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	<title>Geografitti - nicht nur Geografisches &#187; Doofe Journaille</title>
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	<description>Die Vermessung meiner Welt</description>
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		<title>Versuch der Enteignung</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 07:40:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Doofe Journaille]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß ja nicht, warum die Verlage so lautstark nach einem Leistungsschutzrecht krähen. Welche Leistung soll da eigentlich genau geschützt werden? Die permanente Enteigung der Autoren und Schreiber, die sich Verlage heutzutage leisten?  Nachfolgend mal ein Auszug aus einer so genannten &#8220;Freistellungserklärung&#8221;, die mir jüngst eine Agentur hat zukommen lassen. Das ist inhaltlich zunächst kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß ja nicht, warum die Verlage so lautstark nach einem <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/hubert-burda-und-das-leistungsschutzrecht" target="_blank">Leistungsschutzrecht</a> <a href="http://netzwertig.com/2009/11/18/presseschau-leistungsschutzrecht-fuer-presseverlage/" target="_blank">krähen</a>. Welche Leistung soll da eigentlich genau geschützt werden? Die permanente Enteigung der Autoren und Schreiber, die sich Verlage heutzutage leisten?  Nachfolgend mal ein Auszug aus einer so genannten &#8220;Freistellungserklärung&#8221;, die mir jüngst eine Agentur hat zukommen lassen. Das ist inhaltlich zunächst kein so ungewöhnlicher Versuch, aber Tonlage und Inhalt offenbaren diesmal eine ungeheure Dreistigkeit. Offenbar glaubt man dort ernsthaft, ich würde meiner kompletten Enteigung mangels Alternativen zustimmen, denn nichts anderes bedeutet die Übertragung der ausschließlichen Nutzungsrechte. Danach besitze ich keinerlei Rechte mehr an meinen Texten, weswegen es tatsächlich straf- und zivilrechtliche Auswirkungen haben könnte, würde ich meine eigenen Worte nach der E-Mail an die Agentur noch mal benutzen. Macht sich ja auch immer gut, beim ersten Kontakt gleich mit Strafandrohungen zu wedeln. So weit wird es zum Glück nicht kommen, weil ich so etwas natürlich nicht unterschreibe, zumal mir als Entschädigung eine individuelle Honorarkürzung von knapp 40 Prozenz in Aussicht gestellt wurde. Die können mich mal.</p>
<blockquote><p>Die Agentur ist berechtigt, ein Exposé oder ein sonstiges, zur weiteren Bearbeitung bestimmtes Werk des Vertragspartners ganz oder teilweise nach seiner Wahl durch den Vertragspartner oder Dritte zur Veröffentlichung ausarbeiten oder fertig stellen zu lassen. Der Vertragspartner ist verpflichtet, der Agentur ein vollständiges Exemplar des Werkes abzuliefern. Mit der Ablieferung geht das Eigentum an diesem Exemplar auf die Agentur über.</p>
<p>(&#8230;) Der Vertragspartner räumt der Agentur hinsichtlich der von ihm erstellten Textbeiträge, einschließlich der von ihm beigefügten Bildvorlagen, Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen und Tabellen (Unterlagen) das räumliche und inhaltliche unbeschränkte ausschließliche Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung in zahlenmäßig unbegrenzter, einmaliger oder mehrfacher Auflage ein. Der Vertragspartners räumt der Agentur hinsichtlich seiner Textbeiträge nebst Unterlagen weiter die folgenden ausschlieÃßichen Nutzungsrechte räumlich und inhaltlich unbeschränkt ein.</p>
<ul>
<li>das Abdruckrecht, also das Recht 	zur Vervielfältigung und Verbreitung des ganzen Textbeitrages oder 	von Teilen des Textbeitrages oder von Bearbeitungen des 	Textbeitrages als Vorabdruck, Nachabdruck, auch als 	Fortsetzungsabdruck in Zeitungen und Zeitschriften sowie in nicht 	periodischen Sammlungen von Werken und Beiträgen mehrerer Autoren;</li>
</ul>
<ul>
<li>das Datenbankrecht, also das 	Recht, den Textbeitrag oder Bearbeitungen des Textbeitrages 	einschließlich von Abstracts oder sonstiger Inhaltsangaben 	digitalisiert zu erfassen und auf allen bekannten Speichermedien 	gemeinsam mit anderen Werken und Beiträgen zu speichern, zu 	bearbeiten und mit einer Retrieval·Software zu versehen sowie auf 	beliebigen Datenträgern zu speichern, diese Datenträger in 	beliebiger Form zu vervielfältigen, zu verbreiten, zu vermieten 	oder zu verleihen sowie ferner den Textbeitrag oder Bearbeitungen 	des Beitrages im Wege der Datenübertragung (Download) auf die 	Rechner Dritter zu übertragen und Ausdrucke von Papierkopien durch 	diese Endnutzer zu gestatten;</li>
</ul>
<ul>
