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	<title>Geografitti - nicht nur Geografisches &#187; Mess(e)wesen</title>
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	<description>Die Vermessung meiner Welt</description>
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		<title>Flickenteppich Vermessungsverwaltung</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 12:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen für Jauch]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass das, was drauf steht, auch drin ist, ist ja längst nicht mehr sicher. In den vergangenen Jahren hat zum Beispiel eine Welle von Umstrukturiereungen der Vermessungsverwaltungen in fast allen Bundesländern dazu geführt, dass an die Stelle des guten alten Landesvermessungsamtes heute ein Sammelsurium an Behörden und Institutionenbezeichnungen getreten ist. Und bei der kreativen Benamsung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass das, was drauf steht, auch drin ist, ist ja längst nicht mehr sicher. In den vergangenen Jahren hat zum Beispiel eine Welle von Umstrukturiereungen der Vermessungsverwaltungen in fast allen Bundesländern dazu geführt, dass an die Stelle des guten alten Landesvermessungsamtes heute ein Sammelsurium an Behörden und Institutionenbezeichnungen getreten ist. Und bei der kreativen Benamsung sind bisweilen Bezeichnungen heraus gekommen, deren Alltagstauglichkeit sich ob ihrer Länge auch nicht so recht einzustellen vermag. Dazu kommen die unterschiedlichen politischen Zuständigkeiten in den Ländern.</p>
<p>Als Leserservice hier mal ein Überblick in alphabetischer Reihenfolge der Bundesländer, nicht der Ämter-Bezeichnungen:</p>
<ul>
<li>Baden Württemberg: <a title="Baden-Württemberg" href="http://www.lgl-bw.de">Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung</a> (LGL) &#8211; Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz</li>
<li>Bayern: <a title="Bayern" href="http://vermessung.bayern.de">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a> (LVG) &#8211; Staatsministerium der Finanzen</li>
<li>Berlin: <a title="Berlin" href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/geoinformation/">Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung III: Geoinformation</a>  &#8211; Senatorin für Stadtentwicklung</li>
<li>Brandenburg: <a title="Brandenburg" href="http://www.geobasis-bb.de">Landesbetrieb Landesvermessung und Geobasisinformation</a> (LGB) &#8211; Ministerium des Innern</li>
<li>Bremen: <a title="Bremen" href="http://www.geo.bremen.de/">GeoInformation Bremen</a> &#8211; Landesamt für Kataster Vermessung, Immobilienbewertung, Informationssysteme  &#8211; Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa</li>
<li>Hamburg: <a title="Hamburg" href="http://www.hamburg.de/startseite-landesbetrieb-geoinformation-und-vermessung/">Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung</a> &#8211; Senatorin für Standentwicklung und Umwelt</li>
<li>Hessen: <a title="Hessen" href="http://www.hvbg.hessen.de">Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation</a> (LBGH)  &#8211; Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung</li>
<li>Mecklenburg-Vorpommern: <a title="Mecklenburg-Vorpommern" href="http://www.laiv-mv.de/land-mv/LAiV_prod/LAiV/AfGVK/" target="_blank">Landesamt für innere Verwaltung, Abteilung 3: Amt für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen</a> &#8211; Ministerium für Inneres und Sport</li>
<li>Niedersachsen: <a title="Niedersachsen" href="http://www.lgln.niedersachsen.de" target="_blank">Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung</a> (LGLN) &#8211; Ministerium für Inneres und Sport &amp; Minsterium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung</li>
<li>Nordrhein-Westfalen: <a title="Nordrhein-Westfalen" href="http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/organisation/abteilung07/index.html" target="_blank">Bezirksregierung Köln, Abteilung 07, GEObasis NRW</a> &#8211; Ministerium für Inneres und Kommunales</li>
<li>Rheinland-Pfalz: <a title="Rheinland-Pfalz" href="http://www.lvermgeo.rlp.de" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation</a> &#8211; Ministerium des Innern für Sport und Infratsruktur</li>
<li>Saarland: <a title="Saarland" href="http://www.saarland.de/kataster_vermessung_karten.htm" target="_blank">Landesamt für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen</a> &#8211; Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr</li>
<li>Sachsen: <a title="Sachsen" href="http://www.geosn.sachsen.de/" target="_blank">Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung</a> (GeoSN) &#8211; Staatsministerium des Inneren</li>
<li>Sachsen-Anhalt: <a title="Sachen-Anhalt" href="http://www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de/de/main.htm" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a> (LvermGeo) &#8211; Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr</li>
<li>Schleswig-Holstein: <a title="Schleswig-Holstein" href="http://www.schleswig-holstein.de/LVERMGEOSH/DE/Startseite/Portalhauptartikel_001_amt.html" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a>  &#8211; Innenministerium</li>
