ALKIS program unanimously speak of “terribly long barren phases” in the development of suitable software solutions. The principal companies involved, AED-Sicad und ibR Riemer, both have their headquarters in Bonn and, depending on how you look at the figures, share between 60% and 80% of the market relating to state surveying authorities.</p>
<p>One reason for the delays is certainly the sheer scale of the undertaking: ALKIS means converting digitalized land-registry maps to a system of object-related data management – and thus spells the irrevocable end of cartographically influenced data management in the form of graphic layering, which was long (and, in many cases, is still) offered by geoinformation systems. ALKIS therefore represents the final step that will take geodesy into the modern information era. It thereby also means cutting the last ties with the century-old world of cartography. ALKIS has nothing whatsoever to do with maps; instead, it is a data model through and through, i.e. The replication in a computer of reality as it is perceived by the land register. The map is now nothing more than an interface between people and databank.</p>
<p>It follows that the heart of ALKIS is a catalogue of object types, the GeoInfoDoc. This is now available in version 6.0, a 516-pagethick PDF describing every object in the real world that might conceivably be relevant for surveying and mapping, and also defining it for ALKIS. No less than 99 various ways of marking a border point are included. And also the object type, ‘building’, evidently takes into account every possible characteristic and peculiarity. In all, 228 modes of building use are listed in relatively logical groupings, even including, for safety’s sake, a further category of use “not to be specified from the available sources”. While most data models set out to simplify the complexity of the real world in order to make the operation of the model practicable, ALKIS represents an attempt to capture the complexity of reality as comprehensively as possible.</p>
<p>By its very nature, this is bound to take time, particularly in a political system with many federal elements, in which it is necessary to find a consensus about reality before one can set about replicating it. Even after ALKIS has been implemented, surveying will remain a matter controlled by individual states; thus, during the normal working week, the standardization of data and co-operation between specialists will not always be put into practice quite as well as the AdV claims in its Sunday statements. Over the last years, the appearance of more and more new versions of GeoInfoDoc have not made the work of software companies and IT specialists any easier.</p>
<p>Every German state has its own various specialities up its sleeve that it is determined to see integrated into a mutual data model. If ALKIS was a project of a private company, it’s highly likely that a controller would have stopped it for cost reasons alone. And it is at least probable that only an authority like the German land-registry office, which rarely attracts political scrutiny, could be capable of implementing something like ALKIS over a time period of 15 years without being plagued by doubts and misgivings.</p>
<p>There can be little doubt that a number of municipalities are hoping in secret that the whole project will run aground on its own complexity, so that they are spared the considerable effort of making the changeover. Because ALKIS necessarily brings a number of administrative and organizational adaptations and alterations in its wake. As it combines ALB and ALK databases that were previously administered separately, the updating of these data, at the moment when the changeover takes place, has to be precisely synchronized, while their subsequent management has to proceed on an integrated basis, too. While cartographical parameters may be greatly affected by the change, even bigger alterations are faced by what used to be called the Property Register. The boundaries of plots of land on the map change much less often that information about the owners and the use of a property. This means that procedures are now required that can provide data that can updated pretty well on a daily basis.</p>