<li>das Multimediarecht, also das 	Recht, den Textbeitrag oder Bearbeitungen des Textbeitrages 	digitalisiert oder nicht digitalisiert zu erfassen, im Rahmen einer 	Multimediaproduktion mit anderen Werken und Beiträgen zu vereinen, 	auf allen bekannten Speichermedien zu speichern und diese 	Textbeiträge auch interaktiv auf elektronischem Wege nutzbar zu 	machen sowie das Multimedia-Produkt sowohl auf beliebigen Bild-, 	Ton- oder Datenträgern (z.B. Disketten, CD-ROM, CDI, MC, DAT, DCC, Videokassetten, Platten usw.) zu vervielfältigen, zu verbreiten, zu vermieten und zu verleihen, als auch einer Onlinenutzung (d.h. insbesondere das Verfügbarmachen für die Öffentlichkeit zum individuellen Abruf, zur Wiedergabe auf dem Bildschirm und zum Ausdruck beim Nutzer) zugänglich zu machen, insbesondere &#8211; auch hierauf nicht beschränkt &#8211; das Recht, den Textbeitrag mit Unterlagen ganz oder teilweise in anderen Medien des Verlages zu verwerten;</li>
</ul>
<ul>
<li>das Übersetzungs- und Bearbeitungsrecht, also das Recht, den Textbeitrag oder Bearbeitungen hiervon umzugestalten und auf sonstige Art und Weise zu bearbeiten, insbesondere zu kürzen, sowie in andere Sprachen zu übersetzen und in andere Darstellungsformen zu übertragen;</li>
</ul>
<ul>
<li>das Buchrecht, also das Recht 	zu Vervielfältigung und Verbreitung des Textbeitrags oder von 	Bearbeitungen des Textbeitrags in allen Buchformen;</li>
</ul>
<p>Diese Erklärung habe ich zur Kenntnis genommen und stimme ihr zu. Mir ist bewusst, dass ich bei Zuwiderhandlung gegen diese Erklärung mit ernsten Auswirkungen auf den Inhalt oder Bestand des Freien Mitarbeiterverhältnisses mit Schadenersatzansprüchen sowie ggf. mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen muss.</p></blockquote>
<p>(Ich könnte natürlich auch unterschreiben und hinterher dagegen klagen. Nach der jüngsten <a href="http://www.djv.de/Verguetungsregeln.1174.0.html">Vereinbarung</a> zwischen dem Deutschen Journalisten Verband und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger über die angemessene Vergütung freier Mitarbeiter an Tageszeitungen haben die Gerichte in solchen Streitfällen endlich eine Maßgabe, wie eine angemessene Vergütung und Rechteabtretung aussieht, auch wenn es sich hier nicht um eine Tageszeitung handelt, insofern wäre diese ganze Erklärung vermutlich null und nichtig weil sittenwidrig, aber ich hab nun wirklich besseres zu tun, als das juristisch zu klären.)</p>
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		<title>Symbolfilm</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2009/12/05/symbolfilm/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 13:35:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doofe Journaille]]></category>

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		<description><![CDATA[Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann vorigen Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Ein Live-Interview aus Bremen, weil dort gerade Innenministerkonferenz war und deshalb auch der bayerische Ressortchef in der Hansestadt weilte. Um den Ort des Interviews zu illustrieren steht oder sitzt der Interviewte beim ZDF seit geraumer Zeit stets vor ortstypischer Kulisse, in diesem Fall also vor dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann vorigen Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Ein Live-Interview aus Bremen, weil dort gerade Innenministerkonferenz war und deshalb auch der bayerische Ressortchef in der Hansestadt weilte. Um den Ort des Interviews zu illustrieren steht oder sitzt der Interviewte beim ZDF seit geraumer Zeit stets vor ortstypischer Kulisse, in diesem Fall also vor dem Bremer Rathaus. Natürlich hält sich Herrmann nicht wirklich vor dem Rathaus auf, denn aufgrund der Perspektive müsste er in einigen Dutzend Metern Höhe davor schweben. Unwahrscheinlich .Tatsächlich weilt er wohl in einem Studio und wird in den filmischen Hintergrund hineinmontiert. Es ist also kein Standbild, das dort zu sehen ist, sondern ein Film in dem es wie an diesme Morgen regnet und weil es im Dezember morgens noch dunkel ist, ist natürlich auch das Rathaus dunkel, dazu noch die Einblendung, die den Live-Charakter betont&#8230;</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1336" title="zdf" src="http://www.geografitti.de/wp-content/uploads/2009/12/zdf.jpg" alt="zdf" width="570" height="316" /></p>
<p>Trotzdem stammt der Rathaus-Film aus der Konserve, denn die Redakteure werden sich kaum die Mühe gemacht haben, den aktuell dort zu sehenden Weihnachtsmarkt eigens fürs Morgenmagazin abzubauen.</p>