<li>Thüringen: <a title="Thüringen" href="http://www.thueringen.de/de/tlvermgeo/content.html" target="_blank">Landesamt für Vermessung und Geoinformation</a> &#8211; Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr</li>
</ul>
<p>Immerhin fünf mal existiert noch die quasi traditonelle Bezeichnung &#8220;Landesamt für Vermessung&#8221; die um Begriffe wie &#8220;Geoinformation&#8221; oder &#8220;Geobasisinformation&#8221; ergänzt wurde, sowie einige weitere Ergänzungen oder Abwandlungen von Vermessungsamt. Drei Bundesländer haben das eigenständige Landesamt aufgegeben und ihre Vermesser in andere Behörden eingegliedert. Den Vogel schießt insgesamt NRW ab. Vermessung im bevölkerungsreichsten Bundesland firmiert dort heute nicht nur als Unterabteilung einer Bezirksregierung sondern unter einer auch eher kryptsichen Bezeichnung. War wohl als Ausweis besonderer Fortschrittlichkeit gedacht. Drei mal sind Aufgaben rund um die Landentwicklung (sprich: Flurneuordnung) hinzugekommen und im Namen präsent, und ebenfalls dreimal sind es auch keine Ämter mehr sondern Landesbetriebe. Es gab aber schon mal mehr Landesbetriebe.</p>
<p>Was die politischen Zuständigkeiten angeht, finden sich bei 16 Ländern immerhin noch sieben Innenministerien, wo das Thema ja klassicherweise verortet ist Der Rest ist ein Flickenteppich, auch weil die Ressortzuschnitte in den Ländern so bunt sind. Hauptsächlich teilen sich Umwelt-, Verkehrs und Landwirtschaftsministerien (Landesentwicklung) in veränderbaren Gewichtsanteilen die Verantwortung. Einziger Ausreißer ist Bayern mit dem Finanzministerium, aber das war dort schon immer so. Interessant auch Niedersachsen, bei dem sich entsprechende Referate gleich in zwei Ministerien finden. Da sind die Prozesse der Verwaltungsreform wohl noch im Fluss, oder soll das ernsthaft so bleiben?</p>
<p>Unterm Strich, kann sich bei solchen Strukturen niemand wundern, wenn Abstimmungsprozesse (die politische Entscheidungen verlangen) regelmäßig viel Zeit beanspruchen. Es gibt ja nicht mal eine länderübergreifende gemeinsame Minister- oder Staatsekretärsrunde. Lediglich auf einer Fachebene treffen sich Vertreter der Ministerien im <a title="GDI Deutschland" href="http://www.gdi-de.org/ueberuns/lenkungsgremium">Lenkungsgremium der GDI</a>. Nur verbindlich entscheiden können die dort auch nicht allzu viel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Angebot 008: Lizenz zum Nutzen</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 16:12:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Leitartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Geoinformation]]></category>
		<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>
		<category><![CDATA[Moralapostel]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[oder: Intergeo 2011, Nachspann Teil 2 Man kennt das. Es ist zu einem Thema zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von allen. Dieses Bonmot war meine spontane Assoziation als ich von der Gründung einer Fachgruppe „Wertschöpfung öffentlicher Geodaten in der Wirtschaft” las, die der Anwenderverband für integrierte Rauminformationen und Technologien (AIR) e.V. (ehemals NAVISAT e.V.) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>oder: Intergeo 2011, Nachspann Teil 2<br />
</strong></p>
<p>Man kennt das. Es ist zu einem Thema zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von allen. Dieses Bonmot war meine spontane Assoziation als ich von der Gründung einer Fachgruppe „Wertschöpfung öffentlicher Geodaten in der Wirtschaft” las, die der Anwenderverband für integrierte Rauminformationen und Technologien (AIR) e.V. (ehemals NAVISAT e.V.) gerade <a title="AIR e.V" href="http://www.air-verband.de/aktuelles/news/article/53/air-ev-gruendet-die-fachgrupp.html" target="_blank">aus der Taufe hebt</a>. Unternehmen und Behördenvertreter sollen darin &#8220;die gemeinsamen Schnittmengen erarbeiten&#8221; (weißer Schimmel, ick hör Dir trapsen), Probleme bei der Nutzung (von amtlichen Geodaten)  benennen sowie &#8220;dauerhaft Lösungsansätze für die Wertschöpfungskette Verwaltung &#8211; Wirtschaft &#8211; Kunde finden.&#8221; Und dann heißt es noch:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Interministerielle Ausschuss GDI.NRW (IMA GDI.NRW) begrüßt den Ansatz des Anwenderverbandes für integrierte Rauminformationen und Technologien (AIR) e.V., im Rahmen dieser Fachgruppe Akteure der öffentlichen Verwaltung, insbesondere aus dem Wirtschafts- und Innenministerium, sowie Industrie- und Wirtschaftsvertreter zusammenzubringen, um Bestrebungen zu forcieren, die verfügbaren amtlichen Geodaten (Geobasis- und Geofachdaten) in Wert zu setzen. Insbesondere setzt sich auch das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium dafür ein, neue Wege in der breiten Nutzung solcher Datenbestände zu entwickeln. Im Dialog von Datenbereitstellern, -veredlern und -nutzern gilt es, Lösungen für Nordrhein-Westfalen zu erarbeiten, die den Zugang zu amtlichen Geodaten dauerhaft und marktadäquat herstellen, um neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer immer sich das ausgedacht hat, dürfte die letzten Jahre nicht in Deutschland verbracht haben. Oder sich zumindest in einem Teil des Landes aufgehalten haben, der wenig Kontakt zur Außenwelt hatte, also möglicherweise seine Zeit in der behaglichen Amtsstube irgendeiner Vermessungsverwaltung zugebracht haben. Ich sag mal: Wenn eine Behörde den &#8220;Zugang zu amtlichen Geodaten dauerhaft und marktadäquat herstellen&#8221; möchte, braucht sie dafür keinen neuen Arbeitskreis, sondern ein OpenData Konzept. Okay, das schüttelt man nicht aus dem Ärmel und über das &#8220;wie&#8221; müsste möglicherweise diskutiert werden, aber auch das ist ja schon reichlich gemacht worden.</p>