<p>Another factor is the further usage of such data for official and nonofficial purposes in the municipality, for example for an official register of trees, a city land map or as a point of reference for plans relating to land utilization and building development. This means that every municipality needs to be prepared for changes. It is noticeable that two basic strategies have emerged, these depending whether the new developments are regarded as a chance or as a threat. Those that are rather wary of ALKIS will be content with only “a superficial implementation” of the changes, as an insider puts it. This means that the Uniform Databank Interface (EDBS), with which land-register data have been read or passed on up to now, will be replaced by the new, official, Norm-Based Exchange Interface (NAS), after which one of the NAS converters already offered by numerous suppliers will be employed to transfer the data to the existing solutions and specialist applications. To do this, it is unnecessary to organize any new procedures outside of the land-register office or to adapt any application modules. A ‘low-calorie’ version of ALKIS, so to speak.</p>
<p>Actually, as the conversion is unavoidable anyway, ALKIS does indeed offer an opportunity to raise the pace with respect to the subject of geo-data infrastructures (GDIs). Object- oriented data management facilitates a great deal in this area. ALKIS might, in addition, turn out to be the goose that laid the golden egg, because for the very first time at a national level, it will make available a large number of objects within a data structure that will provide the basic technical prerequisites for selecting out individual types of object and making use of these in other contexts.</p>
<p>The 228 types of buildings already referred to distinguish between, for example, museums, churches, post offices, libraries, buildings on camping sites, cinemas, hotels, restaurants, shops, shopping malls, and petrol stations, on the one hand, and less usual functions such as greenhouses, salt-works and watermills, on the other – all of which are points of interest for suppliers of location-based services and navigation solutions. A fair number of (tourist) information portals would also be improved by including this sort of data. And these are only the data relating to buildings&#8230;</p>
<p>It has to be said, though, that the responsible surveying authorities apparently have problems ‘selling’ ALKIS as something that might be marketed. And viable licensing models have yet to be devised, anyway. While official governmental applications are bound to be the focus of attention, years of resounding statements announcing the vast dimensions of the coming upheaval that ALKIS will mean for land registration have tended to frighten users rather than awaken their curiosity.</p>
<p>Instead of outlining the new possibilities opened up by ALKIS, most presentations of the last decade have begun with lengthy explanations of forthcoming difficulties. “The damage done so far has been immense”, is how a good few of those involved self-critically weigh up the present situation. At the 2004 Intergeo, Martin Fornefeld of Micus Management Consulting was already complaining that, when considering ALKIS, the land-registration authorities could think of nothing but the technical aspects and had utterly failed to present either a ‘branding’ concept for ALKIS or a product profile with a list of unique features, to say nothing of anything like intelligent marketing strategies.</p>
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		<title>Videostadtplan, rheinische Lösung</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 08:30:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Google verspricht Streetview für Deutschland (ein Fahrzeug habe ich bereits in Düsseldorf gesichtet), die Datenschützer resignieren, aber ganz nebenbei hat ein rheinischer Immobllienmakler bereits flächendeckende Videostadtpläne von Köln, Bonn und Düsseldorf ins Netz gestellt. Die funktionieren etwas anders als Streetview, zeigen zur Abwechslung mal Luftbilder der Landesvermessung NRW und die Verantwortlichen beschreiben sehr