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		<title>Das ganze Elend</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2009/09/16/das-ganze-elend/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 07:40:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doofe Journaille]]></category>

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		<description><![CDATA[Man kann ja über Sinn und Unsinn dieses &#8220;Internet-Manifest&#8221; denken, was man will, aber der Kommentar der neuen Zürcher Zeitung zu den 17 Thesen von Knüwer &#38; Co illustriert einmal mehr das gesamte aktuelle Elend der professionellen Journaille in Zeiten des Internets.
&#8220;Das Internet sei der Sieg der Information (These 5), jetzt könne jeder sein eigener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann ja über Sinn und Unsinn dieses &#8220;<a href="http://internet-manifest.de/" target="_blank">Internet-Manifest</a>&#8221; denken, was man will, aber der <a href="http://www.nzz.ch/hintergrund/kolumnen/kolumnen_aus_der_digitalen_welt_/metatag/kritik_internet_manifest_1.3534132.html" target="_blank">Kommentar</a> der neuen Zürcher Zeitung zu den 17 Thesen von Knüwer &amp; Co illustriert einmal mehr das gesamte aktuelle Elend der professionellen Journaille in Zeiten des Internets.</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Internet sei der Sieg der Information (These 5), jetzt könne jeder sein eigener Nachrichtenfilter sein. Dass diese Filterfunktion eine zentrale Aufgabe des Journalismus ist, dass Leser dafür bezahlen, dass ihnen jemand den Blick aufs Wesentlich frei räumt, geht gleich wieder vergessen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Exakt da liegt der Hund begraben. Wenn das Selbstverständnis der Journaille sich darin erschöpft, der allwissende Herrscher über die Nachrichtenflut sein zu wollen, der allein in der Lage ist, das Wesentliche für den unwissenden Leser auszuwählen, dann braucht diesen Journalismus niemand mehr. Wer seine Rezipienten derart verachtet, hat nichts anderes verdient, als vom Markt zu verschwinden.</p>
<p>Diese Meinung hätte ich übrigens auch gerne direkt bei der NZZ hinterlassen, aber unter dem Beitrag findet sich ein weiterer Beleg für das Grundverständnis der Verlagsmanager gegenüber dem Internet als neuem Medium:</p>
<blockquote><p>Um selbst einen Leser-Kommentar abgeben zu können, müssen Sie sich  hier anmelden. Diese Funktion ist an Wochenenden und Feiertagen gesperrt. Bitte beachten Sie die für Leser-Kommentare geltenden Richtlinien und Copyright-Bestimmungen.</p></blockquote>
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		<title>Super Angebot</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2007/07/26/super-angebot/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 09:15:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doofe Journaille]]></category>

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		<description><![CDATA[Auszug aus einem Stellenangebot im Bereich TV-Journalismus:
&#8220;Das Volontariat ist auf ein halbes Jahr angesetzt, mit einer Option auf ein weiteres halbes Jahr. Die Vergütung beläuft sich auf Euro 1.200 im Monat.&#8221;
Wohlgemerkt, ein bisschen Erfahrung und Fremdsprachenkenntnisse sollen die Bewerber schon haben. Denn für dieses Taschengeld wird folgendes verlangt:
&#8220;Ihr Aufgabengebiet umfasst die Themenrecherche, die organisatorische und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auszug aus einem Stellenangebot im Bereich TV-Journalismus:</p>
<p><em>&#8220;Das Volontariat ist auf ein halbes Jahr angesetzt, mit einer Option auf ein weiteres halbes Jahr. Die Vergütung beläuft sich auf Euro 1.200 im Monat.&#8221;</em></p>
<p>Wohlgemerkt, ein bisschen Erfahrung und Fremdsprachenkenntnisse sollen die Bewerber schon haben. Denn für dieses Taschengeld wird folgendes verlangt:</p>
<p><em>&#8220;Ihr Aufgabengebiet umfasst die Themenrecherche, die organisatorische und logistische Vorbereitung der Dreharbeiten, die Assistenz bei der Durchführung der Produktion, sowie der Postproduction und Texterfassung.&#8221; </em></p>
<p>Wie verzweifelt müssen eigentlich talentierte Bewerber sein, die sich auf so ein Drecksangebot einlassen?<br />
Die Branche ist echt auf den Hund gekommen. Kein Wunder, das so viel Scheiße gesendet oder geschrieben wird.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Keine Überraschung</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2007/07/18/keine-uberraschung/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jul 2007 07:44:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doofe Journaille]]></category>