<p>Nur eben nicht von jedem</p>
<p>Tatsächlich gab es nicht nur Diskussionen, sondern es existieren konkrete Ergebnisse. Gerade auf der jüngsten Intergeo hat die GIW-Kommission ihr <a title="Modellvorhaben GeoLizenz" href="https://www.geolizenz.org/" target="_blank">Modell einer &#8220;GeoLizenz&#8221;</a> vorgestellt. Ein nach eigenen Angaben &#8220;einfaches, bundesweit einheitliches und Verwaltungseinheiten übergreifenden Standard-Lizenzmodell für Geoinformationen.&#8221; Darin sind zahlreiche Überlegungen und Konzepte der„OpenData“-Philosophie, sowie Erfahrungen mit existierenden Lizenzmodellen aus dem nationalen und internationalen Bereich bereits berücksichtigt. Die Geolizenz lehnt sich an das <a title="Creative Commons" href="http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/" target="_blank">Creative-Commons-Modell</a> an und bietet acht Varianten, in denen jeweils</p>
<ul>
<li>kommerzielle Nutzung</li>
<li>Weiterverarbeitung</li>
<li>und Nutzung in öffentlichen Netzwerken</li>
</ul>
<p>erlaubt oder untersagt werden. Berücksichtigt man jeder denkbare Ja/Nein Variante zu diesen drei Punkten, kommen am Ende eben acht Lizenz-Versionen heraus. Das Ganze  ist nach langjähriger Diskussion als zweijähriges offizielles Modellvorhaben des Interministeriellen Ausschusses für Geoinformation des Bundes (<a title="IMAGI" href="http://www.imagi.de/start.html" target="_blank">IMAGI</a>) sozusagen mit amtlichem Segen jetzt gestartet.</p>
<p>Das heißt, es ist kein theoretisches Konzept, sondern tatsächlich bereits nutzbar. Alle geodatenhaltenden Behörden aus Bund, Ländern und Kommunen sind eingeladen, ihre Datenbestände und Datendienste in einem vergleichsweise einfachen elektronsichen Verfahren mit der Geolizenz auszustatten. Ein webbasierter Fragebogen fragt ab, was der Datenhalter gestatten oder nicht gestatten will und spruckt am Ende die passende Lizenz aus. Das heißt, selbst traditionell mauernde Behören können mit der Lizenz arbeiten, weil sich immer noch alles verbieten lässt, <strong>aber</strong>: es gibt eben auch erstmals eine juristisch abgesicherte Möglichkeit, eine offene Lizenz zu wählen.</p>
<p>Jede weitere Diskussion in jedem weiteren Arbeitskreis ist Zeitverschwendung, wenn sie hinter diesem Ergebnis zurück bleibt. Das gilt ganz nebenbei auch für den AdV, deren künftiger Vorsitzender auf der Intergeo die Diskssion scheinbar nochmal von vorn aufrollen wollte. Das Ziel künftiger Arbeitsgruppen kann nur sein, Teilnehmer für dieses Modellvorhaben zu gewinnen. Da bleibt genug zu tun, wie die GIW-Kommission selbst einräumt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Zunächst müssen die mitwirkenden Behörden eine politische Entscheidung herbeiführen, dass eine Beteiligung möglich ist. Schließlich existieren in den Häusern bereits Lizenzbedingungen und Preismodelle. In dem Modellvorhaben soll aber nun ein bundesweit einheitliches Modell erprobt werden. Für die Dauer des Vorhabens müssen bestehende Regelungen daher ganz bewusst ausgesetzt werden. Im nächsten Schritt muss die Bereitschaft bestehen, an Informationsveranstaltungen teilzunehmen, in denen das Vorgehen erläutert wird und später Erfahrungsaustausche und Evaluierungen vorgenommen werden können. Darüber hinaus muss die Bereitschaft bestehen, geringfügige Anpassungen des eigenen Internetangebotes vorzunehmen, damit der internetgestützte Lizenzierungsprozess funktionieren kann. All diese Aktivitäten werden von einem Projektleiter des Modellvorhabens koordiniert. Investitionskosten entstehen den Mitwirkenden Behörden nicht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das ist der Stand der Diskussion. Wer immer in Politik und Verwaltung über amtliche Geodaten verfügt, hat jetzt Gelegenheit seine Arbeitskreise/Fachgruppen/Expertkommissionen zu verlassen, das Lizenzierungsverfahren zu beginnen und damit endlich Farbe zu bekennen.</p>
<p>Das tun Politker und Beamte übrigens auch, wenn sie einfach weiterhin bekannte Standpunkte und Bedenken mitteilen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Intergeo 2011: Nachspann Teil 1</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2011/10/04/intergeo-2011-nachspann-teil-1/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 17:22:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geogeschäfte]]></category>