hübsch und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Google verspricht Streetview für Deutschland (ein Fahrzeug habe ich bereits in Düsseldorf gesichtet), die <a href="http://www.golem.de/0811/63581.html" target="_blank">Datenschützer resignieren</a>, aber ganz nebenbei hat ein rheinischer Immobllienmakler bereits flächendeckende Videostadtpläne von <a href="http://www.e-rent.de/prima-facie-koeln.htm" target="_blank">Köln</a>, <a href="http://www.e-rent.de/prima-facie-bonn.htm" target="_blank">Bonn</a> und <a href="http://www.e-rent.de/prima-facie-duesseldorf.htm" target="_blank">Düsseldorf</a> ins Netz gestellt. Die funktionieren etwas anders als Streetview, zeigen zur Abwechslung mal Luftbilder der Landesvermessung NRW und die Verantwortlichen <a href="http://www.e-rent.de/videostadtplaene-1.htm" target="_blank">beschreiben</a> sehr hübsch und ausführlich, was sie sich dabei alles gedacht haben- vom Datenschutz bis zum sinnvollen Gebrauch.</p>
<p>Und das ist in jedem Fall sehenwert: Rund 24.000 abgefilmte Straßen georeferenziert auf offenbar auch noch selbst gefertigten Karten abrufbar und das alles in mehr oder weniger privater Initiative und Handarbeit und noch vor ähnlichen Bestrebungen eines Weltkonzerns im Netz: Respekt.</p>
<p>(Danke für den Tipp an <a href="http://www.nilsbecker.de/" target="_blank">Nils Becker</a>)</p>
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		<title>Formfehler bei DDGI-Vorstandswahlen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 14:21:35 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo Menschen tätig sind, passieren Fehler: Manche überweisen 600 Millionen Euro an bankrotte Bankinstitute, andere verheddern sich in den Feinheiten des deutschen Vereinsrechts, zum Beispiel der Deutsche Dachverband für Geoinformationen (DDGI). Durch einen Formfehler bei den Wahlen zum DDGI-Vorstand ist der Ende Mai nicht mehr zur Wiederwahl angetretene langjährige DDGI-Präsident Bodo Bernsdorf de jure jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo Menschen tätig sind, passieren Fehler: Manche überweisen 600 Millionen Euro an bankrotte Bankinstitute, andere verheddern sich in den Feinheiten des deutschen Vereinsrechts, zum Beispiel der <a href="http://www.ddgi.de" target="_blank">Deutsche Dachverband für Geoinformationen (DDGI</a>). Durch einen Formfehler bei den Wahlen zum DDGI-Vorstand ist der Ende Mai nicht mehr zur Wiederwahl angetretene langjährige DDGI-Präsident Bodo Bernsdorf de jure jetzt doch noch/wieder im Amt. Sein Nachfolger Udo Stichling wird damit zum designierten Nachfolger. Die Vorstandswahlen sollen jetzt am 1. Dezember wiederholt werden.</p>
<p>Zweifellos eine etwas peinliche Angelegenheit, die zu unterhaltsamer Polemik einlädt, aber wie sagt der Ami: Shit happens. Und im Gegensatz zu 600-Millionen Euro Überweisungen auch ausbügelbar, wählt man eben den Vorstand nochmal.</p>
<p>Nur dass sich an den äußeren Bedingungen der Wahl jetzt etwas geändert hat. Bernsdorf hat im Frühjahr auf seine Wiederwahl verzichtet, weil zu diesem Zeitpunkt die Zukunft seines damaligen Unternehmens CeGi GmbH offen war (siehe <a href="http://www.geografitti.de/2008/05/27/stichling-folgt-bernsdorf/" target="_blank">Geografitti vom 27. Mai</a>). Das hat sich inzwischen geklärt: Die CeGi ist auf Beschluss der Gesellschafter seit Ende Mai <a href="http://www.cegi.de" target="_blank">aufgelöst</a>. Bernsdorf hat sich mit einer CfGi GbR selbstständig gemacht, die seit kurzem als <a href="http://www.cfgi.de" target="_blank">CfGI GmbH</a> firmiert und freut sich dem Vernehmen nach über funktionierende Geschäfte. Insofern könnte er jetzt auch zur wieder zur Wahl antreten, was er ohne das bevorstehende Ende der CeGi im Mai zweifellos gemacht hätte. Neben dem Ehrenamt sind daran schließlich auch ökonomische Fragen geknüpft, etwa die Finanzierung der Geschäftsstelle, die bislang noch bei der CfGi angesiedelt ist. Oder die vielfältigen, geschäftlich sicher nicht vollkommen unnützen Kontakte, die so eine Verbandstätigkeit mit sich bringt.</p>
<p>Das wird aber wohl alles nicht passieren. Bernsdorf dürfte einfach nicht der Charakter sein, der solche Formfehler zu Lasten Dritter ausnutzt. Und unter den jetzigen Vorraussetzungen eines bereits gefundenen und seit einigen Monaten auch de facto amtierenden Präsidenten wäre seine Widerwahl zudem eher unsicher. Auch da gilt: Shit happens.</p>