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		<description><![CDATA[Die spätere kombinierte Nutzung von Galileo und GPS war doch von Anfang an geplant. Wieso tun die Nachrichtenagentur Reuters (und die recherchelos übernehmenden Medien) in einer aktuellen Meldung dann so, eine entsprechende Vereinbarung zwischen EU und USA sei eine überraschende Entwicklung?
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die spätere kombinierte Nutzung von Galileo und GPS war doch von Anfang an geplant. Wieso tun die Nachrichtenagentur Reuters (und die recherchelos übernehmenden Medien) in einer aktuellen <a href="http://computerzeitung.de/themen/forschung/article.html?thes=&amp;art=/articles/2007031/31157629_ha_CZ.html">Meldung</a> dann so, eine entsprechende Vereinbarung zwischen EU und USA sei eine überraschende Entwicklung?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>FTD tut wichtig</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2007/06/06/ftd-tut-wichtig/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jun 2007 10:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doofe Journaille]]></category>

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		<description><![CDATA[Und wieder ein wunderbares Stückchen Qualitätsjournalismus. Die Financial Times Deutschland schreibt heute unter der Überschrift &#8220;Exklusiv: Galileo-Aufbau kostet 10 Mrd. Euro&#8220;:
 &#8220;Der Aufbau und Betrieb des europäischen Navigationssatellitennetzes Galileo ist erheblich teurer, als bisher bekannt. Die EU-Kommission rechnet je nach Struktur des künftig gewählten Betreibermodells mit Gesamtkosten von 9 bis 12 Mrd. Euro im Zeitraum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder ein wunderbares Stückchen Qualitätsjournalismus. Die Financial Times Deutschland schreibt heute unter der Überschrift &#8220;<a href="http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:Galileo%20Aufbau%20Mrd%20Euro/209256.html">Exklusiv: Galileo-Aufbau kostet 10 Mrd. Euro</a>&#8220;:</p>
<p><em> &#8220;Der Aufbau und Betrieb des europäischen Navigationssatellitennetzes Galileo ist erheblich teurer, als bisher bekannt. Die EU-Kommission rechnet je nach Struktur des künftig gewählten Betreibermodells mit Gesamtkosten von 9 bis 12 Mrd. Euro im Zeitraum 2007 bis 2030.&#8221;</em></p>
<p>Als Quelle dieser Meldung wird einer Mitteilung der EU-Kommission an das europäische Parlament genannt, &#8220;die der FTD vorliegt.&#8221; Andere Medien zitieren diese <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,486910,00.html">Schlagzeile</a> bereits <a href="http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F255442.html">unhinterfragt</a>.</p>
<p>Dazu nur folgendes: Ich verweise auf meinen <a href="http://www.geografitti.de/?p=466">Blogeintrag vom 16. Mai</a> diesen Jahres in der erstens exakt diese Kosten bereits genannt sind (soviel zur Aktualität) und zweitens als Quelle die gleiche Mitteilung an das Parlament benutzt wird, die selbstverständlich nicht nur der FTD oder mir, sondern jedermann vorliegt, der sie sich <a href="http://ec.europa.eu/dgs/energy_transport/galileo/doc/com_galileo_de_final_16may2007.pdf">aus dem Netz holt</a> (soviel zur Exklusivität) und die ich auch vor drei Wochen schon verlinkt habe.<br />
Und jetzt noch was zu der Aussage &#8220;erheblich teurer, als bisher bekannt.&#8221; Zu der Erkenntnis kommt man natürlich schnell, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht, und die in der Mitteilung getroffenen Aussagen zu den Gesamtkosten (inklusive Betriebskosten bis 2030) mit den bisherigen Statements zu den Kosten für den reinen Aufbau vergleicht, wie es etwa der <a href="http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F255442.html">ORF</a> tut. Ein bißchen mehr Sorgfalt sollte man da von den Kollegen schon erwarten.</p>
<p>Wie man diese Gesamtkosten mit Blick auf den Steuerzahler bewerten kann (nicht muß), habe ich übrigens auch schon Mitte Mai niedergelegt. Danach kostet das System jeden EU-Bürger ab geschätztem Betriebsstart 2013 bis 2030 zwei Euro pro Jahr.  Geht es früher in Betrieb, wirds noch billiger. Aber so etwas gibt natürlich keine Schlagzeile.</p>
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		<title>Scheinheiliger Spiegel</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2007/06/03/einfach-nur-zum-kotzen/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Jun 2007 09:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doofe Journaille]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist ja wohl das Unterirdischste, was ich seit langem bei Spiegel Online sehen musste.