		<category><![CDATA[Geografen besichtigen die Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[In jedem Fall war durch Themenwahl und Versuchsanordnung der Diskutanten - 2 mal öffentliche Verwaltung  aus Bund und Land, einmal freie Wirtschaft in der Person von Michael Herter - der Diskussionsverlauf nicht wirklich überraschend. Natürlich ging es (mal wieder) um die Frage, zu welchen Bedingungen die öffentliche Verwaltung ihre Daten zur Verfügung stellt und natürlich mussten sich die Herren Kutterer und Püß für komplizierte Lizenzbedingungen und hohe Preise rechtfertigen. Ein bekanntes Lied, nicht nur auf der Intergeo.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja diesen kleinen Moderatorenjob am letzten Tag des Intergeo-Kongresses: &#8220;Preise blockieren die Zukunft?!&#8221; lautete der Titel. Es diskutierten: Hans-Jörg Kutterer, frisch ernannter Präsident des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG), Michael Herter, Geschäftsführer der Firma Infas Geodaten und als Verteter der Arbeitsgemeinschaft der Vermessunsgverwaltungen in Deutschland (AdV) Ulrich Püß vom Thüringischen (Thüringer?) Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr. Er sprang für den AdV-Vorsitzenden Wolfgang Draken vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen ein, der kurzfristig absagte. Püß allerdings wird zum Jahresende Draken turnusmäßig als AdV-Vorsitzenden ablösen, insofern war er natürlich mehr als nur &#8220;Ersatz&#8221;.</p>
<p>In jedem Fall war durch Themenwahl und Versuchsanordnung der Diskutanten &#8211; 2 mal öffentliche Verwaltung  aus Bund und Land, einmal freie Wirtschaft in der Person von Michael Herter &#8211; der Diskussionsverlauf nicht wirklich überraschend. Natürlich ging es (mal wieder) um die Frage, zu welchen Bedingungen die öffentliche Verwaltung ihre Daten zur Verfügung stellt und natürlich mussten sich die Herren Kutterer und Püß für komplizierte Lizenzbedingungen und hohe Preise rechtfertigen. Ein bekanntes Lied, nicht nur auf der Intergeo.</p>
<p>Michael Herter gab ebenso erwartungsgemäß das Enfant Terrible und zweifelte ganz kurzerhand an, dass die amtlichen Datensammler überhaupt ein Urheberrecht auf ihre Geodaten geltend machen könnten, von wegen Schöpfungshöhe zum Beispiel bei Hausumrissen, Straßenverläufen usw. Für seine privat mit hohem Aufwand veredelten Daten ging er natürlich selbstverständlich von einem urheberechtlich geschützten Gut aus. Aber zugestanden, er konnte den Unterschied ganz überzeugend deutlich machen.</p>
<p>Das Ganze hatte natürlich einen entscheidenden Hintergrund: Nur auf der Grundlage eines existierenden Urheberrechtsschutzes können die Verwaltungen überhaupt so etwas wie Nutzungsrechte für ihre Daten regeln, ob nun für wenig, viel oder gar kein Geld. Ich glaube, nicht jedem im Saal war zu jedem Zeitpunkt klar, dass das auch in dieser Diskussion unvermeidliche und vielzitierte Schlagwort von &#8220;Open Data&#8221; meint, dass genau auf dieses Recht verzichtet wird:  Die weitere Nutzung amtlicher Daten durch ihre Urheber bestimmen zu lassen. &#8220;Open Data&#8221; heißt nicht zwingend kostenlose Abgabe, aber immer Abgabe ohne Einschränkung der weiteren Nutzung ud zwar inklusive Weitergabe an Dritte.</p>
<p>Ich nahm mir als Moderator die Freiheit, mit Herters Argumenten etwas zu spielen und fragte Püß als Erstes, ob er bzw. die Vermessungsverwaltungen denn nun schöpferisch tätig seien. Das kam nach meinem Eindruck in dieser Form für ihn unerwartet, aber natürlich war die Antwort klar: Das Urheberrecht begründet sich nicht aufs einzelne Datum, wohl aber auf die Datensammlung, Stichwort: Datenbankurheberrecht. Ich lotste Püß zur Erkenntnis, dass dieses Recht vor allem als Leistungsschutzrecht ausgeübt wird und es in erster Linie die für die Datensammlung getätigten Investitionen schützen soll.</p>
<p>Fangfrage: Wer hat denn da das Geld in der Verwaltung investiert? Vater Staat? Der Steuerzahler? Gehören die Daten dann nicht allen&#8230;tja, auch das ein bekanntes Lied, nicht nur auf der Intergeo.</p>
<p>Die bekannten Pfade verließ die Diskussion eigentlich nur einmal, als es nämlich um das Verhältnis von Politik und Verwaltung ging. Kutterer und Püß konnten sich nämlich recht formal auf ihre Rolle als Verwaltung zurückziehen und darauf verweisen, dass die Politik ihr Handeln bestimme. Die Verwaltung sei nicht frei, sondern an Gesetze gebunden und ausführendes Organ der Politik. Wenn der Gesetzgeber Open Data wolle, werde es sie geben, vorher seien ihnen mehr oder weniger die Hände gebunden.</p>
<p>Aber genau auf dieses &#8220;mehr oder weniger&#8221; kommt es wohl an. Und natürlich ist die Verwaltung nicht nur reiner Befehlsempfänger sondern in jedem politischen Entscheidungsverfahren auch beratend tätig. Verwaltung nimmt massiven Einfluss auf Politik, insbesondere wenn die Poltik eher eine Feierabend-Veranstaltung ist, wie im kommunalen Umfeld oder wenn die politischen Gremien die Verwaltungsarbeit nicht allzu eng kontrollieren. Dann beginnt das Eigenleben der Verwaltung.</p>
<p>Danach gefragt, schaußte Püß zumindest etwas gequält. &#8220;Damit bringen sie mich jetzt wirklich in Schwierigkeiten.&#8221; Das kann man nachvollziehen. Was soll er da als loyaler Ministerialbeamter auch sagen? Zumindest gestand er zu, dass Politk und Verwaltung ja beides Systeme darstellten, die sensibel auf äußeren Druck reagierten. Natürlich, auch das eine Binse, die im Grunde vermutlich sogar für den dynamischen Mittelständler Infas Geodaten gilt, aber doch auch interpretierbar als Aufforderung an die Nutzer, hier beständig entsprechendes Handeln einzufordern.</p>