<p>Eine kleine, praktische Folge hat der Vorfall dann aber doch: Die von Bernsdorf als DDGI-Präsident begonnenen Bemühungen um eine Zusammenarbeit des DDGI mit dem Unternehmensverband <a href="http://www.bitkom.de/de/themen_gremien/36241.aspx" target="_blank">Bitkom</a> soll auf der anstehenden Intergeo in einen offiziellen &#8220;Letter of Intent&#8221; der Beteiligten münden. Damit will der DDGI dem auch an dieser Stelle geäußerten <a href="http://www.geografitti.de/2008/05/27/stichling-folgt-bernsdorf/#comment-7033" target="_blank">Vorwurf</a> begegnen, das Geoinformationsthema zu einseitig aus Sicht der Behörden zu betrachten.</p>
<p>Und diesen nach seinem Maßstäben sichtbaren Erfolg seiner Arbeit als DDGI-Vorstand darf Bodo Bernsdorf als amtierender Präsident gemeinsam mit seinem designierten Nachfolger Udo Stichling unterschreiben.</p>
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		<title>Eigenwahrnehmung</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2008/09/12/eigenwahrnehmung/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 13:53:38 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Festrede zum 60. Geburtstag der Arbeitgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen in Deutschland (AdV):
&#8220;Die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen gewährleistet die Einheitlichkeit, der von der Wirtschaft gebrauchten Geobasisinformationen. Ohne die AdV hätten wir 16 verschiedene Stimmen; dies wäre im europäischen Kontext mehr als hinderlich. Im zusammenwachsenden Europa muss Deutschland auch im föderal strukturierten Vermessungswesen mit einer Stimme sprechen&#8221;
Gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der Festrede zum 60. Geburtstag der Arbeitgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen in Deutschland (AdV):</p>
<p><em>&#8220;Die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen gewährleistet die Einheitlichkeit, der von der Wirtschaft gebrauchten Geobasisinformationen. Ohne die AdV hätten wir 16 verschiedene Stimmen; dies wäre im europäischen Kontext mehr als hinderlich. Im zusammenwachsenden Europa muss Deutschland auch im föderal strukturierten Vermessungswesen mit einer Stimme sprechen&#8221;</em></p>
<p>Gibt es eigentlich einen medizinischen Fachbegriff wenn Eigen- und Fremdwahrnehmung derartig auseinander driften?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sony-Ericsson sponsort Nokia</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 09:11:18 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Geogeschäfte]]></category>
		<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt immer mal wieder Informatione, die einen zumindest kurz erstaunen. Auf den Navteq-Wettbewerb zu ortsbezogenen Diensten hatte ich ja kürzlich hingewiesen. Navteq ist seit 10. Juli vollständig in den Besitz von Nokia übergegangen, wie sich dieser Meldung entnehmen lässt. Macht aber nichts: Hauptsponsor der Global LBS Challenge 2009 ist Sony Ericsson. Der Nokia-Konkurrent will [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt immer mal wieder Informatione, die einen zumindest kurz erstaunen. Auf den <a href="http://developer.navteq.com/site/global/lbs_challenge/emea/home/p_home.jsp" target="_blank">Navteq-Wettbewerb</a> zu ortsbezogenen Diensten hatte ich ja kürzlich hingewiesen. Navteq ist seit 10. Juli vollständig in den Besitz von Nokia übergegangen, wie sich dieser <a href="http://www.navteq.com/webapps/NewsUserServlet?action=NewsDetail&amp;newsId=645&amp;lang=en&amp;englishonly=false" target="_blank">Meldung</a> entnehmen lässt. Macht aber nichts: Hauptsponsor der Global LBS Challenge 2009 ist Sony Ericsson. Der Nokia-Konkurrent will den Wettbewerbsteilnehmern sowohl kostenlos Geräte als auch Software-Tools für ihre Entwicklungen zur Verfügung stellen, insbesondere das Sony Ericsson Java Software Development Kit (SDK). Das Unternehmen wird sogar als Jurymitglied involviert sein.</p>
<p>Beim vorigen Wettbewerb 2008 war übrigens Nokia Hauptsponsor.</p>
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