In einem Beitrag über Googles neuen Streetview-Service, bei dem Straßenkarten flächendeckend mit georeferenzierten, fotografierten Straßensszenen verlinkt sind, empört man sich in bester Bild-Zeitungs-Manie unter dem Titel &#8220;Google entblößt Ahnungslose&#8221; über den Umstand, dass Passanten ungefragt bei unter Umständen peinlichen Momenten abgelichtet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ja wohl das Unterirdischste, was ich seit langem bei Spiegel Online sehen musste.</p>
<p>In einem <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,486100,00.html">Beitrag</a> über Googles neuen Streetview-Service, bei dem Straßenkarten flächendeckend mit georeferenzierten, fotografierten Straßensszenen verlinkt sind, empört man sich in bester Bild-Zeitungs-Manie unter dem Titel &#8220;Google entblößt Ahnungslose&#8221; über den Umstand, dass Passanten ungefragt bei unter Umständen peinlichen Momenten abgelichtet und millionenfach per Internet betrachten werden können, verlinkt aber genüßlich auf jede Bikini-Schönheit und Nasenbohrer, die/den es da zu sehen gibt.</p>
<p>Dafür fehlt in der Berichterstattung jeder Hintergrund oder Verweis auf entsprechende <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/material/themen/gebaeude/gebdatei.htm">Diskussion</a> oder sogar <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/material/themen/gebaeude/gebdatkn.htm">Urteile</a>, die es hierzulande zu Thema Privatsphäre, Datenschutz und Fotos vom Straßenraum bereits Ende der 90er Jahre gab, als die TeleInfo AG genau das Gleich in Deutschland machte. Das ist wohl der viel gepriesene Qualitätsjournalismus&#8230;</p>
<p>Dagegen schreiben Blogger ja nur <a href="http://www.endl.de/weblog/2007/05/30/google-auf-dem-weg-zur-biometrischen-datenbank/">verquastes Zeug</a> über biometrische Datenbanken von Google zusammen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Brandsatz</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2007/05/22/brandsatz/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2007 07:04:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doofe Journaille]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn jemand andauernd geistige Brandsätze durch die Gegend wirft, kann es ihm schon mal passieren, dass reale zurückgeworfen werden.
Aber das ist natürlich zu verurteilen, weil erstens die Versicherung und damit die Gemeinschaft der Versicherten den Schaden zahlt und zweitens, weil sich das Opfer nun so richtig in einer Märtyrerpose suhlen kann.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn jemand andauernd <a href="http://www.bildblog.de/2264/bild-fuehlt-sich-von-entfuehrungsopfer-terrorisiert">geistige Brandsätze</a> durch die Gegend wirft, kann es ihm schon mal passieren, dass reale <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,484112,00.html">zurückgeworfen</a> werden.</p>
<p>Aber das ist natürlich zu verurteilen, weil erstens die Versicherung und damit die Gemeinschaft der Versicherten den Schaden zahlt und zweitens, weil sich das Opfer nun so richtig in einer Märtyrerpose suhlen kann.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Qualitätsjournalismus</title>
		<link>http://www.geografitti.de/2007/01/21/qualitatsjournalismus/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Jan 2007 13:58:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doofe Journaille]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten weisen den Weg]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur gut, das es diesen Qualitätsjournalismus noch gibt, der sich durch die journalistische Kompetenz so wohltuend von diesen schmierfinkigen Bloggern unterscheidet, die sich zum Teil lediglich einige Jahre mit ihren Fachgebieten befasst haben und jetzt meinen, einfach darüber schreiben zu können. So an Zeitungen und Verlagen vorbei, ohne Redaktion. Wo kommen wir da auch hin?
Zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur gut, das es diesen Qualitätsjournalismus noch gibt, der sich durch die journalistische Kompetenz so wohltuend von diesen schmierfinkigen Bloggern unterscheidet, die sich zum Teil lediglich einige Jahre mit ihren Fachgebieten befasst haben und jetzt meinen, einfach darüber schreiben zu können. So an Zeitungen und Verlagen vorbei, ohne Redaktion. Wo kommen wir da auch hin?</p>
<p>Zum Beispiel diese <a href="http://www.krone.at/index.php?http://wcm.krone.at/krone/S2/object_id__61385/hxcms/">Meldung</a>. Angeblich konnten ein paar Einbrecher geschnappt werden, weil einige der von ihnen erbeuteten GPS-Systeme auf &#8220;on&#8221; geschaltet waren. Die &#8220;dummen Diebe&#8221; dachten es seien Handys. Aber so konnten sie per Satellit geortet werden. Tja, da schauen so Diebe aber dumm aus der Wäsche, wenn sie das Gerät noch in der Hand halten, während die findige Polizei schon die Tür eintritt.</p>
<p>Schade, dass man GPS Geräte in Wirklichkeit nicht per Satellit orten kann, Handys über die Funkzelle aber schon. Auch GPS-Geräte mit GSM-Modul, wie sie beispielsweise bei Geldtransportern verwendet werden, lassen sich durch Dritte orten. Könnte sich also um solche Teile gehandelt haben und nicht um handelsübliche Navis wie das verwendete Foto suggeriert. Zum Glück steht ganz am Ende der Meldung noch der Hinweis &#8220;Symbolfoto&#8221;. Daraus kann entnehmen das Bild und Text in keiner Beziehung zueinander stehen, wie das im Qualitäsjournalismus ja üblich ist.</p>
<p>Vermutlich handelt es sich überhaupt um Teil einer längeren investigativen Story, die ein bislang geheimes militärisches Feature des GPS enthüllt: Man kann jetzt doch jedes einzelne der wenigen Millionen Geräte per Satellit zurückverfolgen.</p>
<p>Denn das im echten Journalismus und nicht in irgendwelchen Blogs einfach ungeprüft so ein Mist geschrieben wird, kann man sich ja gar nicht vorstellen.</p>
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		<title>Star Trek Frust</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Sep 2006 09:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ttm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doofe Journaille]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum sind mit den Start Trek Filmen und Serien eigentlich grundsätzliche (Fernseh)-Redakteure befasst, die einfach keine Ahnung haben? Da lädt Kabel1 eins zum 40. Geburtstag der Serie dazu ein, die zehn besten Folgen auszuwählen, bietet aber lediglich eine Vorauswahl von 50 Folgen an, bei denen einige wirklich starke Geschichten fehlen, dafür allerlei Folgen enthalten sind, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum sind mit den Start Trek Filmen und Serien eigentlich grundsätzliche (Fernseh)-Redakteure befasst, die einfach keine Ahnung haben? Da lädt Kabel1 eins zum 40. Geburtstag der Serie dazu ein, die zehn besten Folgen auszuwählen, bietet aber lediglich eine Vorauswahl von 50 Folgen an, bei denen einige wirklich starke Geschichten fehlen, dafür allerlei Folgen enthalten sind, die in der Fangemeinde, als eher schwach gelten. Hmpf, gut, Geschmackssache. Aber dann solche Inhaltsangaben: </p>
<p>&#8220;<i>Zwei Wissenschaftler vom Volk der Voth beamen sich zu Forschungszwecken unbemerkt auf die Enterprise. Einem der ungebetenen Gäste gelingt es, mitsamt Chakotay auf sein Schiff zu entkommen.&#8221; </i> </p>
<p>In der Tat, eine überragende Leistung der Voth, den ersten Offizier des Raumschiffs Voyager von Bord der Enterprise zu entführen.</p>
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