<p>Problematisch ist das natürlich, wenn die meisten Datennutzer andere Behörden sind, die tendenziell auch nicht an Open Data interessiert sind. Könnte ja schließlich auch sie betreffen.</p>
<p>In diesem Zusammenhang wurde an einer anderen Stelle der Diskussion noch einmal die ganzen Unterschiede zwischen der Philosophie eines Herrn Herter und dem Aufgabenverständnis von Kutterer und Püß deutlich: bei der Frage der weiteren Nutzung der amtlichen Daten. Sich darüber Gedanken zu machen, war für den BKG-Präsidenten und den kommenden AdV-Vorsitzenden selbstverständlicher Teil ihrer Aufgabe. Aus Sicht Herters ist das ein Teil des Problems. Die Verwaltungen sollten ihre Daten einfach unkompliziert abgeben (nochmals: &#8220;Open Data&#8221;) und dann würde recht schnell eine wachsende Verwertungsindustrie Nutzungen finden und entwickeln, auf die man in den Fluren der Amtsstuben naturgemäß gar nicht kommen könne.&#8221;Da würde über eine besteuerbare Wertschöpfung viel mehr Geld an den Staat zurückfließen, als er jemals mittels Gebühren für die Daten einnehmen könnte.&#8221;</p>
<p>In der Tat gibt es zahlreiche Studien, die diesen Gedanken nahelegen, aber die Realität ist etwas komplizierter. Aus Sicht der Vermessungsverwaltungen ist es nämlich recht unsicher, dass ihnen diese so toll prognostizierten Mehreinnahmen zu Gute kommen. Heutige Gebühren sind dagegen eine greifbare Einnahme, die überdies (von der Politik) von ihnen verlangt wird. Spätestens da fing die Diskussion an, sich etwas im Kreis zu wiegen.</p>
<p>Vielleicht sollte man irgendwann zugeben, dass die Verwaltung an der Frage einer einfachen Datennutzung schlicht scheitert. Am Ende blieb mir daher nur übrig, nach einem Blick auf die ablaufenden 90 Minuten, in ranickischer Manier mit einem Brecht-Zitat die Veranstaltung zu schließen: &#8220;Und so sehen wir betroffen / den Vorhang zu und alle Fragen offen.&#8221;</p>
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		<title>Magische Messe</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2011/09/30/magische-messe/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 08:12:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Am Wegesrand]]></category>
		<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gewöhnlich mögen es Unternehmen ja nicht, wenn man ihnen Trickserei unterstellt, schon gar nicht auf einer Messe. Andererseits hat Microsoft auf der Intergeo extra jemanden engagiert, der den Leuten ein X für ein U vormachen soll, um die Aufmerksamkeit für die digitale Luftbildkamera Ultracam zu erhöhen: Scott Tokar. Er stand &#8211; wie auch schon im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gewöhnlich mögen es Unternehmen ja nicht, wenn man ihnen Trickserei unterstellt, schon gar nicht auf einer Messe. Andererseits hat Microsoft auf der Intergeo extra jemanden engagiert, der den Leuten ein X für ein U vormachen soll, um die Aufmerksamkeit für die digitale Luftbildkamera <a title="Ultracam" href="http://www.microsoft.com/ultracam/en-us/default.aspx" target="_blank">Ultracam</a> zu erhöhen: Scott Tokar. Er stand &#8211; wie auch schon im vorigen Jahr &#8211; an der Ecke des Messestandes und lockte mit Zauberkunststückchen die schlendernden Besucherströme in Richtung Microsoft.</p>

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<p>Tokar ist kein mal eben engagierter Gelegenheits- und Hobbyzauberer, sondern Gründer und Chef der Corporate Fx (sprich: Effects) Tradeshow Magic Group, ein Entertainment-Dienstleister, der sich auf -nunja- Messezaubereien spezialisiert hat. Schließlich ist nicht jeder Illusionskünstler dafür gemacht, seine Tricks inmitten einer Menschenmenge vorzuführen, die da von allen Seiten bei gewöhnlich guter Beleuchtung zugucken kann. Gut, für den gemeinem Vertriebler ist das keine besondere Situation, aber bei Tokar weiß ja jeder, dass es irgendwo einen <del>Haken</del> Trick geben muss.</p>
<p>Die <a title="Tradeshow Magic Group" href="http://www.corporatefx.com/scott.html#scott" target="_blank">Homepage der Tradeshow Magic Group</a> informiert jedenfalls über das künstlerische Schaffen Tokars und seiner Kollegen im Dienste der Verkaufsförderung. Was sie nicht zeigt, ist der Umstand, dass Tokar auch als Photograph tätig ist und dabei offenbar nicht weniger professionell agiert. Seine <a title="Scott Tokar" href="http://tokar.zenfolio.com/" target="_blank">Bildergalerien</a> sind jedenfalls ganz ansprechend, wenn mir persönlich auch tendenziell eine Spur zu hochglänzend.</p>
<p>Vermutet man alles gar nicht, wenn man mal kurz stehen bleibt und sich verzaubern lässt.</p>
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		<title>Intergeo 2011: Veränderte Tonlage</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 13:27:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine ersten, wohlgemerkt sehr subjektiven Eindrücke nach den ersten Stunden Intergeo: Die Tonlage hat sich verändert. Das bezieht sich auf die Intergeo-Story, die große Erzählung zum Daseinszweck der Messe. Bis vor einigen Jahren war das stets eine Story wirtschaftlicher Expansion: Die Intergeo ist der größe Marktplatz der Geoinformationswirtschaft. Die Rede war von neuen Märkten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine ersten, wohlgemerkt sehr subjektiven Eindrücke nach den ersten Stunden Intergeo: Die Tonlage hat sich verändert. Das bezieht sich auf die Intergeo-Story, die große Erzählung zum Daseinszweck der Messe. Bis vor einigen Jahren war das stets eine Story wirtschaftlicher Expansion: Die Intergeo ist der größe Marktplatz der Geoinformationswirtschaft. Die Rede war von neuen Märkten und Anwendungsfeldern, die Durchdringung der Welt mit Geodaten (&#8220;80 Prozent aller Entscheidungen..&#8221;) und so wurde die Bedeutung der Messe und des Kongresses unterstrichen. Gern wiederholte Stichwörter lauteten: Wertschöpfungsketten, Marktentwicklung, Public Private Partnership.</p>
<p>Seit ungefähr 2006/2007 wurde diese Erzählung nicht mehr so strapaziert. Ich tat mich schwer, die Intergeo einzuordnen und verbuchte das Ganze zunehmend als eine Art Familientreffen, eine Selbstvergewisserung der Branche, dass sie existiert und dies mit ein paar gut gefüllten Messehallen wenigstens einmal im Jahr anschaulich für sich und andere demonstriert. Kontakte zu US-Besuchern, die in ihrer Heimat nichts vergleichbar Umfangreiches kannten, unterstrichen diesen Eindruck. Aus der Story von der Expansion wurde eine Story der psychologischen Bedeutung.</p>
<p>In diesem Jahr nun habe ich diverse Grußworte, Reden, Eröffnungsansprachen und eine erste Pressekonferenz hinter mich gebracht und bilde mir ein, häufiger die Begriffe &#8220;Hoheitliche Aufgabe&#8221; und &#8220;Daseinsvorsorge&#8221; gehört zu haben, wenn es um die Bedeutung von Geoinformation geht. Erste Schemen einer neuen Story der staatlichen Fürsorge könnten sich abzeichnen.</p>
<p>Das ist wie gesagt alles schwer subjektiv und die Wahrheit ist vermutlich, dass die Intergeo immer alles zugleich ist: Marktplatz für neue Anwendungsfelder, Familientreffen und eine Schau staatlicher Aufgaben. Aber es kommt eben darauf an, wie gerade die Akzente und Gewichte gesetzt werden. Und nachdem die Vermessungsverwaltungen und entsprechenden Berufsverbände die Story von den neuen Anwendungsfeldern nicht nachhaltig auf der Intergeo etablieren konnten (es fehlt zum Beispiel erneut alles, was  in Richtung ortsbasierter Dienste / Telekommunikation geht), schwingt das Pendel dahin zurück, wo das Ganze Geodaten-Thema mal herkam: In die Amtsstuben mit ihrem hoheitlichen Auftrag.</p>
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		<title>Bildergalerie Intergeo 2010</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 13:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Sonntag vor der Intergeo-Messe kann ich ja auch mit dem Versuch verbummeln, hier so ein Galerie-Plugin zum laufen zu kriegen. Und da bieten sich doch zahlreiche und größtenteils noch unveröffentlichte Fotos von der vorigen Intergeo als Testmaterial an. Vielleicht findet sich ja der Ein oder Andere darauf wieder. Die Bilder sind übrigens von diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Sonntag vor der Intergeo-Messe kann ich ja auch mit dem Versuch verbummeln, hier so ein Galerie-Plugin zum laufen zu kriegen. Und da bieten sich doch zahlreiche und größtenteils noch unveröffentlichte Fotos von der vorigen Intergeo als Testmaterial an. Vielleicht findet sich ja der Ein oder Andere darauf wieder. Die Bilder sind übrigens von diesem <a title="Cedric Schanze" href="http://www.cedricschanze.de" target="_blank">talentieren jungen Mann</a> gemacht worden.</p>

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		<title>Alles neu macht die Intergeo</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 16:21:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zahlreiche Aussteller auf der Intergeo bezeichne ich seit langer Zeit liebevoll als &#8220;U-Boot-Unternehmen&#8221;: Einmal im Jahr zur Messe tauchen sie auf, bevor man wieder ein ganzes Jahr Nichts von ihnen hört und sieht. Mir scheint, ich bin nun auch unter die (Auf-)Taucher gegangen. Denn rechtzeitig zur Messe &#8211; also am vorletzten Werktag vor der Eröffnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zahlreiche Aussteller auf der Intergeo bezeichne ich seit langer Zeit liebevoll als &#8220;U-Boot-Unternehmen&#8221;: Einmal im Jahr zur Messe tauchen sie auf, bevor man wieder ein ganzes Jahr Nichts von ihnen hört und sieht. Mir scheint, ich bin nun auch unter die (Auf-)Taucher gegangen. Denn rechtzeitig zur Messe &#8211; also am vorletzten Werktag vor der Eröffnung &#8211; habe ich einige Schraubarbeiten an diesem Blog begonnen und, naja, erstmal beendet. So wie diese &#8220;U-Boot-Unternehmen&#8221; stets zur Messe neue Webseiten freischalten, Kundenzeitschriften launchen oder gar Produktinnovation abfeiern, habe ich dieses Jahr nach einem halben Jahr Funkstille an dieser Stelle zur Intergeo das Blog optisch runderneuert. Künftig sollen hier wieder regelmäßig alte Chronisten-Tugenden gepflegt werden, die dann in der Gesamtschau so etwas wie eine kontinuierliche Berichterstattung zum Thema Geoinformation ergeben.</p>
<p>Zum Auftakt gibt es aber erstmal einen Veranstaltungshinweis in eigener Sache: Am 29. September &#8211; also dem letzten Messetag &#8211; darf ich im Rahmen des Intergeo-Kongresses eine Podiumsdiskussion zum Thema &#8220;Preise blockieren die Zukunft?!&#8221; moderieren. Es diskutieren:</p>
<ul>
<li>Prof. Dr.-Ing. Hansjorg Kutterer, Präsident des <a title="BKG" href="http://www.bkg.bund.de/nn_147094/DE/Bundesamt/UeberUns/UeberUns__node.html__nnn=true" target="_blank">Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Dipl.-Ing. <a title="AdV" href="http://www.adv-online.de/icc/extdeu/broker.jsp?uMen=3c770061-7527-a8fe-ebc4-f19f08a07b51" target="_blank">Wolfgang Draken</a>, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen und aktuell AdV Vorsitzender</li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Infas Geodaten" href="http://www.infas-geodaten.de/index.php?id=245" target="_blank">Michael Herter</a>, Geschäftsführer infas geodaten GmbH</li>
</ul>
<p>Ich darf die Herren hinsichtlich ihrer Preis- und Lizenzpolitik <del>piesacken</del> befragen. Wer zu diesem Themenkomplex Anregungen oder gar konkrete Fragen loswerden möchte, darf das hier in den Kommentaren gerne tun.</p>
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		<title>AdV behält Film für sich</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2010/09/15/adv-behalt-film-fur-sich/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 07:27:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen in Deuschland (AdV) &#8211; eine Art Kultusministerkonferenz der Vermesser &#8211; hat einen Film über die Arbeit der Vermesser machen lassen. Zu Inhalt und Machart des Streifens kann ich nach einmaliger Sichtung noch nicht viel sagen. Erster Eindruck: Solide, etwas behäbig, schrammt leicht an der Langeweile vorbei, aber erklärt recht anschaulich das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen in Deuschland (AdV) &#8211; eine Art Kultusministerkonferenz der Vermesser &#8211; hat einen Film über die Arbeit der Vermesser machen lassen. Zu Inhalt und Machart des Streifens kann ich nach einmaliger Sichtung noch nicht viel sagen. Erster Eindruck: Solide, etwas behäbig, schrammt leicht an der Langeweile vorbei, aber erklärt recht anschaulich das Thema Vermessung &#8211; jedenfalls so wie die Vermessungsverwaltungen in Deutschland das Thema begreifen. Das wird übrigens auch durch den Verbreitungsweg des Filmes deutlich. Er ist ausschließlich auf der AdV-Homepage anzugucken. Einfache Einbindung in andere Webseiten? Fehlanzeige. Nutzung in Webauftritten von Landesvermessern, vermessungsnahe GIS-Anbietern und ÖbVIs? Wenn überhaupt, offenbar nur auf individuelle Anfrage und mit spezieller Erlaubnis der AdV. Creative Commons? Virales Marketing? Nie gehört. So versemmelt man Chancen und vermutlich auch (öffentliche) Gelder, denn ganz umsonst gabs den Streifen ja wohl nicht.</p>
<p>Mehr als der ganze Film, macht eigentlich dieses ungewollte Statement das ganze Selbstverständnis des AdV deutlich: Was wir an Daten produzieren, bleibt erstmal bei uns.<br />
Wie reagiert der netzaffine Nutzer? Mit Tools wie <a href="http://www.downloadhelper.net/">Downloadhelper</a>. Und achja, die gute alte 90er Jahre <a href="http://tinyurl.com/2vt5qtk" target="_blank">Verlinkung</a>.</p>
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		<title>Noch eine Subvention</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2009/08/14/noch-eine-subvention/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 07:47:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Und schon wieder Gefahr für den Markt. Jetzt bekommen Unterehmen schon Unterstützung, um sich auf Messen zu präsentieren. Unglaublich. Hier der ganze Skandal: &#8220;Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert erstmals die Gemeinschaftspräsentation des Open Source Parks (OSP) mit zehn Unternehmen (auf der Intergeo). Unter der Schirmherrschaft der Open Source Geospatial Foundation (OSGeo) bewiesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und schon wieder Gefahr für den Markt. Jetzt bekommen Unterehmen schon Unterstützung, um sich auf Messen zu präsentieren. Unglaublich. Hier der ganze Skandal:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert erstmals die Gemeinschaftspräsentation des Open Source Parks (OSP) mit zehn Unternehmen (auf der Intergeo). Unter der Schirmherrschaft der Open Source Geospatial Foundation (OSGeo) bewiesen die Experten von Freien und Open Source GIS Software-Projekten in den vergangenen Jahren auf der Intergeo ihre große Innovationskraft. (&#8230;) Die elf beteiligten Unternehmen werden vom BMWi bei ihrer Teilnahme an der internationalen Leitmesse unterstützt und stellen ihre Leistungsfähigkeit teilweise erstmals einem internationalen Fachpublikum vor.&#8221;</p></blockquote>
<p>Unklar ist nach dieser Meldung zur Intergeo allerdings, ob nur zehn oder sogar elf Firmen vom Wirtschaftsministerium unterstützt werden. Bitte nochmal nachzählen, damit hier keine falschen Skandalbehauptungen in die Welt gesetzt werden.</p>
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		<title>Intergeo Nachlese II</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2008/10/06/intergeo-nachlese-ii/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 19:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mess(e)wesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder eine Intergeo, bei der ich keine vernünftigen Fotos zustande gebracht habe. Entweder man macht Fotos oder Geschäfte führt wichtige Gespräche, beides zusammen kriege ich nicht hin. Dieser Schnappschuß typischer berucksackter Besucher, die vor allem die haptischen Aspekte des Vermesser-Alltags begutachten, muss als optischer Eindruck genügen. Aber ein paar analytische Bemerkungen schaff ich noch. Dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="lightbox" href="http://www.geografitti.de/wp-content/intergeo2008.jpg"><img title="Intergeo 2008 - typische Besucher" src="http://www.geografitti.de/wp-content/_intergeo2008.jpg" alt="Intergeo 2008 - typische Besucher" width="470" height="352" /></a></p>
<p>Wieder eine Intergeo, bei der ich keine vernünftigen Fotos zustande gebracht habe. Entweder man macht Fotos oder <span style="text-decoration: line-through;">Geschäfte</span> führt wichtige Gespräche, beides zusammen kriege ich nicht hin. Dieser Schnappschuß typischer berucksackter Besucher, die vor allem die haptischen Aspekte des Vermesser-Alltags begutachten, muss als optischer Eindruck genügen.</p>
<p>Aber ein paar analytische Bemerkungen schaff ich noch. Dabei knüpfe ich an meine Ausführungen zur <a href="http://www.geografitti.de/2006/10/16/intergeo-nachlese/" target="_blank">Intergeo Nachlese 2006</a> an. Seinerzeit fielen mir die (günstigen) asiatischen und indischen Anbieter von Vermessungsgerät erstmals auf und ich spekulierte darüber, dass Unternehmen wie Topcon, Trimble und Leica Geosystems sich darauf einstellen werden müssen.</p>
<p>In diesem Jahr wurde tatsächlich so etwas wie eine strategische Antwort sichtbar.<span id="more-784"></span> Alle drei Anbieter sind dabei, kräftig in die Software-Peripherie ihrer Vermessungswerkzeuge zu investieren. Man wolle nicht länger als reiner Gerätehersteller betrachtet werden, sondern sei Lösungsanbieter, hieß es in verschiedenen Formulierungen bei allen dreien. Und man bedient sich dabei aus dem gesamten Arsenal denkbarer Werkzeuge: Strategische Parterschaften (Topcon &amp; <a href="http://www.rib.de/" target="_blank">RIB Bausoftware)</a>, Firmen- sprich Technolgiezukäufe oder auch der Aufbau eigener Softwareabteilungen und -anbieter.</p>
<p>Das Ziel ist stets ähnlich: Ausgehend vom Erfassungsgerät zur Datenerzeugung, sollen die Daten auch mit eigenen Lösungen verarbeitet und aufbereitet werden. Verlängerung und Vertiefung der Wertschöpfungskette lautet das Motto. Mir der reinen Hardware sei auch hier kaum noch etwas zu verdienen, lautet die Erkenntnis, was angesichts von Verkaufspreisen zwischen 20.000 und 40.000 Euro je nach Gerätetyp und -ausstattung doch erstaunen kann.</p>
<p>In jedem Fall werden die Trimbles, Leicas und Topcons auf diesem Weg früher oder später den reinen GIS-Herstellern Konkurrenz machen, jedenfalls so weit es um die Software-Ausstattung des gemeinen Vermessungsbüros geht. Langfristig sind sogar ALKIS-Lösungen aus diesem Umfeld denkbar und das wäre ja mal eine interessante Variante.</p>
<p>Auffällig war übrigens, dass ESRI und Leica Geosystems erstmals seit Jahren keinen gemeinsamen Stand hatten. Seit Leica zu <a href="http://www.hexagon.se" target="_blank">Hexagon</a> gehört und <a href="http://www.erdas.com/Company/NewsReleases/tabid/96/currentid/1805/default.aspx" target="_blank">ERDAS reanimiert wurde</a>, ist die bislang enge Partnerschaft offenbar zur offenen Zweierbeziehung geworden.</p>
<p>Und sonst? Es herrschte große Zufriedenheit bei vielen Ausstellern, die allerdings auch mit eher niedrigen Erwartungen nach Bremen gekommen waren. Als Messestandort war die Stadt den Meisten neu und dann noch die Randlage&#8230; (Was wieder mal beweist das Glück und Zufriedenheit vor allem von der Fähigkeit abhängen, sich mit der Realität arrangieren zu können).</p>
<p>Als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spindoctor" target="_blank">Spindoctor</a> von Format entpuppte sich bei diesem Thema im Seitengespräch übrigens Olaf Freier, Geschäftsführer der für die Intergeo-Messe verantwortlichen Hinte Messe AG. Der schwierige Standort Bremen habe bewiesen, welche orginäre Kraft die Intergeo entfaltet, die ohne Anschub durch ein themen- und messeaffines Umfeld wieder 15.000 Besucher anziehen konnte, soviel wie im Vorjahr am traditonsreichen Messestandort Leipzig. Die Internationalität und Besucherqualität sei jetzt sogar gestiegen, weil nach Bremen nur die wirklichen Interessenten gekommen seien. Für das kommende Jahr in Karlsruhe und 2010 in Köln könne man daher noch mehr Besucher und Aussteller erwarten, insbesondere aus dem Ausland.</p>
<p>So schön hat mir noch keiner eine Stagnation im Besucherwachstum verkauft.</p>
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